Ein junger Graphiker aus Hamburg bricht in ein kleines pfälzisches Dorf auf, um über das mysteriöse Ableben eines entfernten Verwandten, Günther, zu recherchieren. Durch seine Nichtnormalität, die ihn mit Günther ählich macht, hat er allerdings Probleme mit den Menschen im Dorf in Kontakt zu treten. Im Laufe des Buches sieht der Erzähler dann ein, dass er durch den Tod seiner Eltern eine zweite Chance im Leben bekommen hat, während Günther durch seine Eltern in ein Leben, das nur aus lernen und Geige spielen besteht, gezwungen wurde, was ihn schliesslich das Leben ruiniert hat.
Das Buch behandelt das Problem von Menschen, die sich einfach nicht in die Geselschaft eingliedern können oder wollen. Es zeigt die Welt aus dem Blickfeld einer derartigen Person. Es bleibt bis zum Schluss, der offen bleibt, spannend und fordert den Leser auf die eigene Meinung zu dem Mordfall und dem sozialen Umfeld Günthers abzugeben.
Auf die manchmal sehr ausgiebig geschilderten Gewaltphantasien des Erzählers hätten allerdings verzichtet werden können, da sie mit der Geschichte eigentlich nichts zu tun haben.