Nick Cominsky erhält eine Einladung von einem vollkommen unbekannten Mann. Neugierig geworden läßt er sich drauf ein. Zunächst ist Nick skeptisch und ironisch, trotzdem entspinnt sich während des Essens im Restaurant eine angeregte Unterhaltung über den christlichen Glauben.
Der geheimnisvolle Fremde - der eigentlich gar kein Fremder ist, er hat sich ja schließlich vorgestellt! - erklärt Nick viel über den christlichen Glauben, was jener so eigentlich noch nie gesehen hat. Seine Vorstellungen vom Christentum hatten sich bisher auf die negativen Erfahrungen aus dem Kindergottesdienst beschränkt. Durch die Unterhaltung mit dem Fremden - ja, bis jetzt war er wirklich ein Fremder gewesen, obwohl Nick immer geglaubt hatte, er würde ihn kennen - eröffnet sich für Nick eine ganz neue Welt und ganz neue Zugänge zum christlichen Glauben.
Das Buch ist gelungen. Es ist interessant geschrieben und theologisch einwandfrei. Es ist in kurze überschaubare Kapitel eingeteilt, klein, handlich und nicht zu lang.
Wer sich für die Materie interessiert, wird es verschlingen. Zielgruppe sind Menschen, die grundsätzlich für religiöse Fragen offen sind und Menschen, die doch mal wissen wollen, was diese Christen eigentlich glauben. Oder für Christen, die nach vielen Jahren landeskirchlicher Predigten nicht mehr wissen, worauf es beim christlichen Glauben eigentlich ankommt.
Wer dem christlichen Glauben oder den Religionen grundsätzlich kritisch oder ablehnend gegenübersteht, wird sich durch dies Buch nicht umstimmen lassen.
Der Stil ist klar umrissen, kategorisch, grundsätzlich. Es bleibt wenig für Emotionen übrig und für weibliches, intuitives Feingefühl. Dies sehe ich aber nicht als Schwäche - es gibt solche und solche Menschen. Ein entsprechendes Buch für Frauen soll demnächst ebenfalls erscheinen. Ich bin gespannt!