"Die Einkreisung" von Caleb Carr ist der erste Roman mit Dr. Kreizler und seinen Freunden. Im New York der Jahrhundertwende geht anscheinend ein schrecklicher Serienmörder um, aber niemand will sich an offizieller Stelle der Sache so recht annehmen, da es sich "nur" um Morde an Straßenkindern u.ä. handelt. Dr. Kreizler, der sich als Psychologe besonders den Kindern widmet und auch ein Klinik für psychisch gestörte Kinder führt, nimmt sich der Sache an, wobei er auf die Hilfe einiger Freunde zurückgreift, die jeder für sich, Außenseiter sind. Dr. Kreizlers Methoden, den Dingen psychlogisch auf den Grund zu gehen ist nicht besonders anerkannt in kriminalistischen Kreisen. Er und sein Team nähern sich dem Mörder zuerst anhand eins Profils, dass sie nach und nach anhand ihrer Recherchen über ihn erstellen. Dabei lernt der Leser sehr viel über verschiedene kriminalpsychologische Ansätze, ohne allerdings den Eindruck zu erwecken belehren zu wollen. Das ist zwar manchmal etwas langatmig, jedoch hat jeder Exkurs in die Psychologie einen Sinn der sich irgendwann im Laufe der Geschichte herauskristallisiert. Dadurch ist es dem Leser möglich selbst über Motive und ähnliches zu spekulieren, und Dr. Kreizlers Gedankengängen zu folgen. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und erinnert vom Stil her sehr an Die Sherlock Holmes Romane von Sir Arthur Conan Doyle. Caleb Carr trägt mit der selben Akribie Indizien und Beobachtungen zusammen, die am Ende ein komplettes Bild ergeben. Dabei macht er seine Haupt- und Nebencharaktere so lebendig, dass man alleine um ihretwillen wissen will, wie die Geschichte ausgeht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)