Wir als Konsumenten nehmen mit unserem Kaufverhalten, mit jedem Kaufentscheid, Einfluss auf die wirtschaftlichen Prozesse, die hinter der Herstellung der jeweiligen Produkte stehen.
Wir bestimmen, ob Arbeiter keine Rechte haben und nur Hungerlöhne beziehen. Wir bestimmen, ob Puten während ihres Produktionsprozesses vor schwerer Brust nicht mal mehr aufstehen können. Wir bestimmen, ob ein Kind unseren Wohnzimmerteppich knüpfen soll.
Eine Kaufentscheidung ist somit eine politische Entscheidung. Was wir, mit welchem Preis nachfragen, wird produziert. Die Umstände sind den Produzenten und den Politikern in aller Regel egal. Hier geht es ausschließlich um wirtschaftliche Interessen. Jeder weiß es eigentlich. Aber da wir nicht jedes Mal vor dem Kauf eines Schweineschnitzels im Discounter zuvor den Mastzuchtbetrieb besichtigen, in dem es hergestellt wurde und wir auch nicht die Sojafelder ansehen müssen , die dem Regenwald weichen müssen, damit hier Viehfutter für die westliche Welt angebaut werden kann, fällt es dem Verbraucher leicht, diese Umstände zu ignorieren.
Zum Umdenken und verantwortungsvollen Konsum fordert Tanja Busse auf.
Schon vor der Lektüre war ich ein überzeugter Bio- und Fairtrade-Produkte-Käufer. Nach der Lektüre bin ich aber noch aufgeklärter und nehme nun mein Einkaufsverhalten noch gewissenhafter unter die Lupe.
Die "Einkaufsrevolution" lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Manchmal springt die Autorin ein klein wenig in den Themen und wiederholt sich hier und da. Dies ist aber nicht störend. Sie schreibt eben leidenschaftlich und man spürt regelrecht ihre Wut gegen Ausbeutung von Umwelt, Tier und Mensch.