Wer sich an die Bücher von Balsekar ranwagt, klappt sie entweder schnellstens wieder zu oder wird süchtig nach sämtlichen Texten, die es von ihm gibt. Er ist radikal und schonungslos und wiederholt ständig nur die eine Wahrheit: es gibt nur Bewußtsein und sonst nichts. Für jeden, der sich für ein selbstständig denkendes Individuum hält, mit Eigenverantwortlichkeit und einem Gewissen, fängt hier der Schock an. Konfrontiert mit Balsekars Aussagen, die knapp und klar sind und keine ausufernden Erklärungen für 'unseren' ständig fragenden Geist liefern, weil sie aus einer tiefen, unpersönlichen Erkenntnis kommen, ist man erst einmal verwirrt und irritiert, denn alles was man jemals glaubte zu sein, wird auf den Kopf gestellt.
Gewöhnt man sich dann nach und nach an seine Sprache und die Radikalität der Lehre, tritt an die Stelle der Verwirrtheit Beruhigung ein.
Denn gerade durch das schnörkellose Benennen ohne Theorien und Philosphien dieser einen Wahrheit, wird man in den Bann gezogen und fängt selbst an zu forschen und sich die Frage zu stellen 'wer will es wissen?'.
Für wirklich interessierte ist Balsekar eine Offenbarung. Für nur hobbymäßig Suchende ist er wohl eher zu hart....