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Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen
 
 
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Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen [Gebundene Ausgabe]

Manfred Stange
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Marixverlag; Auflage: Neuauflage. (Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937715142
  • ISBN-13: 978-3937715148
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.977 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Rechtzeitig zum Islandjahr hat der Marix-Verlag eine aktualisierte Neuauflage dieser vorchristlichen Weltsicht auf den Markt gebracht. (…) Viele Verweise der Ausgabe, sowie ein Kurzkommentar und ein ausführliches Register ermöglichen einen leichten Zugang zum Kosmos der nordischen Mythologie, der bis heute nichts an Spannung verloren hat." --"Bücherwelt" auf NDR 1 Niedersachsen am 12. Juli 2011

Kurzbeschreibung

„Geschlecht stirbt. Sippen sterben. Du selbst stirbst wie sie. Doch eins weiß ich, das ewig lebt: Der Toten Tatenruhm." Aus der Edda

Nirgends lässt sich die Stimme einer untergegangenen Kultur deutlicher vernehmen, als in ihrem Liedgut. Die Götter- und Heldenlieder der Edda zählen zu den bedeutendsten Denkmälern der germanischen Literatur. Sie entwerfen einen mythologischen Kosmos, der an Bildfülle und Sprachgewalt seinesgleichen sucht und zum locus communis der okzidentalen Literatur gehört. Die vorliegende Ausgabe bietet den vollständigen Text der Edda in der epochalen Übersetzung von 1851 des deutschen Philologen und Dichters Karl Simrock. Das von Dr. Manfred Stange angefertigte ausführliche Nachwort und das systematische Register ermöglichen es dem Leser, sich Lied für Lied mit der faszinierenden Sagenwelt vertraut zu machen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unglaublich 13. Oktober 2009
Die Edda:

Zweifelsfrei eins der schönsten Schriftstücke, die jemals festgehalten wurden.
Diese Ausabe ist schön geschrieben und sehr gut lesbar. Beide Bücher der Edda wurden hier absolut perfekt für den modernen Leser verewigt.
Das Nachwort und Register bieten bei Unklarheiten ect. einen sehr guten Überblick!
Kurz: Ein absoluter Pflichtkauf für denjenigen, der sich gerne mit der nordischen Mythologie auseinandersetzen will.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
217 von 247 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von the_clairevoyant TOP 1000 REZENSENT
Die Edda (dt. „Urgroßmutter") ist eine Sammlung altnordischer Erzählungen mythologischen Inhalts. Im Jahr 1851 wurde das Werk erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt veröffentlicht. Als Autor zeichnete Karl Simrock, Germanist und Dichter. 2004 gibt Manfred Stange im Marixverlag eine überarbeitete Ausgabe von Simrocks 8. Auflage heraus. Literaturgeschichtlich wird das Mythenkompendium in die Ältere und Jüngere Edda unterteilt.

Die Ältere Edda entstand aus ursprünglich oral tradierten Liedern, Versen und Geschichten aus der Zeit zwischen 800 und 1200. Ihre Sprache ist das Altnordische, wie es norwegische Eroberer in Island, Grönland oder in Exklaven auf den britischen Inseln verwendeten. Um 1270 schrieb ein unbekannter Verfasser die Ältere Edda auf 45 Pergamentbögen nieder. Erster verbürgter Besitzer dieses so genannten Codex Regius war Bischof Sveinsson im Jahre 1643. Seit 1971 liegt das kostbare mittelalterliche Werk im Isländischen Handschrifteninstitut von Reykjavik.

Stilistisch kommt in der Älteren Edda eine sehr poetische Ausdrucksweise zum Tragen, die in Bildern, Vergleichen und Umschreibungen (= Kenningar) schwelgt. Einige Beispiele für Kenningar: „Speergewitter" für Kampf, „Wundenflamme" oder „Blutschlange" statt Schwert bzw. anstelle von Gold „Sifs Haar" (nach den strahlend blonden Locken gleichnamiger Göttin). Es herrscht ein ausgeprägtes Versmaß mit vielen Endreimen. Überraschender Weise breiten sich die Geschichten nicht episch aus, sondern sind kurz, pointiert und oft in Dialogform. Stellenweise erinnern die Götter- und Heldenlieder an moderne Interviews, etwa dann wenn einer der gar nicht so wissenden Asen Ratschlag bei einer weisen Riesin einholt. Philosophisch gibt die Ältere Edda das Weltbild des germanischen Heidentums wieder, in dem Blutsfehden, Götterintrigen und das allübergeordnete Schicksal das Leben bestimmen.

Anders die Jüngere Edda, die Snorri Gurluson 1220 auf Altisländisch festhielt. Snorri war bereits überzeugter Christ und stand der alten Welt des germanischen Pantheon gelassen bis heiter gegenüber. Die allzu menschlich agierenden Göttinnen und Götter sind nur das Tüpfelchen am i im märchenhaften Kosmos des Snorri, der von Zwergen, Alben, Drachen und riesigen Wölfen bevölkert wird. Snorri Gurluson legte ebenfalls großen Wert auf Kenningar. Er wollte angehenden Skalden (sangesgewandten Dichtern, ähnlich den keltischen Barden oder mittelalterlichen Minnesängern) Beispiele in der Reimkunst geben, eine Art Handbuch für poetische Umschreibung und Versmaß abliefern.

In der Edda treffen wir all jene Gestalten wieder, mit denen wir von Kindheit an aus Sagen bestens vertraut sind. Da stößt der Leser zum einen auf Sigurd (Siegfried), der den Drachen Fafnir tötet, wie auf Högni (Hagen), Gunnar (Gunther) oder Atli (Etzel), alles Figuren des Nibelungenliedes. Zum anderen trifft er die rivalisierenden Göttergeschlechter der kriegerisch geprägten Asen und der eher bäuerlichen Wanen, die sich später hin versöhnen und verheiraten; eine poetische Symbiose für den historischen Übergang von der Nomadenkultur zur Sesshaftigkeit. Oberster Gott der Asen ist Odin. Er ist mit zahlreichen Attributen ausgestattet, wie dem Speer Gungnir, der nie sein Ziel verfehlt, Sleipnir, dem sechsbeinigen Pferd, seinen Wölfen Geri und Freki oder den Raben Hugin („Gedanke") und Munin („Erinnerung"), die allmorgendlich ausfliegen, um am Abend ihrem Herren über die Geschehnisse in der Welt Bericht zu erstatten. Odin ist zudem einäugig, da er dem Riesen Mimir eines seiner Augen als Pfand für einen Schluck aus dessen Brunnen der Allwissenheit verpfändete. Die Herrin der Wanen ist die schöne Freya, eine Vegetationsgöttin, deren Wagen von Katzen (einem Fruchtbarkeitssymbol) gezogen wird. Herausragend ist auch die Figur des Loki, eines undurchschaubaren Ränkeschmieds, der einmal abgrundtief verschlagen das Ende der Asen herbeisehnt, dann wieder den verhassten Verwandten hilft.

Der Altnordische Kosmos - wie er in der Edda beschrieben steht - ist ein einfaches Modell. Am Anfang war nur der Raum Ginnungagap. In seinem Norden entwickelte Niflheim, eine stürmische Eiswelt, im Süden das feurige Muspelheim. Wo die beiden Extrema sich berührten, entstand der Urriese Ymir, aus dessen Körper die ersten Götter die Erde schufen. Auf dieser dreht sich alles Wesentliche um die Weltenesche Yggdrasil, über deren Blätterdach sich Asgard, das Reich der Götter, mit Walhalla, der prächtigen Halle gefallener Krieger, befindet. Midgard (mal um den Baumstamm, ein andermal unter einer seiner drei Hauptwurzeln liegend) ist der Wohnort der Menschen. Unter dem Baum liegt Hel, das Land der Toten. Als Götterbote läuft das quirlige Eichhörnchen Ratatoskr den Baum auf und ab, während unterm Wurzelwerk der Drache Nidhöggr die Yggdrasil zum Einsturz bringen will, um die Götterdämmerung, das Weltenende Ragnarök einzuläuten.

Viele Worte der altnordischen Religion leben bis dato fort, so die Namen der Götter Odin und Thor, die im südgermanischen Raum (dem heutigen Deutschland und England) Wotan bzw. Donar genannt wurden. Der englische Name für Mittwoch, Wednesday, heißt übersetzt „Wotanstag". Donnerstag wiederum war ursprünglich dem Donar geweiht, jenem Asen, der seinen Blitze sprühenden Hammer Mjölnir schwingt. Und der Freitag hat nichts mit arbeitsfrei, sondern mit Göttin Freya zu tun. Auch das Wort Hölle hat seine Wurzel im nordischen Totenreich Hel.

J.R.R. Tolkien, Vater des Fantasy-Genres, ließ die Edda in Namensgebung und Motiven im „Herr der Ringe" ebenso kräftig Niederschlag finden.
-) Aus den Alben („Lichtgestalten") der Edda wurden Elben.
-) Mimirs Brunnen ist das Pendant zum Spiegel der Galadriel
-) Der Name des Tolkienschen Zwergenkriegers Gimli erinnert stark an Gimili, eine vor Feuer schützende Höhle.
-) Shadowfax, der Hengst des Magiers Gandalf, endet auf „fax(i)", das altnordische Wort für Pferd.
-) Sauron, der Feind alles Guten auf Tolkiens Mittelerde, hausend im vulkanischen Land Mordor, ist nichts anderes als ein Abbild des Feuerriesen Surtur, der Midgard mit Vernichtung überzieht.
-) Last but not least sei Andwaranaut erwähnt, ein verfluchter Ring, der samt dem Schatz der Niflungen auf den Grund eines Flusses fiel. Auch bei Tolkien wird „der eine Ring, der alle zu knechten trachtet", am Grund eines Flusses gefunden.

Summa summarum macht die Edda wohl neben Ilias, Odyssee und dem Artus-Sagenkreis die wichtigsten Anfänge europäischer Literatur aus, deren weitverzweigtes Netzwerk an Mythen bis in die Gegenwart hineinreicht.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die germanische bzw. altnordische Mythologie kennen wir aus der "Edda", die eigentlich aus zwei altisländischen Büchern besteht: Der "Lieder-Edda" (oder "Ältere Edda", aus dem 9.-13. Jh.) umfasst viele Götter- und Heldenlieder, die "Snorra-Edda" (oder "Jüngere Edda",um 1225) - nach ihrem Schreiber Snorri Sturluson benannt - ein Mythen-Lehrbuch. Zur "Älteren Edda" gehört z.B. auch die Heldensage von Siegfried ud Brunhild, Vorbild für die Geschichte im Nibelungenlied. Auch Wagner greift schließlich die germanische Sage in seinem "Ring des Nibelungen" auf.
Alles gute Gründe, um sich mit der germanischen Mythologie einmal genauer zu beschäftigen. Nun ist die Übersetzung von Karl Simrock zwar keine in modernes Deutsch, aber vielleicht wird einem so der zeitliche und gedankliche Abstand zur "Edda" auch erst bewusst und die altertümliche Sprache erscheint um so geheimnisvoller. Sehr hilfreich ist es in jedem Fall, zunächst das Nachwort und im Laufe der Lektüre immer wieder das Register heranzuziehen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Vollständig, aber auch völlig unerschlossen
Schön ist, dass der Autor nicht nur die ältere Edda wiedergibt, sondern dem die jüngere anhängt. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Dirk Dunkel veröffentlicht
Keine Erklärungen..
Ich widerspreche meinen Vorrednern mal, dies ist die "Edda" ohne Erklärungen, woher soll ein "Laie" denn wissen, wer Odin, Loki, Sleipnir, Draupnir oder auch Munin ist? Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Gummiq veröffentlicht
*
Ein kleiner Makel ist vielleicht auszusetzen. Die Namen der Götter werden meist im Register erläutert, einige Male aber auch im Text. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von ragi11 veröffentlicht
Wunderbar, wenn auch mit Schönheitsfehlern
Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen. Es ist eine sehr schöne Niederschrift der nordisch/germanischen Mythologien, wie sie nur schwer zu bekommen ist. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Gesine Betker veröffentlicht
Germanische Götter- und Heldensagen
Die Edda besteht aus zwei Teilen: Einmal die ältere und dann noch die Jüngere Edda. Sie handeln von den Erlebnissen bzw Heldentaten der germanischen Götter oder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. April 2010 von Ines Müller
Die Edda in neuem Gewand - lohnenswert
Wer sich für mittelalterliche Sagen im Allgemeinen und für die nordischen im Besonderen interessiert, kommt um dieses Buch nicht herum. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2010 von Sabine Hunsicker Media-Mania.de
Die alte Bibel
Stabreime aus dem Frühen Mittelalter gut aufbereitet.

Bevor die Christen den hohen Norden für sich einnahmen glaubten die Menschen hier an Thor, Odin und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juni 2006 von Liana
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