Wahrscheinlich bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ich hatte gehofft einen Bericht über das Aufstöbern, Restaurieren und Segeln einer Dschunke zu finden. Dies hier ist allerdings eine völlig unstrukturierte, zusammenhanglose Ansammlung von Reiseanekdoten. Das Buch beginnt wie selbstverständlich mit der Einfahrt in irgendeinen asiatischen hafen. Weder erfährt man wie es zu dem Schiff kam, noch wer darauf mitsegelt. Der ständige Mannschaftswechsel wird nur selten erklärt, ständig wird man mit neuen Namen konfrontiert, die man mangels der Vorgeschichte überhaupt nicht zuordnen kann.
Auch die Dschunke selbst wird nur am Rande erwähnt und bietet eigentlich nur eine austauschbare Bühne für die Reisehandlung.
Vielleicht hätte ich das Vorgängerbuch zuerst lesen müssen, um etwas besser orientiert zu sein.
Ich war jedenfalls recht enttäuscht. Dschunke - Fehlanzeige!
Nichtsdestotrotz sind die einzelnen Geschichten recht unterhaltsam und geben einen guten Einblick in die verschiedenen Kulturen.