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Die Drogenlüge: Warum Drogenverbote den Terrorismus fördern und Ihrer Gesundheit schaden
 
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Die Drogenlüge: Warum Drogenverbote den Terrorismus fördern und Ihrer Gesundheit schaden [Taschenbuch]

Mathias Bröckers
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bröckers ist mit allen Wassern des Journalismus gewaschen." --SWR2 Die Buchkritik, 30.03.2011

Kurzbeschreibung

1909 brachte eine internationale Opiumkommission das erste Globalisierungsgesetz auf den Weg, das Verbot von Drogen. Ein Jahrhundert später ist dieses Verbot nicht nur sozial- und gesundheitspolitisch gescheitert, sondern unterminiert durch seine Nebenwirkungen die Rechtsordnung und Gesellschaft in vielen Regionen der Welt: Drogengeld ist die Hauptfinanzquelle des internationalen Terrorismus und der organisierten Kriminalität. Die Kosten des Verbots übertreffen bei weitem die gesellschaftlichen Schäden des Drogenkonsums. Nur ein Ende der Prohibition und die konsequente Legalisierung aller Drogen kann diese Spirale von Schwarzgeld, Gewalt und Terror stoppen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Klassiker 19. September 2010
Von Sirob
Alle kennen die Diskussion. Sollte man Drogen nicht besser legalisieren und damit der Unterwelt einen Strich durch die Rechnung machen oder überwiegen die Vorteile eines Verbots? Durch einen Artikel auf Telepolis bin ich auf das Buch von Mathias Bröckers gestoßen. Bröckers spricht sich mit leichten Einschränkungen für eine absolute Entkriminalisierung von Drogenkonsum aus. Freilich vertritt er damit eine extreme Auffassung. Es gelingt ihm aber seine Meinung auf sachliche Weise faktenreich zu belegen. Teilweise greift er aber auch auf Polemik, Ironie und Sarkasmus zurück, was das Buch aber spanned und gut lesbar macht und die Objektivität nie (ganz) in Frage stellt. Selbstverständlich muss man nicht seiner Meinung sein. Aber ein gutes Sachbuch muss provozieren. Das tut Bröckers mit einem Perspektivenwechsel, der dem Leser deutlicht macht, dass die Drogenprohibition nicht nur ein Thema von gesundheitspolitisches Relevanz ist, sondern bis in die Gipfel weltweiter Kriegs- und Aussenpolitik reicht. "Die Drogenlüge" dürfte zum Sachbuch-Klassiker werden. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Es sind gewagte Thesen die Mathias Bröckers in DIE DROGENLÜGE formuliert hat, doch lässt man sich auf das Buch ein, so erkennt man schnell das Bröckers seine Thesen auf fundierte Zahlen und Fakten stützt. Und das sollte im Lage der Drogenprohibitionsanhänger wirklich für ein Umdenken sorgen, denn haben nicht zuletzt die blutigen Drogenkriege in Mexiko und die sich zunehmend aus dem Drogengeschäft finanzierenden Taliban bewiesen, dass selbst verschärfte Drogengesetze in Europa und den USA nichts gegen ein Esaklieren dieser Konflikte ausrichten können. Nicht weil es eben einfach innenpolitische Probleme sind mit denen zwei weit weg von Europa liegende Staaten sind, sondern weil mit jeder Verbotsverschärfung die Profitchancen für die Drogenbarone der südamerikanischen Kartelle und afghanischen Taliban schlicht steigen. Das Geschäft wird für sie damit umso lukrativer und die mexikanische Regierung wie auch die NATO-Truppen in Afghanistan kämpfen umso mehr auf verlorenem Boden.

Denkt man an manche südamerikanische Befreiungsarmeen die nach Erlahmen ihres revolutionären Interesses groß ins zunächst nur als Finanzierungsmöglichkeit gedachten Drogengeschäfts eingestiegen sind, dann erkennt man schnell den destabilisierenden Einfluss von globaler Drogenprohibition auf die betreffenden Staaten. Welche wirtschaftlichen Folgen Drogenverbote haben ist mittlerweile sogar Gegenstand volkswirtschaftlicher Untersuchungen geworden und die Kosten-Nutzen-Rechnung sieht gar nicht gut aus. Die steigenden Aufwände für den Ausbau der Exekutive stehen astronomischen Gewinnspannen der großen Dealer gegenüber, die ihre Verluste durch jede Verschärfung der Gesetze und Maßnahmen einfachst wieder wett machen können. Volkswirtschaftlich würde eine gezielte Aufklärungspolitik auch die durch die steigenden Drogenpreise angeheizte Beschaffungskriminalität weitgehend beseitigen können. Zugleich arbeiten Pharmakonzerne immer wieder daran jene etwa in Cannabinoiden und Opiaten enthaltenen Stoffe künstlich zu reproduzieren, da die einstigen Naturheilmittel ja bekanntlich als verbotene Substanzen klassifiziert werden. Auch ihnen könnte eine (Teil-)Legalisierung einiges an Kosten ersparen und Gewinne einbringen, Träumereien von Fair Trade Hanf miteingeschlossen.

Soviel zu den bestürzenden Facts, die Mathias Bröckers in DIE DROGENLÜGE zusammengefasst hat. Das Buch das von manchen wohl schon aufgrund des verschwörungstheoretisch angehauchten Titels abgelehnt werden dürfte, hätte eine Lektüre jedoch deutlich verdient. Denn vieles von dem was Bröckers anspricht ist nur schwer von der Hand zu weisen, auch wenn einem die Aufmachung nicht immer gefallen muss.

Natürlich das Buch hat so seine Macken. Bröckers verfolgt etwa sehr anschaulich die Entstehung der globalen Drogenpolitik nach den beiden Opiumkriegen Großbritanniens nach und scheut sich nicht das machtpolitische Kalkül der USA hinter ihrer Forcierung einer Anti-Drogen-Politik offenzulegen, nämlich damit die Briten in Ostasien zu schwächen. Wie es dem amerikanischen Top-Bürokraten Harry Anslinger gelang aus dem zunächst als Rohstoff kaum wegzudenkenden Hanf das Mörderkraut Marihuana zu machen überrascht vielleicht manch europäischen Leser, weil dahinter handfeste rassistische Gedankengänge steckten, doch man muss bedenken dass es diese USA waren die sich erst Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer Aufhebung der Rassendiskriminierung durchringen konnten. Zweifelsfrei sehr anschaulich wäre im Sinne Bröckers "Aufklärungspolitik" gewesen, mehr Parallelen zur Alkoholprohibition der USA zu ziehen, die ja damals auch ein florierendes Geschäft für die Mafia war, die öffentliche Ordnung erschütterte und durch Schwarzgebrannten für immer wieder neue Nachrichten Alkoholtoter sorgte. In Zeiten des Koma-Saufens in deutschen, österreichischen oder schweizer Diskothen ist ein Ruf nach Alkoholprohibition jedoch nicht zu vernehmen. Man akzeptiert im Grunde dass jeder für seinen legalen Drogenkonsum selbst verantwortlich ist und nimmt auch die geringe Todesquote junger Männer und Frauen in Kauf, die es damit übertrieben haben. Der Vorteil ist jedoch, diese Drogen sind reglementiert, der Staat verdient durch Steuern an ihnen, die lokalen Brauereien und dergleichen schaffen Arbeitsplätze und die gesamte Gesellschaft zieht ihren Nutzen daraus, auch wenn einzelne sich dem Suff hingegeben haben, außerdem ist die Gefahr durch Schwarzbrennereien an allzu gesundheitsschädliche Getränke zu kommen gebannt, wer jedoch trotzdem gerne selber brennt tut dies unter Rücksichtnahme auf die eigene Gesundheit.

Problematisch erweist sich für Bröckers Buch dass er zeitweise einfach den roten Faden verliert. Der geschichtliche Exkurs wird etwa schnell beendet. Dabei gäbe es hier doch soviel mehr zu erzählen. Auch schwankt Bröckers zeitweise zwischen dem Beispiel USA und Deutschland. Was wohl an seinen Quellen liegen mag, denn Bröckers stützt sich stark auf Jack Herer und einige Seiten stammen sogar direkt vom amerikanischen "Enthüllungsjournalisten" Daniel Hopsicker über das Thema der US-gesponserten Drogendeals südamerikanischer Contras. Von hier mag wohl auch so mancher Vorwurf rühren, DIE DROGENLÜGE wäre ein verschwörungstheoretisches Machwerk, aber Westend ist nicht der Kopp Verlag. Die CIA, ob man es nun akzeptiert oder aus welch irrationalen Gründen immer auch verdrängt, hat das Drogengeschäft stets genutzt um etwa US-affinen Rebellen überall auf der Welt unter die Arme zu greifen. Diese Politik stammt aus dem Kalten Krieg, ist aber wie am Beispiel Afghanistans auch öffentlich verlautbart wurde (die NATO hat offiziell ihre Angriffe auf Drogenplantagen eingestellt weil diese nur den Bauern aber nicht den Drogenbaronen schaden, man sie so also weiterhin den Taliban in die Arme getrieben hätte) immer noch Teil der US-Außenpolitik.

Kritisch sehen kann man allerdings Bröckers übermäßigen USA-Bezug, auch wenn er gegen Ende wieder nach Deutschland zurückschwenkt. Die Iran-Contra-Affäre ist jedenfalls beinahe omnipräsent und soll als Beispiel par excellence dienen. Dass Bröckers auch das Goldene Dreieck und den Vietnamkrieg als Beispiele für die schizophrene Drogenpolitik der USA nennt lässt einen zwar erwarten dass er auch darauf eingeht, aber er tut es nicht. Was schade ist, denn wie bei so vielen anderen geschichtlichen und thematischen Exkursen wird auch dieser nicht zu Ende geführt. Ebenso unvollkommen ist Bröckers Bezug zu den beiden Modellen für europäische Drogenentkriminalisierung Portugal und die Niederlande. Im Großen und Ganzen zwar eine anregende Lektüre, doch viel zu vieles bleibt auf Anmerkungen beschränkt und über allem dominiert das Beispiel USA. Man hätte mehr draus und das Werks o auch weniger angreifbar machen können. Am Ende weiß man zwar dass Bröckers sich vor allem anderen für eine Legalisierung von Hanf einsetzt, zugleich ist in seiner Argumentation aber auch alles andere eingeschlossen. Der Eintritt für eine solche pauschale Legalisierung muss jedoch auf vehementen Widerstand stoßen, zumal sich Bröckers "aufklärerisch" nur mit Hanf auseinandergesetzt hat, das neuesten Studien zufolge durchwegs gesünder als Nikotin oder Alkohol ist und als Nutz- wie Heilpflanze beachtliches Potential verspricht.

Fazit:
Durchaus seriöser als der verschwörungstheoretisch anmutende Titel vermuten lässt. In der Argumentation jedoch manchmal relativ sprunghaft und weitgehend auf das Beispiel USA fixiert. Auf Deutschland und Europa kommt Bröckers erst gegen Ende zu sprechen. Dennoch sind die vorgebrachten Argumente rational und logisch nachvollziehbar und das ist der große Mehrwert des Buchs.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
unbedingt lesen! 22. Oktober 2010
Auch ich kann das vorliegende Buch nur uneingeschränkt zum Kauf empfehlen. Ich finde, es ist das Beste was seit langem zum Thema erschienen ist.
Das Buch steht in der Tradition der Bücher von Heinz Georg Behr wie "Weltmacht Droge" oder "Von Hanf ist die Rede", bringt uns aber auf den neuesten Stand. Die Fakten, zur Geschichte der Prohibition, der Verstrickung "befreundeter" Geheimdienste in den Drogenhandel zur Finanzierung verdeckter Terroraktionen und außerparlamentarischer Außenpolitik selbst sind nicht neu und dem aufmerksamen Medienkonsumenten dürfte vieles sehr bekannt vorkommen. M. Bröckers führt die Fakten aber so zusammen, dass daraus ein stimmiges Gesamtbild wird und so bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Dabei kommen neurophysiologische, philosophische und religiöse Aspekte nicht zu kurz. Wen interessiert, warum vor 75 Jahren in "gute" und "schlechte" Drogen unterschieden wurde, warum an der Prohibition, gegen alle Vernunft und gegen jede Menschlichkeit unter allen Umständen festgehalten wird, und wer außer dem organisierten Verbrechen noch von der "Drogenlüge" profitiert, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Dabei ist es definitiv kein verschwörungstheoretisches Buch. Wer solches behauptet, gehört meines Erachtens zu den Claqueren der Prohibitionsprofiteure bzw. zu deren nützlichen Idioten.
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