Die Protagonisten im Buch (Jarlaxle und Artemis Entreri) sind gut dargestellt. Ihre Handlungen und Sichtweisen weichen vom Gutmüdiger-Held-Einheitsbrei ab. Wirklich "böse" sind beide nicht (bzw. nicht mehr, was Entreri angeht). Salvatore versucht den Spagat von einem symphatischen Anti-Helden mit dunkler Vergangenheit hinzubekommen, was meistens auch klappt. Irgendwie fiebert man doch mit den beiden mit.
Die Story selbst ist sehr dünn. Etwa 80% des Buches geht es nochmal um die Handlung, die auch schon im Vorgänger gezeichnet wurde. Die Spannung bezieht das Buch auch nicht aus der Handlung und auch nicht aus der Frage, ob die Protagonisten wohl überleben werden, sondern eher daraus, wie sie wohl auf die unterschiedlichen Gegebenheiten reagieren.
Der letzte Teil des Buches beschäftigt sich mit einer Angelegenheit aus Entreris eigener Vergangenheit.
Ich habe alle Bücher aus den vergessenen Welten aus Salvatores Feder gelesen. Ich habe sie gern gelesen und warte schon auf das nächste. Ich gebe hier aber deshalb nur vier Sterne, weil die story doch arg dünn ist.
Insgesamt ein Buch, dass ich zumindest jedem bisherigen Leser der Reihe empfehle. Leser, die sich bisher nicht mit Salvatores Büchern beschäftigt haben, sollten vielleicht zunächst ein anderes Exemplar aus der Reihe probieren.