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Die Drachen-Bande - Das Phantom um Mitternacht: Band 4
 
 
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Die Drachen-Bande - Das Phantom um Mitternacht: Band 4 [Taschenbuch]

Peter Freund , Florian Freund
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Laura - Superstar! Knister-Spannung für Familien & Co." (Bildwoche )

"Was Harry Potter kann, kann Laura auch." (Focus )

"Laura kämpft gegen das Böse. Ein wunderschönes Buch!" (Bild am Sonntag )

Kurzbeschreibung

Nächtlicher Einsatz für die Drachen-Bande!

Ein Phantom geht um in Rock City! Eine raffinierte Einbruchserie hält alle in Atem – und am Tatort finden sich Botschaften von einem rätselhaften „Phantom der Nacht“. Die Drachen- Bande glaubt nicht an Gespenster – und stößt auf Spuren, die mitten in einen Zirkus führen. Jetzt heißt es, schnell zu handeln, denn der Zirkus gibt nur ein kurzes Gastspiel …

• Die neue Kinderkrimireihe von Bestsellerautor Peter Freund
• Detektiv-Abenteuer in der Tradition von „Die drei ???“, „Fünf Freunde“ oder „TKKG“

Klappentext

"Peter Freund trifft mit seinen Büchern den Geschmack des jungen Publikums."
Der Tagesspiegel

"Laura - Superstar! Knister-Spannung für Familien & Co."
Bildwoche

"Was Harry Potter kann, kann Laura auch."
Focus

Über den Autor

Peter Freund ist seit 1980 in der Film- und Fernsehbranche tätig und lebt und arbeitet in Berlin. Schon seit Ende der 80er-Jahre hat er neben Drehbüchern für Filme und Serien immer wieder auch Romane und Geschichten geschrieben und veröffentlicht. Sein bisher größter Erfolg ist die »Laura Leander«-Reihe, die Kinder wie Erwachsene begeistert, die Bestsellerlisten stürmt, in neunzehn Sprachen übersetzt und in zweiundzwanzig Ländern weltweit veröffentlicht wurde.

Florian Freund, bis vor kurzem noch Mitglied einer Rock-Band, verfasste zusammen mit seinem Vater die aufregenden Abenteuer rund um „Die Drachen-Bande“.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Jan, Julia und Marie, die ihre Hunde eben noch über den Übungsparcours im weitläufigen Garten von Opa Ludwig gescheucht hatten, standen am Zaun und blickten fasziniert auf die andere Seite. Auf der verwilderten Wiese gleich hinter dem gemütlichen Backsteinhaus von Jan und Julias Großvater war über Nacht ein Dorf aus dem Boden gewachsen: ein Dorf aus zahllosen Wohnwagen, Stall- und Versorgungszelten, Käfigwagen und Außengehegen. In der Mitte des bunten Durcheinanders ragte das riesige, von farbenprächtigen Wimpeln geschmückte Zirkuszelt auf. ZIRKUS BARRASANI stand in leuchtenden Buchstaben auf der Fahne, die an der Spitze des höchsten Mastes wehte.
Marie konnte sich an dem Anblick einfach nicht sattsehen. Das blonde Mädchen wusste nämlich schon ganz genau, was es einmal werden wollte: Tierärztin! Und so gab es für die Elfjährige kaum etwas Schöneres auf der Welt als Tiere. Und wann bekam man in Rock City schon einmal derart exotische Exemplare leibhaftig und zum Greifen nah zu sehen?
Neben einem der Wagen rupften zwei Zebras das trockene Gras, drei Lamas und vier Emus stolzierten herum und etwas weiter hinten studierte ein Mann eine Reiternummer auf einem Trampeltier ein. In die fremdartigen Laute der Tiere mischte sich hin und wieder das Gebrüll einer Raubkatze, eines Löwen vermutlich.
Doch die größte Attraktion war ein putziger Schimpanse, der, mit einem Basecap und einem Spiderman-T-Shirt bekleidet, auf einem Wagendach hockte und in aller Seelenruhe eine Banane schälte. Marie wäre am liebsten über Zaun und Absperrung gestiegen, um den geschickten Bewegungen und den witzigen Grimassen des Affen aus nächster Nähe zuzusehen.
"Ist der niedlich", rief die drei Jahre jüngere Julia. "Wenn er nicht futtern würde, könnte man denken, er wäre ein Kuscheltier." Potter, ihr kleiner Jack-Russell-Terrier, sprang am Zaun hoch und kläffte eifersüchtig, aber sein Frauchen beachtete ihn nicht. Genau wie ihr Bruder und Marie war auch das Nesthäkchen der Drachen-Bande ganz in das bunte Treiben auf dem Zirkusgelände versunken.
Mit strahlender Miene sah Marie die Freunde an. "Was haltet ihr davon, wenn wir uns morgen die Premierenvorstellung ansehen?"
"Superidee!", sagte Julia. "Zum Glück sind
Ferien. Da erlauben unsere Eltern bestimmt, dass ich ausnahmsweise mal länger aufbleibe." Sie drehte sich zu ihrem Bruder um. "Meinst du nicht auch, Jan?"
"Sie hätten bestimmt nichts dagegen." Der Junge mit der schwarzen Wuschelmähne lächelte sie freundlich an. "Obwohl du erst acht bist!"
"Dann ist es also abgemacht", sagte Marie und zog ihr Handy aus der Tasche. "Ich ruf schnell Einstein an. Vielleicht hat er ja auch Lust mitzukommen."
"Vergiss es." Jan schüttelte den Kopf. "Erstens ist die Premiere mit Sicherheit schon ausverkauft und zweitens hat Albert bestimmt keine Lust." Sein eigenartiger Unterton und seine Geste - er rieb den Daumen am Zeigefinger - machten Marie klar, dass er etwas ganz anderes meinte: Albert Stein, der wegen seines phänomenalen Intelligenzquotienten nur Einstein genannt wurde, hatte schlichtweg kein Geld für die teuren Eintrittskarten.
Einstein war das vierte Mitglied der Drachen-Bande und zugleich Jans bester Freund. Auf dem Nachhauseweg vom Paracelsus-Gymnasium - beide besuchten nicht nur die gleiche Klasse, die 7a, sondern nahmen auch an dem Computercrashkurs teil, der dort während der Ferien angeboten wurde -hatte Albert ihm anvertraut, dass in seiner Kasse mal wieder totale Ebbe herrschte. Und auf eine Finanzspritze seiner Mutter konnte Einstein leider auch nicht hoffen. Martina Stein war alleinerziehend und kam mit dem schmalen Gehalt, das sie im Kaufhaus am Markt verdiente, eher schlecht als recht über die Runden. Deshalb bekam Albert nur ein bescheidenes Taschengeld und Extraausgaben waren für ihn einfach nicht drin. "Diesen Monat wird's noch knapper", hatte Einstein missmutig gebrummt. "Mama muss auch noch Sylvia unter die Arme greifen. Das ist ihre beste Freundin, wie du weißt. Sylvia musste ihre Stelle im Café ja wieder aufgeben."
"Wieso denn das?", hatte Jan neugierig gefragt.
"Ach", hatte Einstein geseufzt. "Die arme Sylvia ist ein einziges Nervenbündel und leidet außerdem unter diversen Angstzuständen, unter anderem an Cleisio- und Anthropophobie." Auf Jans befremdeten Blick hin hatte der superkluge Einstein sofort erklärt, was das bedeutete: "Cleisiophobie ist die Angst vor geschlossenen Räumen und Anthropophobie bezeichnet die übersteigerte Angst vor anderen Menschen. Deshalb nennt man das in der Umgangssprache auch >menschenscheu"Ah ja, ich verstehe", hatte Jan beeindruckt gemurmelt.
"Und weil Sylvia daran leidet, musste sie die Stelle als Bedienung wieder aufgeben. Aber mit den Putzjobs, die sie nebenbei erledigt, verdient sie gerade mal die Miete." An einen gemeinsamen Zirkusbesuch der Drachen-Bande war also nicht zu denken. Und Albert würde sich die teuren Tickets bestimmt auch nicht von seinen Freunden schenken lassen. Dazu war er viel zu stolz. Er moserte schließlich schon herum, wenn sie ihn zu einer Cola oder einem Hamburger einluden. Dabei liebte Einstein Hamburger über alles und hatte nicht das geringste Problem damit, ein halbes Dutzend auf einmal zu verputzen.
Von der Straße her ertönte ein wohlbekanntes Bellen - Zweistein, Alberts Bobtail. Tarzan, Jans Border-Collie und Diva, Maries Golden-Retriever-Hündin, stimmten augenblicklich ein und jagten, gefolgt von Potter, zum Gartentor. In dem Lärm hörte man noch das leise >Pling< einer Fahrradklingel.
"Was ist denn jetzt los?", fragte Jan verwundert. "Einstein hat doch gesagt, dass er heute zu Hause bleibt."
Aber es war tatsächlich der Freund, der ihnen samt Rad und Zweistein auf dem Gartenweg entgegenkam. Seine Wangen leuchteten so rot wie seine Haare - Einstein musste also in höchster Eile zum Drachen-Nest geradelt sein! Dennoch schien er bestens gelaunt. Er ließ das Fahrrad ins Gras fallen und zog einen Stapel Karten aus der Hosentasche. "Was ist denn das hier für ein Zirkus?", fragte er und grinste wie ein bekiffter Gorilla.
"Kannste nicht lesen? Steht doch oben auf der Fahne: >BARTUNDSANI"Tatsächlich? Dann wurde der Zirkus wohl von einem Herrn Bart und einer Frau Sani gegründet." Albert zwinkerte Julia fröhlich zu und drückte ihr die Karten in die Hand. "Überraschung: Hier sind vier Freikarten für die Premiere morgen Abend! Ist das nicht der Hammer?" Albert strahlte seine Freunde an wie eine Hunderttausend-Watt-Leuchtkugel. "In ganz Rock City ist kein müder Stehplatz mehr zu haben, aber die Drachen-Bande sitzt natürlich in der ersten Reihe."


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