86 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligenter Film, 6. März 2006
Von Ein Kunde
Ich kann die vorherigen schlechten Rezensionen nur schwer verstehn. Der Film ist spannend aufgebaut, es ensteht nie Langeweile und es ist auch nicht von Anfang an klar, wie die Film enden wird - das macht einen guten Film aus. Das politische Thema wird anhand eines fiktiven afrikanischen Staates aktuell. Der Film ist absolut sehenswert für Leute, die nicht immer nur Gewalt, Sex und Blutspritzern den Vorzug geben.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Für die große Leinwand, 16. Juni 2009
Als ich diese DVD zum ersten Mal angesehen habe, konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Inzwischen habe ich einen größeren Fernseher, und auf dem größeren Schirm hat er mir mehr zugesagt. Gerade weil bei diesem Thriller die "action" in den Hintergrund tritt und viel mit Räumen (es wurde im UN-Gebäude gefilmt), Licht und Schatten und mit Gesichtern gearbeitet wird. Ein Film fürs Kino also; trotzdem ist es sinnvoll, die DVD anzuschauen, weil man auf ihr die Original-Tonspur hat. Der Wechsel zwischen verschiedenen Sprachen und auch die Varianten des Englischen, die gesprochen werden (Kidman spricht z.B. ein britisch klingendes Englisch, das sie unter den Amerikanern gleich als Fremdkörper ausweist) sind ein wichtiges Element des Films.
Nicole Kidman ist als afrikanische Farmerstochter natürlich eine grandiose Fehlbesetzung. Vielleicht war es die Absicht der Macher des Films, jemanden zu präsentieren, der allen Vorstellungen, die der Zuschauer hat, widerspricht. Aber so wie sie aussieht und wie sie spielt, nimmt man ihr einfach nicht ab, daß sie ein Teil des fiktiven afrikanischen Landes sein soll. Ihre Lebensgeschichte bleibt Behauptung; es fällt schwer, sie mit der Person, die man gezeigt bekommt, zu verbinden. Das schwächt die Wirkung des Films.
Manches am Film wirkt etwas naiv: Es wäre ja schön, wenn man einen Präsidenten vom UN-Podium weg wegen Menschenrechtsverletzungen verhaften könnte. Am Schluß wird der Film ein wenig kitschig und scheint auch nicht so recht zu wissen, worauf er hinauslaufen will. (Man hat zwei verschiedene Schlüsse gedreht.) Alles in allem kann man ihn aber doch empfehlen; er ist spannend, gut gemacht, inhaltlich interessant - und ein wenig Humor hat er auch.
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein gewöhnlicher Thriller, 20. Juni 2005
Sydney Pollak, der Siebzigjährige, gehört zu den ganz großen Regisseuren unserer Zeit. Er liebt Thriller (Die Firma) ebenso wie bittersüße Liebesgeschichten (Jenseits von Afrika). Und wenn er mit dem dynamischen Duo Nicole Kidman und Sean Penn einen Thriller dreht, dann sind Hochspannung und Brillanz angesagt.
In dieser Verschwörungsgeschichte spielt Nicole Kidman eine Simultandolmetscherin bei der UN. Und in den heiligen Hallen der Vereinten Nationen wurde erstmals gedreht. Zur falschen Zeit, am falschen Ort, erfährt Sylvia Broome (Nicole Kidman) in einem belauschten Gespräch zufällig etwas von den Attentatsplänen, die einem afrikanischen Diktator gelten. Skrupellose Politiker wollen durch das vorgetäuschte Attentat einen Putsch herbeiführen. Eigentlich ist Sylvia Broome als Mitarbeiterin der UN zur Geheimhaltung verpflichtet. Doch als Zeugin dieses Mordkomplotts fühlt sie sich zum handeln gedrängt. Ihre Zeugenschaft in der Dolmetscherkabine ist nicht unbeobachtet geblieben, deshalb gerät sie selbst in höchste Gefahr, und muss um ihr Leben fürchten. Sie sucht Hilfe beim FBI und trifft auf den Spezialagenten Tobin Keller (Sean Penn).
Wenn es bei Sylvia um Sprache und Stimme geht, so muss Keller sich vornehmlich mit Gesichtern befassen, um hinter dem Erscheinungsbild der Menschen ihre tatsächlichen Absichten zu erkennen. So ist es seine Aufgabe auch heraus zu finden, wie ernst die Aussage von Sylvia Broome ist. Doch was er bei seinen Recherchen über die Vergangenheit der Dolmetscherin erfährt, erschüttert in seinen Augen ihre Glaubhaftigkeit erheblich und gibt ihm zahlreiche Rätsel auf. Um die wirkliche Bedrohung richtig einschätzen zu können, muss Keller erst einmal die wirkliche Lebensgeschichte von Sylvia Broome kennen lernen. Er findet heraus, die Dolmetscherin ist ausgerechnet in dem afrikanischen Land aufgewachsen, dessen Diktator umgebracht werden soll. Und es gibt sehr viele Ereignisse, die sie verdächtig machen. Zwischenzeitlich zieht sich die Schlange immer weiter zu.
Es ist ein undurchsichtiger und ungewöhnlicher Thriller, weil sich bei dem spannenden Wettlauf gegen die Zeit, nicht nur moralische Fragen aufwerfen, sondern eine Zuneigung zwischen Dolmetscherin und Agent entsteht. Das Herz des Films ist vielleicht nicht die Story über die Verhinderung des Attentats, sondern die Geschichte dieser zwei beschädigten Seelen, die im Odium ihrer Erinnerungen leben, deren Bewältigung sie sich nicht ansehen und anmerken lassen wollen.
Großartiges Kino, wie sich Nicole Kidman und Sean Penn, misstrauen und belauern, den Schutzschild des anderen zu durchbrechen versuchen, ohne selbst etwas zu verraten.
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