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Die Diktatur des Profits
 
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Die Diktatur des Profits [Gebundene Ausgabe]

Viviane Forrester , Tobias Scheffel
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 210 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 2 (5. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446199985
  • ISBN-13: 978-3446199989
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 395.080 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ihre Worte haben schon mindestens ein Menschenleben gerettet, erzählt die Autorin gerne. Ein Langzeitarbeitsloser wollte sich umbringen, doch dann griff er zu Der Terror der Ökonomie, dem ersten Verkaufsschlager von Viviane Forrester. Der Selbstmordkandidat musste das Buch gar nicht zu Ende lesen, denn von allen Buchseiten strömt sie wortgewaltig, die erlösende Botschaft: "Du bist nicht Schuld an deiner Arbeitslosigkeit. Es ist schuld."

Diese Botschaft wiederholt sich auch im Folgewerk. Die 78-Jährige kleidet zudem die Angst in Worte, dass herkömmliche Arbeitsplätze für immer verschwinden. Aber noch mehr: Es versklavt uns und zerstört unsere Gesellschaft, es ist der Anfang vom Völkermord, es ist noch vieles mehr -- und, vor allem: Es ist an allem Schuld.

Dieses Es war im ersten Buch die Globalisierung. Die Autorin wurde eine Heroine der Arbeitslosen (zumindest in ihrem Heimatland Frankreich), aber bekam auch Kritik von links. Schließlich scheint die Globalisierung unvermeidbar -- somit resistent gegen Revolutionen. Kann man also nicht dagegen kämpfen? Forrester verschweigt die Antwort, sie ist schließlich keine Revoluzzerin oder Ökonomin, sondern Schriftstellerin. In ihrem jüngsten Werk -- aus Terror wurde Diktatur, "Es" hat also die Herrschaft übernommen -- windet sie sich aber elegant aus diesem Problem. Überdeutlich differenziert sie: Das Böse ist der "Ultraliberalismus", der lediglich die Globalisierung benutzt. Wer oder was genau dahinter steckt, bleibt diffus, damit die Verschwörungstheorie funktioniert; mit Namen oder Fakten hält sich die Autorin auch nicht lange auf. Sie geht erneut ihren Erfolgsweg, ein flaues Gefühl in Worte zu fassen und einen gigantischen, globalen Sündenbock aufzubauen. Wieder ist es ihr gelungen, eine Angst der westlichen Gesellschaft zu dokumentieren -- und in Worte zu fassen, die bewegen. --Frank Rosenbauer

Pressestimmen

"Die konsequente Fortschreibung ihres Weltbestsellers Terror der Ökonomie. Viviane Forresters Verdienst ist es, dem Individuum, das sich über die zunehmende Unsicherheit seiner Existenz ängstigt und empört, mit ihren Büchern eine Stimme zu geben." Georg M. Oswald, Die Woche "Forrester ... ist keine Marxistin, sondern eine konservative Liberale; sie beklagt die Verantwortungslosigkeit der neuen Manager. In ihren Augen tun die Herren Michelin, Sommer und Ghosn nicht einfach ihre Pflicht, sondern sie sind Täter, die ihre Opfer in die Arbeitslosigkeit schicken." Reinhard Blomert, Berliner zeitung, 31.3./1.4.01

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aktueller denn je 15. November 2004
Format:Taschenbuch
Die Jahre der Sprachlosigkeit angesichts der Unsichtbarkeit der Globalisierungsakteure sind gezählt.
Es ist mit Frau Forresters Verdienst, das Dilemma in Worte gefasst zu haben. Wenn alle Konzerne ihre Monopolisierungstendenzen und massenweisen Arbeitsplatzabbau mit der anonymen Globalisierung begründen, muss Strategie dahinter stecken. Dann gibt es keine rationalen, qualitativen Argumente mehr in der Marktwirtschaft sondern nur noch den Konkurrenten als Alibi, es ihm gleich zu tun.
Und alle leiden darunter: Das Gemeinwesen, dem die Steuereinnahmen vorenthalten werden. Die Arbeitslosenversicherung, der die Kosten für Arbeitslosigkeit und sog. "Sozialpläne" aufgebürdet werden. Die Mitarbeiter, die in vermeintliche "Unwürde" entlassen werden. Die Kunden, denen zunehmend vereinheitlichte Produkte mittels einer unsäglichen Werbepropagande aufgedrängt werden. Die Fondssparer, die privat für ihre Rente sparen und in eine Schizzophrenie zwischen Angst vor Arbeitsplatzverlust und schlechter Börsenentwicklung getrieben werden.

Globalisierung ist als Begriff, als Vorwand für das alles geschickt gewählt, weil er keine Handelnden, keine Täter benennt. Jedoch wird klar, dass die neuen Grenzen zwischen den Großkonzernen, deren millionendotierte Jobs sich eine kleine Insidercommunity aufteilt, und ihren Angestellten sowie dem von den Monopolisten aufgeriebenen Mittelstand verläuft.

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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die 1927 geborene Französin Forrester hat einen Essay abgeliefert, der ebenso wie "Der Terror der Ökonomie" kämpferisch ist, aber ein wenig an analytischen Qualitäten gewonnen hat. Forrester ist entsetzt über Ungleichheit, Armut und Arbeitslosigkeit, die die weltweite Verbreitung des Kasinokapitalismus mit sich gebracht hat. Sie will ermutigen zum Widerstand. Dabei malt sie in Form einer "self-destroying prophecy" die Gefahr an die Wand, dass sich die angelsächsische "workfare" also Zwangsarbeit für Arbeitslose zu einer Form der neuen Sklaverei ausweitet. Sie sieht in der Ausgrenzung Arbeitsloser eine Vorstufe zu totalitärer Herrschaft. Schon heute habe sich eine ideologische Diktatur breitgemacht, die des "Ultraliberalismus" (Neoliberalismus), die die Demokratie abschaffen könnte, die sich aber stark genug wähnt, die Fortexistenz der Demokratie zu tolerieren. Die neuen globalen Herren, die in Konzernzentralen und noch mehr in globalen Institutionen wie Weltwährungsfonds oder Weltbank sitzen, wollen nicht selbst die Macht übernehmen, sondern üben finanziellen Druck auf die demokratisch gewählten Regierungen aus. Diesen können sich nur, so Forrester, mit Hilfe und Druck seitens der öffentlichen Meinung wieder etwas Unabhängigkeit im Handeln verschaffen. Die Regierenden haben sich selbst in diese schwierige Lage gebracht, vor allen dadurch, dass sie die Illusion der Möglichkeit der Vollbeschäftigung aufrechterhalten. Die Unternehmen haben die Chancen, durch technischen Fortschritt menschliche Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, konsequent genutzt, und sich dadurch mehr Macht verschafft. Durch Versprechungen, Arbeit zu schaffen oder Drohungen, Arbeitsplätze abzubauen, erpressen sie die Regierungen. Erstes Gebot für uns alle sei es, der Verblödung durch Propaganda zu widerstehen. Widerstand sei möglich und auch aussichtsreich. -- Ein gutes und kämpferisches Buch, dem aber oft das Pathos eines Zola'schen J'accuse anhaftet. Auf eine Analyse, welche wirtschaftlichen, politischen und intellektuellen Rahmenbedingungen den Aufstieg des Neoliberalismus ermöglicht haben, wartet man leider noch. Madame Forrester kann das nicht bieten.
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14 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
ein buch ohne klare aussage und ohne klare argumentationsstruktur. globalisierungsängste werden aufgezeigt. soweit, so gut. das kann man anderswo besser lesen. an allem ist der ultraliberalismus schuld. eine ideologie. eine religion. ein fast personalisiertes ungeheuer. allzu simpel und vereinfachend. es gibt besseres zu den problemen der globalisierung...
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