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2.0 von 5 Sternen
Matter Abglanz, 8. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Digedags, Bd.11, Die Digedags im Orient (Gebundene Ausgabe)
Der Abschied der Digedags und das Ende der alten Mosaikreihe dauerte ein Jahr - 12 Hefte lang. Das Ausscheiden Hannes Hegens aus dem Mosaikkollektiv als seinem spiritus rector war anderthalb Jahre vor dem Aus der Digedags beschlossene Sache, so bemühte man bis zum Übergang zum neuen Mosaik mit den erst noch zu erschaffenden Abrafaxen Reminiszenzen der Digedags an ihre ersten Abenteuer - da sahen sie noch recht krude aus.
Vom Charme und der Fabulierkunst der Ritter-Runkel-Geschichte, von der historisch fundierten Westernromantik der Amerikaserie, von den wissenschaftlichen Anklängen der Geschichte der Dampfmaschinen, von all dem ist die Orientreihe meilenweit entfernt.
Schon zeichnerisch ist angedeutet, wie wenig ambitioniert man nun vorgeht: die Hintergrundgestaltung, einst meist mit viel Liebe zum - historisch korrekten - Detail erarbeitet, ist nun im besten Fall einer stark vereinfachten, oft sogar konturlos-flauen Darstellung gewichen. Nach Jahren des Verzichts auf Sprechblasen tauchen diese nun wieder auf, sind aber immerhin wieder wie Untertitel unter den Panels angeordnet und beeinträchtigen die Bilder nicht. Die Figurendarstellung, die ja nun ein hohes Niveau erreicht hat, leidet etwas unter der Stereotypie der Gestalten.
Noch stärker enttäuscht die erzählerische Leistung - die Digedags handeln nicht mehr wie ehedem durch Interaktion auch untereinander, sondern wie ein dreiköpfiges Wesen, die andern Figurinen sind flach und stereotyp : raffgieriger Schatzmeister, grobe und tumbe Schergen. . .
Die Einleitung, wie der Sultan sich als Bettler verkleidet unters Volk mischt, ist Wiederholung der Geschichte um den römischen Kaiser Celsius aus Heft 19 ( "Die Siegesfeier" ). Zu bemerken ist ein zunehmender Hang zu Kalauern ( der in schwarze Farbe getunkte Büttel klagt seinem Kollegen : "Oh Ibrahim, dies ist das dunkelste Erlebnis meiner Laufbahn", dieser erwidert "Du siehst zu schwarz, Achmed" ), die noch am erfrischendsten wirkten, wenn sie nicht bis zum Überdruß ausgereizt werden würden. In den ersten Heften mit den Abrafaxen setzt sich diese Neigung zum Ulk fort, wirkt dort aber weniger bemüht und deplaziert.
Fazit: dieser Band läutet den traurigen Abgang der Digedags ein, den sie so sicher nicht verdient haben. Die beste Comicreihe der DDR - und mehr als das - ist zuletzt noch ein matter Abglanz ihrer besten Zeiten.
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5.0 von 5 Sternen
Die Digedags, Bd.11, Die Digedags im Orient, 22. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Digedags, Bd.11, Die Digedags im Orient (Gebundene Ausgabe)
Ein Stück Kindheit als ein weiters Buch zusammengefasst. Die Digedags sind schlicht der Renner. Auch wenn die Abrafaxe schon weitaus mehr an Heften haben, so sind die Digedags einfach das Original und nicht zu toppen.
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