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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Leben und Werk der Marie de France,
Von Zabou1964 (Krefeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Dichterin von Aquitanien: Roman (Taschenbuch)
Auch in ihrem neusten Werk bewegt sich die Autorin Tereza Vanek wieder abseits ausgelatschter Pfade" und widmet ihr Buch der ersten französischen Dichterin Marie de France. Über diese Frau ist nur sehr wenig bekannt, was Tereza Vanek die Möglichkeit gibt, Fiktion und historische Wahrheit zu einer spannenden Geschichte zu verweben.Marie stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Sie ist das Resultat einer Affäre Geoffreys VI mit einer Magd. Wie damals üblich wächst sie bei der Mutter auf, die jedoch früh verstirbt. Deren Lebensgefährte Guillaume, ein Gaukler und Geschichtenerzähler, kümmert sich weiter um das Kind, unterstützt durch Zahlungen des leiblichen Vaters. Als auch Guillaume stirbt, wird sie an den Hof Henris II geholt, wo sie als Hofdame Eleonores von Aquitanien leben soll. Sie hat eine Gabe, Geschichten zu erfinden und in schöne Reime zu fassen. Dies bleibt von Eleonore nicht lange unbemerkt und schon bald zählt Marie zu deren Günstlingen. Doch der Onkel hat etwas anderes mit ihr vor: Sie muss einen walisischen Prinzen heiraten, der sie misshandelt und wie eine Gefangene hält. Als sie von Eleonore an den Hof zurückgeholt wird, scheint ihr Leben und Wirken zunächst gerettet. Aber auch hier erwarten sie Intrigen und Neider, die ihr das Leben schwer machen. Sprachlich ist dieses Buch ein Genuss. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, den Leser in fremde Welten eintauchen zu lassen. Sie beschreibt sehr bildhaft die Figuren und Landschaften, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, allen voran natürlich Marie und die Königin Eleonore. Aber auch Nebenfiguren wie Maries Tante Emma oder ihre Dienerin Hawisa sind mehrdimensional gezeichnet, machen im Laufe der Jahre Entwicklungen durch und wuchsen mir ans Herz. Eine Liebesgeschichte darf in einem historischen Roman natürlich auch nicht fehlen. Tereza Vanek erzählt diese sehr gefühlvoll und dennoch realistisch. Neben einem zeitlichen Überblick und einem Stammbaum der englischen Königsfamilie bietet das umfangreiche Taschenbuch noch ein ausführliches Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt, was an ihrer Geschichte historisch belegt und was ihrer Fantasie entsprungen ist. Wie eingangs erwähnt, ist über Marie de France nicht sehr viel bekannt, sodass Frau Vanek die Geschehnisse um Marie zum größten Teil frei erfunden hat. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Leben am Hofe damals so stattgefunden hat. Fazit: Mit "Die Dichterin von Aquitanien" hat mir Tereza Vanek auf unterhaltsame und spannende Art sowohl das Leben und das Werk der Marie de France, als auch den Königshof zu Zeiten Henris II, näher gebracht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Marie de France,
Rezension bezieht sich auf: Die Dichterin von Aquitanien: Roman (Taschenbuch)
Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich an dieser Stelle. Bisher war mir Marie de France, die erste Dichterin Frankreichs, kein Begriff. Aber Tereza Vanek ist es gelungen, mir ihr Leben, die Lebensumstände und die Zeit nahezubringen. Mit Liebe zum Detail und historischer Genauigkeit ließ die Autorin vor meinem inneren Auge ein Bild entstehen, dass ich als sehr realitätsnah empfand. Ich konnte die Widrigkeiten und Beschwerlichkeiten des Lebens zu damaliger Zeit sehr gut nachvollziehen, konnte mir die örtlichen Gegebenheiten vorstellen und an den Gefühlen der Protagonisten teilhaben. Beeindruckt war ich von der ausgesprochen schönen Sprache, mit der das Buch glänzt. Dadurch konnte ich mich problemlos in die Handlungszeit hinein versetzen, hatte aber nie den Eindruck etwas gekünsteltes zu lesen. Dieser wunderbare historische Roman las sich sehr leicht, die Seiten flogen nur so dahin und ich war viel zu schnell am Ende angelangt. Die Charaktere waren facettenreich und vielschichtig gestaltet, fast hätte man den Eindruck bekommen können, Tereza Vanek kenne ihre Helden persönlich. Über 700 Seiten hält die Autorin den Leser in ihrer Geschichte fest. Spannende und ruhigere Szenen wechseln einander ab, aber Langeweile oder Eintönigkeit empfand ich beim Lesen nie. Eine Zeittafel, ein Stammbaum und eine Karte runden den sehr positiven Gesamteindruck ab.Dieser Roman ist keine Biografie der Marie de France, auch wenn ihr Leben hätte genau so gewesen sein können, aber er ist auch keiner dieser zur Zeit den Buchmarkt überschwemmenden "Die ...in"-Romane. "Die Dichterin von Aquitanien" ist eine Perle unter den historischen Romanen, mit ihm werden Leser zu "Zeitzeugen" längst vergangener Zeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein starker historischer Roman mit Tiefgang,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Dichterin von Aquitanien: Roman (Taschenbuch)
Nein, das ist kein weiterer -in Roman, sondern die liebevolle Beschreibung einer Frau, die tatsächlich existiert hat.Von Marie de France ist nur wenig bekannt, ihr Leben liegt weitestgehend im Dunkeln, nur ihre Lais sind ihr Vermächtnis. Tereza Vanek erweckt sie zum Leben, lässt uns teilhaben an ihren Gefühlen, ihren Ängsten, ihrem Glück. Wir begleiten sie 23 Jahre lang, werden Zeuge ihrer Reifung vom kleinen Mädchen zur starken Frau, die sich gegen ihr scheinbar vorbestimmtes Schicksal auflehnt um ihr persönliches Glück zu finden. Wie sie sich am Hof Henri II zurechtfindet, lässt ein farbenprächtiges Bild vor meinem inneren Auge erstehen. Ich konnte es fast riechen, wenn im großen Saal die Speisen aufgetragen wurden oder das Mahl nur aus Brot und Speck bestand. Aber nicht nur Marie wird lebendig, auch die wichtigsten Personen jener Zeit bekommen ein Gesicht und Stimme. Besonders gut hat mir hier die Sicht auf Eleonore von Aquitanien, im Roman mit ihrem okzitanischen Namen Aliénor benannt, gefallen. Die Motive ihres Handelns werden aus der Sicht eines ihr Nahestehenden geschildert und hinterfragt, das macht sie sehr authentisch. Der Roman hat mich schier aufgesaugt, er ist sehr flüssig zu lesen, und die über 700 Seiten waren sehr schnell ausgelesen. Zu schnell eigentlich, denn Marie ist mir ans Herz gewachsen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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