Pressestimmen
"Lübke bietet reichhaltigen Einblick in die Region von der Antike bis ins 14. Jahrhundert, lebendig und klar geschrieben mit vielen erzählerischen Passagen, ergänzt durch Zeittafeln, Stammbäume und wertvolle Namens- und Ortsregister." (
Literarische Welt )
"Der eminent schwierigen Herausforderung, eine Geschichte ohne Zentrum zu schreiben, wie es das östliche Europa verlangt, hat sich der Greifswalder Historiker Christian Lübke mit Mut, Sachverstand und Augenmaß gestellt." (
Süddeutsche Zeitung )
"Man kommt ins Staunen über diese Myriaden von geschichtsträchtigen Begebenheiten, die ganz und gar anders sind als heutige Politik. Andererseits zeigen sich auch Ähnlichkeiten zu heutigen Ereignissen: So geht zum Beispiel die Erweiterung der EU und damit eine Ausdehnung einer Staatsstruktur vom bereits integrierten West- nach Osteuropa aus. Auch Lübkes Resümee nach seinem Blick auf rund fünf Jahrunderte rund um das Jahr 1000 kann gültig sein. Die 'Welt des Ostens' habe die lateinische Welt immer wieder herausgefordert. 'Europa ist daran gewachsen'." (
Salzburger Nachrichten )
Kurzbeschreibung
Der Osten – die neue Dimension Europas
Mit der Wende von 1989 ist die ursprüngliche Vielgestaltigkeit des ehemals grauen »Ostblocks« wieder hervorgetreten, dessen Geschichtsraum nicht zuletzt durch seinen deutschen Anteil geprägt wurde. Weit jenseits der älteren Geringschätzung der slawischen Völker durch ihre deutschen Nachbarn und zugleich bahnbrechend in der Überwindung national begrenzter Geschichtsschreibung unternimmt der Band eine Gesamtschau, in der sich die Wurzeln der heutigen Völker und Staaten des östlichen Europa im Mittelalter offenbaren, als vor allem im zehnten Jahrhundert Polen, Tschechen und Ungarn wie auch Alt-Russland ihre Identitäten als Fürstenstaaten und Kulturen gewannen.
Die mittelalterliche Geschichte des weiten Landes im Osten Europas ist eine Geschichte der Bildung von Stämmen, Völkern und Nationen und ihrer Europäisierung. Es ist eine Geschichte, an der Kaiser und Päpste mitwirkten, kriegerische Wikinger und Tataren, christliche Missionare und Kreuzritter, wagemutige Fernhändler, Städtegründer und bäuerliche Kolonisten. Tapfere Fürsten und demütige Märtyrer, glorreiche Siege und vernichtende Niederlagen lieferten den Stoff für Legenden, die bis heute die historische Erinnerung der slawischen und baltischen Völker und der Ungarn prägen.
Reichhaltig mit Abbildungen und Karten versehen, zeichnet der Band die Geschichte des gesamten Raumes zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, Donau und Wolga nach.