Ich habe das Buch in einer Session ausgelesen. Die Bezeichnung "Buch" ist nämlich fast übertrieben, es handelt sich eher um eine Broschüre. Einige Argumente in diesem Buch sind natürlich unbequeme Wahrheiten oder Dinge, über die ich mich als Mann auch schon geärgert habe. Es ist aber den aus meiner Sicht großteils berechtigten Anliegen des Autors nicht zuträglich, so oft auf der Ebene der Polemik zu bleiben. Ich meine da immer auch eine kleine Portion persönliche Verbitterung und doch einen Rest von männlichem Überlegenheitsglauben durchzuspüren. Zum Beispiel hätte man sich das abschließende Kapitel "Frauenwitze" völlig sparen können. Das Buch entstand 2006, zu einem Zeitpunkt, da die Diskussion schon viel weiter war als in diesem Buch. Wer sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will, kauft sich was von Warren Farrell. Wirklich störend fand ich auch die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler, anscheinend hat der Stadler Verlag in Salzburg keine Lektoren.
Mein Fazit: Ein Buch, das man nicht gelesen haben muss.