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Die Deflation kommt: Wie die Inflationslüge Ihr Vermögen gefährdet
 
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Die Deflation kommt: Wie die Inflationslüge Ihr Vermögen gefährdet [Gebundene Ausgabe]

Günter Hannich
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 186 Seiten
  • Verlag: Kopp, Rottenburg; Auflage: 1 (29. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942016508
  • ISBN-13: 978-3942016506
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 214.781 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Während die Gefahren einer Deflation nahezu unbekannt sind, ängstigen sich immer mehr Menschen vor einer im Vergleich dazu harmlosen Inflation. Gezielt lenken Massenmedien und Politik durch ihre Inflationspropaganda von den drohenden Gefahren einer Deflation ab. Insider und Superreiche bereiten sich seit Langem auf eine Deflation vor, weil sie wissen: Große Vermögen werden in Krisenzeiten gemacht.

Angesichts der medialen Begriffsverwirrung gerät völlig in Vergessenheit, dass jede Wirtschaftskrise automatisch zu einer Deflation führt. Die Menschen bereiten sich nun panisch auf eine angebliche Hyperinflation vor. So werden die Anleger zielgerichtet mit der Inflationspropaganda in eine völlig falsche Richtung gelenkt. In der kommenden Deflation werden viele dann »auf dem falschen Fuß« erwischt und alles verlieren, was sie heute besitzen.

Ein unvorstellbares Desaster droht, wenn erst die deflationäre Abwärtsspirale in Gang gekommen ist. In der Deflation wird es fast nur Verlierer geben. Es kommt zu Massenarbeitslosigkeit und Armut. Kriege und innere Unruhen drohen. Radikale Parteien werden die Situation für eine Destabilisierung des Staates nutzen. Wer das Phänomen Deflation in seiner Planung vergisst, wird schweren Schaden erleiden. Umso wichtiger ist es für Sie, dass Sie sich auf die kommende Deflation richtig vorbereiten und verstehen, warum diese kommen wird und wie sie sich entwickelt.

Dies bedeutet für Sie ein radikales Umdenken bei Ihrer Zukunftsplanung. Wer heute klug handelt, hat die Möglichkeit, das Schlimmste für sich zu verhindern. Der Finanzexperte Günter Hannich versorgt Sie leichtverständlich mit dem notwendigen Wissen.

- Warum heute fast alle von Inflation reden, aber kaum jemand von Deflation
- Warum keine Inflation, sondern eine Deflation kommen wird
- Warum es bei niedrigen oder fallenden Zinsen keine Inflation geben kann
- Warum steigende Preise keine Inflation bedeuten müssen
- Warum Überschuldung zur Deflation führt
- Warum eine Inflation nicht das Schuldenproblem löst
- Warum Politiker keine Inflation herbeiführen können
- Warum die Notenbanken gegen eine Deflation machtlos sind
- Warum die Mächtigen Deflation wollen und Inflation propagieren
- Warum eine Deflation den Nährboden für schwere innere Unruhen und Kriege bereitet

Über den Autor

Der Autor Günter Hannich, geboren 1968, beschäftigt sich seit über 16 Jahren mit unserem Finanz- und Wirtschaftssystem. Schon vor 12 Jahren warnte Günter Hannich in Artikeln vor einer Deflation mit folgender Wirtschaftskrise. In mehreren Zeitschriften veröffentlichte der Autor seine Argumente gegen den Euro und widerlegte dabei viele Annahmen der Experten.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht so richtig schlüssig 17. November 2010
Von K.H.G.
Ich bin gerade am lesen des Buches und kann die Aussagen nicht so richtig nachvollziehen. Ein Beispiel (S43)erklärt warum Deflation entsteht und lässt die Möglichkeit des Staates die Geldmenge zu steuern außer acht. Ohne diese Vereinfachung würde die Argumentation wohl auch nicht funktionieren. An anderer Stelle (S50)schreibt der Autor: Ab einem bestimmten Zinssatz wird Geld dann kaum noch angelegt. Nur ist es so, dass die Leute das Geld dann trotzdem auf den Konten lassen, wenn das Anlegen nicht mehr lohnt. Die Bank arbeitet weiterhin damit und das zu 0% Verzinsung. Für die Banken ist das doch optimal, kein Grund für Probleme. Außerdem gingen in USA auch Staatsanleihen zu 1% längerfristigen Zins noch weg. Das scheint somit auch kein Thema zu sein.

Ein gutes Argument das Hannich beschreibt ist, dass die langfristigen Zinsen, als Indikator betrachtet niedrig sind. Das deutet ehr auf Deflation als auf kommende Inflation hin. Das werde ich auf jeden Fall in Zukunft im Auge behalten. Nur ist es so, dass sich die Banken, in der letzten Finanzkrise bei der Kreditvergabe alle auch geirrt hatten und dadurch Pleite gingen(reihenweise faule Kredite an kreditunwürdige Schuldner). Falls es bei den langfristigen Zinsniveaus soweit kommt, dass die Banken wieder falsch liegen gehe ich ohnehin davon aus, dass die Banken anfangen die Kredite zu kündigen unter irgendwelchen herbeigezogenen Argumentationen. Bisher gab es auch schon Fälle in Deutschland, wo die Banken Kredite weiterverkauft hatten, die sie nicht mehr wollten. Die neuen Eigentümer waren dann recht ungemütlich gegenüber den Schuldnern.

Insgesamt werde ich mit dem Buch jedoch nicht warm. Der Autor bringt es nicht richtig auf den Punkt bei seinen Argumentationen. Ich werde das Buch nur noch sporadisch weiterlesen. Das unbefriedigende Gefühl beim lesen hat mich jetzt veranlasst mir das Umfeld des Buches etwas näher anzusehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass im Quellenverzeichnis praktisch nur Zeitungsartikel angegeben sind. Einige bedeutende Fachbücher, die eine tiefere Beschäftigung des Autors mit dem Thema signalisieren, hätte ich schon erwartet. Hannich sagt zwar im Buch, dass es praktisch keine anderen Bücher zum Thema Deflation gibt, aber das sollte kein Problem sein. Von einem neuen Buch erwarte ich dass ein Autor sich das Thema erarbeitet hat aus den verschiedensten anderen Quellen, die Themen allgemeiner oder indirekter abhandeln und nicht unbedingt den Schwerpunkt "Deflation" haben. Zumindest zu der Deflation in Japan müsste es aber einige Bücher geben, die der Autor im Quellenverzeichnis haben müßte, falls er sich tiefer mit dem Thema beschäftigt hätte.

Interessant ist auch der Verlag: Kopp. Hier erscheinen ehr grenzwissenschaftliche Bücher. Der Verlag sagt von sich selber auf seiner Webseite: Das Ziel des Kopp Verlags ist es, auf unterdrückte Informationen, Entdeckungen und Erfindungen hinzuweisen. Die Ausweitung von Tabuthemen, Political Correctness und Zensur in unserer Gesellschaft und den Medien soll untersucht und mit enthüllenden Büchern und Artikeln auf die Unterdrückung bedeutender Fakten und Tatsachen hingewiesen werden.

Positiv an dem Buch ist: Die Widersprüche beim lesen haben dazu geführt dass ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe und auch noch weiter tun werde.

Ein Beispiel für ein gelungenes Buch (allerdings Inflationsthema) möchte ich hier noch anführen, das ich parallel lese: Hilfe unser Geld !". Das Buch ist genau das Gegenteil von "Die Deflation kommt". Nicht nur vom Thema, sondern eben positiv in Bezug auf Lesbarkeit, Verständlichkeit und Plausibilität.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch voller Unlogik! 27. April 2011
Von andi
Mit diesem Buch wird man keinesfalls umfassend über den Zustand unserer Wirtschaft, oder eine vielleicht drohende Deflation informiert. Der Autor ist offensichtlich nicht fähig eine durchgängig logische Argumentation zu führen, da er sich ständig widerspricht und sich verschiedenste "Tatsachen" einfach zurechtbiegt. (z.B. möchte die Massenmedien sehen, die ständig Hyperinflationen und Währungsschnitte prophezeit.) Er legitimiert seine Aussagen mit widerholten Pseudoargumenten, wie :"... das wird ihnen natürlich verschwiegen", und erfindet eigens die Bezeichnung "Goldlobbyisten" um die Befürworter der Goldwährung gleich zu stigmatisieren. Manipulativer geht es kaum.

Der Autor sieht die Inflation als harmlos und sogar konjunkturfördernd an und behauptet, dass es Gewinner und Verlierer gibt, wogegen es in einer Deflation nur Verlierer geben kann.
Er gibt zwar die Geldmengenvermehrung als Grund an, in seiner Vorstellung kann es aber nur Inflation geben, wenn die Löhne dazu parallel steigen, was natürlich Blödsinn ist, denn die größere Geldmenge erzeugt zwangsläufig Nachfrage, die die Preise steigen lässt oder sucht sich Anlagen, was unnatürliche Spekulationsblasen verursacht.
Die Inflation ist die direkte Folge der Geldschöpfung und nimmt keine Rücksicht auf steigende Löhne. Das Ergebnis ist nur eine Kaufkraftverschiebung zu den Marktteilnehmern, die über das neue Geld zuerst verfügen und lässt irgendwann Krisen, durch das Platzen der Blasen, entstehen.
Dass in einer Inflation aber die Löhne niemals in dem Maße steigen, in dem das Geld entwertet wird, und damit auch die gesamten Ersparnisse der Bevölkerung und Unternehmen, lässt er beiseite.

Zur Deflation möchte ich einen Satz von Hannich zitieren, der ihn als Ökonom disqualifiziert und in seiner Kurzsichtigkeit seinesgleichen sucht:
"Durch die schwindende Geldmenge fehlt es zunehmend an Massenkaufkraft, was zur Folge hat, dass der Konsum insgesamt einbricht - ganz einach, weil kein Geld mehr für Käufe da ist"
Gleich darauf lässt er das Horrorszenario von unmittelbarer Firmenbankrotte und Massenarbeitslosigkeit entstehen, das sich wie eine Spirale immer weiter nach unten zieht.
Die steigende Kaufkraft der übrigen Geldmenge, die die, natürlich nicht gleich fallenden, Löhne und Ersparnisse aufwertet wird wieder vergessen. Im Vorteil sind natürlich die Sparer und im Nachteil die Schuldner.
Wenn es so einfach wäre könnte man genauso gut argumentieren, die jetzt kaufkräftigeren Lohnempfänger erzeugen durch ihre zusätzliche Nachfrage einen Boom, der die Auftragsbücher der Unternehmen füllt, die wieder neue Leute einstellen und somit eine "Aufwärtsspirale" entsteht.
Es ist doch offensichtlich, dass die Deflation nur in einem überschuldeten, von Banken abhängigen, System wirklich schädlich ist, denn eine Bank holt sich die geplatzten, aber ihrerseits zu keinem Zeitpunkt voll wertgedeckten, Kredite über die Sicherheiten oder Bürgen wieder.
Natürlich haben Deflationsschocks wie die letzte "Wirtschaftskrise" gravierende Auswirkungen, doch die anschließende Niedrigzinspolitik und Geldmengenausweitungen durch massive Ankäufe von Staatsanleihen, der Zentralbanken legen nur den Grundstein der nächsten Krise. Solche Aktionen bedeuten am Ende nur Umverteilungen an Kaufkraft, welche nie zum Vorteil der breiten Bevölkerung ausfällt.

Eine weitere irrige Aussage macht der Autor, indem er ausschließlich das Bargeld für kaufkräftig, und damit für In-/Deflation verantwortlich, hält. Es ist egal in welcher Form Geld vorliegt(Banknoten, elektronisches Geld (Giralgeld), etc.), sobald man damit direkt etwas kaufen kann, stellt dieses effektiv "GELD" (Geldsurrogate) dar und verursacht in dem Moment Nachfrage, und gehört damit zu der umlaufenden Geldmenge, die dem Güter- und Dienstleistungsangebot gegenübersteht.
Später lässt er mittels eines Zitats durchblicken die Geldmenge hätte sowieso keinen signifikanten Einfluss auf die Geldwertänderungen, argumentiert aber in seiner Aufarbeitung historischer Krisen fast ausschließlich damit.

Natürlich kennt Hannich auch nicht den Unterschied zwischen Deflation und vereinzelt fallenden Preisen (Preisdeflation), die aus technologischem Fortschritt, organisatorische Optimierungen, usw. entstehen und niemandem Schaden sondern eher den allgemeinen Wohlstand steigern, welche er aber als drohende Anzeichen einer Deflation deutet. Eine echte Deflation - die genau definiert eine Verminderung der Geldmenge bezeichnet, die in einer Höhe ausfällt, dass sie den Geldwert beeinflusst - würde man am ehesten an billigeren Stundenpreisen für Handwerker sehen, denn der Aufwand für menschliche Arbeit ist, im Gegensatz zur Produktion von Gütern, immer derselbe. In einer zu 100% wertgedeckten Währung (muss nicht notwendigerweise Gold sein), oder Warengeld würden wir die positiven Auswirkungen der Preisdeflation spüren. Die mithilfe eines Warenkorbes berechnete Preissteigerungsrate (Inflationsrate) ist genau genommen nur der Wert der die durchschnittliche Preisdeflation, die aus dem Wirtschaftswachstum entsteht, übersteigt und ist somit niedriger als die reale, durch Inflationierung der Geldmenge entstandene, Preissteigerungsrate.

Als Schuldiger an unserer heutigen, unausgeglichenen Vermögensverteilung wird der Zins ausgemacht, der die Kredite exponential wachsen lässt. Natürlich wird aus der Exponentialfunktion nur ein Problem wenn man den Kredit nicht zurückzahlen kann und zum Umschichten greifen muss(Staat). Am Zins ist nichts unfaires, man weiß ja vorher wie viel man zu zahlen hat. Jeder vernünftige Mensch würde doch keinen Kredit aufnehmen, den er nicht zurückzahlen kann, wenn er nicht dazu gezwungen ist. Es ist doch vielmehr der schwindende Geldwert, der uns dazu zwingt Kredite aufzunehmen um überhaupt größere Investitionen zu finanzieren. Die anhaltende Inflationspolitik begünstigt die Verschuldung und lässt Sparer schlechter aussteigen.
Schuld haben nach dem Autor auch die Sparer, denn sie verursachen durch das "horten" einen Geldmangel, den alle anderen zum Schulden machen und damit zu Zinszahlung zwingt - das stellt die zentrale Überlegung hinter den Hannichs Ansichten dar. Das ist nicht nur irrig, sondern auch gefährlich, denn einen Geldmangel gibt es nicht. Im freien Marktsystem steuert die Geldmenge die Preise, sollte also wirklich mehr gespart werden als zuvor werden die Preise kleiner. Das gesparte Geld sollte nicht als verloren angesehen werden, denn es ist nur später ausgegebenes Geld und lässt gesundes Wirtschaftswachstum zu. Wie sollte ein Unternehmen die Abschreibung ihrer Maschinen realisieren, wenn es am sparen behindert wird? Erst die Hinderung am Sparen erzwingt die Verschuldung.
Nur mit solchen Annahmen kommt man zu Lösungen, wie dem "Umlaufgesicherten Geld" (Schwundgeld), das wir ja genau genommen bereits haben.

Ich kann nur jedem, der dieses Buch gelesen hat, oder will, nahelegen sich nicht von den haltlosen und plakativen Anschuldigungen Hannichs blenden zu lassen und sich selbst mit der "Österreichischen Schule der Ökonomie", die er scharf angreift, vertraut zu machen. Diese ist weitaus scharfsinniger und dringt bis auf den Kern der ökonomischen Theorie vor: der genauen Definition des Geldes. Man sollte sich immer mit allen Seiten befassen bevor man sich ein endgültiges Bild macht.
Ein sehr empfehlenswertes Werk, für die, die es genau wissen wollen, ist:
"Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel" von Ludwig Mises. (2. Auflage von 1924; ist zwar schon älter, aber an seiner Richtigkeit gibt es bis heute nichts zu rütteln)
zur Einführung:
"Das Schein-Geld-System" von Murray Newton Rothbard, oder
"Geldsozialismus" von Roland Baader.
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39 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Der Autor dieses Buches ist leidenschaftlicher Anhänger einer merkwürdigen Theorie. Er befürwortet die Einführung von Schwundgeld als Lösung all unserer ökonomischen Probleme. Das muss man wissen, wenn man diesen Text richtig einordnen will, denn es geht hier zwar um die Gefahr einer deflationären Entwicklung, begründet wird sie aber unter anderem mit der Theorie vom bösen Zins.

Dem ahnungslosen Leser wird das zunächst nicht auffallen. Erst gegen Ende des Textes auf den Seiten 147 und 148 bekommt er dieses grandiose Modell in sehr kurzer Form vorgestellt. Es soll wie folgt funktionieren: Da der Zins angeblich die Ursache allen Übels ist, wird er kurzerhand abgeschafft. Geld zu horten ist nach Ansicht des Autors ein böses Verhalten, das bestraft werden muss. Deshalb wird jeder gezwungen auf seine Geldscheine nach Ablauf einer gewissen Frist eine käuflich zu erwerbende Marke zu kleben. Hält man sein Geld also zu lange, wird es schnell immer wertloser, weil man dafür Gebühren bezahlen muss. Angeblich hätte die praktische Erprobung in den 1930er Jahren in einem österreichischen Ort wunderbare Erfolge gebracht. Meines Wissens entspricht das nicht der Wahrheit.

Mal abgesehen davon, dass jemand sich hinstellt und zu wissen glaubt, welches ökonomische Verhalten von Menschen richtig wäre und welches bestraft werden muss, führen einfache Überlegungen schnell zu den katastrophalen Folgen dieses Blödsinns. Wenn nämlich Sparen unter Strafe steht, dann wird und kann niemand mehr investieren, was in der Folge zum wirtschaftlichen Niedergang führen muss. Hinter dieser wirren Theorie stecken verschiedene Denkfehler. Einer davon ist der Gedanke, dass Sparen höchst schädlich für eine Wirtschaft wäre, weil man damit Geld aus dem Kreislauf nimmt. Das stimmt nur dann, wenn man es auch tatsächlich tut, also sein Geld unters Kopfkissen legt, anstatt es zur Bank zu bringen. Das werden wohl aber die wenigsten machen. Liegt das Geld jedoch auf der Bank, dann ist nicht verschwunden, sondern wird es in der Regel wieder verliehen. Leider verschließt sich diese einfache Wahrheit dem Autor.

Was hat das nun aber alles mit dem Titel des Buches zu tun? Offensichtlich befinden wir uns in einer höchst fragilen wirtschaftlichen Situation, die uns durchaus in eine sehr schwierige Deflation führen kann. Auch wenn seine Grundannahmen falsch sind, so erklärt der Autor das eigentliche Entstehen und die Folgen von Deflationen richtig. Auch die von ihm erläuterten Vorschläge, die uns vor einer solchen Entwicklung wenigstens etwas schützen sollen, sind durchaus plausibel und vernünftig. Doch leider habe ich, nachdem ich nun mit diesem ein zweites Buch des Autors gelesen habe, immer mehr den Eindruck, dass er sich auch gerne einmal die Fakten so zurechtbiegt, dass sie in seine Theorie vom bösen Zins und dem noch böseren Zinseszins passen.

Mit dieser Theorie, die natürlich nicht wirklich begründet wird, beginnt das Buch. Der Autor behauptet, dass Zins und Zinseszins immer wieder zum Zusammenbruch von Wirtschaftssystemen führen müssen, weil das Wirtschaftswachstum mit dem durch die Verzinsung exponentiell wachsenden Geldvermögen nicht mithalten kann. Deshalb müsse es zwangsläufig zu immer mehr Schulden kommen. Das klingt irgendwie logisch und wird natürlich mit dem berühmten Josefs-Pfennig scheinbar anschaulich verdeutlicht. Hätte man einen Pfennig seit dem Jahre Null immer wieder zu fünf Prozent Zinsen angelegt, dann wäre daraus heute ein Besitz von über 300 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold geworden. Das stimmt rechnerisch wirklich. Allerdings vergisst auch dieser Autor nur zu gerne zu erwähnen, dass dies nur unter einer Voraussetzung so gekommen wäre, nämlich dann, wenn jeder Schuldner in all den 2010 Jahren immer die Schuld getilgt und den Zins bezahlt hätte, es also einen risikolosen Zins gäbe. Das jedoch ist eine realitätsfremde Voraussetzung, die entsprechend auch zu kuriosen Resultaten führt.

Eine Rezension bietet nicht den Platz, um auf alle sonderbaren Behauptungen in Hannichs Buch einzugehen. Erwähnt werden muss jedoch unbedingt, dass der Autor den Geldschöpfungsprozess der Zentral- und Privatbanken kategorisch abstreitet. Seine dortige Gedankenführung und seine eher lustigen Beispiele und Argumente zeigen, dass er diesen Prozess noch nicht einmal in der theoretischen Beschreibung (übrigens durch die Zentralbanken selbst) verstanden hat. Schwundgeldtheoretiker verdammen darüber hinaus den Goldstandard. Dass dies auch der Autor tut, verwundert also nicht.

Immerhin erklärt das Buch richtig, dass es den Zentralbanken nur schwer gelingen kann, eine Inflation zu erzeugen und dass sie eine Deflation kaum verhindern können. Am Beispiel der japanischen Zentralbank, die sich schon fast 20 Jahre um eine Inflation bemüht, aber dabei nur deflationäre Tendenzen in Gang gesetzt hat und eifrig die Staatspleite Japans mit zunehmender Geschwindigkeit betreibt, sieht man, dass das Bemühen von Zentralbanken, eine Deflation durch inflationäres Handeln zu verhindern, direkt proportional zur Länge und Tiefe der schließlich doch eintretenden Deflation sein wird.

Da der Autor schlicht bestreitet, dass die Geldmengentheorie stimmt, existiert für ihn auch die Gefahr einer Inflation nicht. Doch die immer schneller verlaufende Vergrößerung der Geldmenge ist bereits schon nach Definition Inflation. Noch kommt dieses Geld nicht dort an, wo es nach dem Willen der Zentralbanken hin soll. Es tobt sich vielmehr nur innerhalb der Finanzwelt aus und verursacht dort immer heftiger werdende spekulative Blasen und anschließende Crashs, die jedoch bereits katastrophale Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Die amerikanische Subprime-Krise und die in der Folge drohende Deflation ("Kreditklemme", "Kaufzurückhaltung") konnte mit heftigen inflationistischen Maßnahmen der Zentralbanken gerade noch aufgehalten werden. Da jedoch dabei erneut der Irrsinn mit seinen Ursachen bekämpft wurde, werden solche Maßnahmen das Drama nur vergrößern und in die Zukunft verschieben. Insofern sind die Befürchtungen des Autors durchaus gerechtfertigt, auch wenn sie bei ihm ganz anders begründet werden.

Unter Inflation versteht Hannich lediglich eine sich beschleunigt drehende Lohn-Preisspirale. Dort sind wir in der Tat noch nicht angelangt, obwohl man zum Beispiel der Pressemitteilung 407 des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom 10.11.2010 entnehmen kann, dass der Index der Großhandelspreise im Oktober 2010 um 7,7% höher liegt als noch vor einem Jahr. Doch die Löhne steigen eben (noch) nicht in diesem Tempo.

Fazit.
Lässt man einmal die zahlreichen unsinnigen Begründungen und Behauptungen des Autors beiseite, dann erklärt dieses Buch zumindest die Entstehung, den Verlauf und die Folgen einer Deflation und erläutert, wie man sich vor einer solchen Entwicklung wenigstens teilweise schützen kann.
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