| |||||||||||||||
Produktinformation
|
Zwölf Jahre später scheint die Situation unter Kontrolle. Nach der ersten durch SHEVA ausgelösten Welle wurden keine neuen Virus-Kinder mehr geboren. Die wenigen noch freien SHEVA-Kinder und ihre Eltern werden durch staatliche Maßnahmen kriminalisiert und von Kopfgeldjägern gesucht. Auch Stella Nova, Tochter der Biologin Kate Lang und des Archäologen Mitch Rafelson, die SHEVA als Erste entdeckten, ist inzwischen zwölf Jahre alt und dank der unablässigen Vorsicht ihrer Eltern noch in Freiheit. Doch nun bedroht eine unbekannte Krankheit das Leben der SHEVA-Kinder. Wieder ist es die Angst vor dem Unbekannten, die Hass und Gewalt gegen die neuen Kinder und damit vielleicht gegen die Zukunft der gesamten Menschheit erzeugt.
Wissenschaftler und Autor Greg Bear kann inzwischen auf über 20 veröffentlichte Romane zurückblicken, die auch in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Nach vier Nebula- und zwei Hugo-Awards -- hohe Auszeichnungen des SF-Genres -- ist er eine feste Größe in der Welt der Science Fiction. Dass nun auch sein zweiter Science-Fiction-Roman über das Potenzial der real existierenden HERVs im Spektrum Akademischer Verlag erscheint, zeigt die positive Resonanz, die wissenschaftlich fundierte Fiktion in der Wissenschafts- und Laienwelt findet. Nicht zuletzt führte Das Darwin-Virus in der FAZ-Sonntagszeitung zu einem ausführlichen Artikel über HERVs.
Die Darwin-Kinder bringt die sozialen Zusammenhänge von Veränderungen mit einer wissenschaftlichen Perspektive näher -- trotz all des technischen Fortschritts wissen wir wenig über weite Teile unserer Evolution. Diese Unwissenheit führt schnell zu Angst, wenn wir mit unerklärlichen Entwicklungen konfrontiert werden, und zu Ausgrenzung, wenn ein anscheinend Schuldiger gefunden ist. Damit wird Greg Bears Roman mit seinem durch einen Überblick über die biologischen Grundlagen, einem Glossar biologischer Fachbegriffe und Verweisen auf weiterführende Literatur nicht nur zu einem auf überprüfbaren Fakten basierenden Gedankenspiel, sondern auch zu einem sozialkritischen Roman. Wissenschaftler wie auch an Biologie interessierte Laien werden Die Darwin-Kinder selbst ohne seinen Vorgänger Das Darwin-Virus mit Gewinn und Erkenntnis lesen und mit Ungeduld auf den dritten und abschließenden Teil warten. --Wolfgang Treß -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Dieser Band ist ein Angebot für Leser mit Phantasie, Neugier und Spaß an spannender Unterhaltung. Der amerikanische Science-Fiction-Autor legt mit Die Darwin-Kinder die Fortsetzung seines utopischen Werkes über den Darwin- Virus vor. Der Guardian nennt das neue Buch "einen fesselnden Evolutionsthriller", der die "Grenzen der Wissenschaft ausreizt".
Worum geht es? Sheva, ein fiktives endogenes Retrovirus des Menschen, transportiert wesentliche genetische Anweisungen, die eine Veränderung des menschlichen Genoms bewirken und eine neue Art von Menschen hervorbringen. Die so entstehenden "Virus-Kinder" haben befremdliche Gesichtszüge, aber sehr weit entwickelte Sinne und Empfindungen. Sie werden von der Gesellschaft geächtet und isoliert, weil Furcht vor einer Ansteckungsgefahr besteht. Vom Staat bezahlte Kopfgeldjäger verfolgen die Kinder. Was sie in diesem Überwachungsstaat fühlen, wie sie leben und was sie fürchten -- das beschreibt Greg Bear lebendig und spannend.
Wer mit der gegenwärtigen ethischen Debatte in der Genetik vertraut ist, kann hier zum Teil beklemmende Beispiele möglicher "Anwendungen" lesen und sicherlich neue Einsichten gewinnen. Ein kritisches Nachwort sowie ein Glossar biologischer Fachbegriffe erleichtern die Lektüre. -- Mathias Voigt
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Der erste Roman drehte sich um die Strategie, mit der die USA die Geburt der SHEVA-Kinder zu verhindern suchte, und wie gespalten die Wissenschaft ist, die gar zum Selbstversuch neigt. Im zweiten Roman geht es um die Art, wie der Staat mit den Kindern verfährt, die allen Bemühungen zum Trotz auf die Welt gekommen sind. Die Methoden sind nicht zimperlich: Die Kinder werden in Schulen interniert, abgeschlossen von der Gesellschaft. Was dort vorgeht, weiß niemand. Die Unwissenheit weicht im Verlauf des Romans, in dem uns nahezu alle Figuren aus dem ersten Werk wieder begegnen. Stella Nova, das Kind von Mitch und Kaye, wird in ein Lager gesteckt, und an diesem Trio hängt Greg Bear die Story auf, die darin kulminiert, dass Stella Nova aus der Internierung entkommt.
Das klingt nach einem spannenden Plot, und den erwartet man auch nach der Lektüre des "Darwin-Virus'". Doch man wird enttäuscht. Mich beschlich nach den mehr als 500 Seiten die Frage: "So what?". Es lag daran, dass die Story zu vorhersehbar ist, und die Argumentation "Schädliche oder helfende Viren in unserem Erbgut?" hinlänglich aus dem "Darwin-Virus" bekannt ist. Um wesentliche Aspekte wird sie nicht erweitert, und die Figuren entwickeln sich - abgesehen von Stella Nova - kaum weiter. Diese Konstanz und die schnell überschaubare Konstellation der Lager machen die Lektüre ermüdend.
Es ist sicherlich die große Erwartungshaltung nach dem "Darwin-Virus", die zwangsläufig zu Enttäuschung führen musste. Doch entstand bei mir der Eindruck, Bear habe den Zweitling ein wenig desinteressiert und lieblos geschrieben. Er ist gut, aber ihm fehlt es an Dramatik (Stellas Entführung bleibt in Sachen Spannung die Ausnahme). Wer den Umgang einer Gesellschaft, die sich vor Kranken fürchtet, mit eben jenen Kranken tiefer gezeichnet lesen will, ist besser mit Saramagos "Die Stadt der Blinden" bedient. Dem Roman des Portugiesen liegt zwar ein anderes Sujet zugrunde, aber ähnlich gelagerte ethische Fragen verarbeitet er ebenso. Und das einfach besser.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|