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5.0 von 5 Sternen
Zwei Frauen auf der Suche nach sich selbst,
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Rezension bezieht sich auf: Die Darkover-Romane 7: Gildenhaus Thendara (Gebundene Ausgabe)
Band 7 der Darkover-Romane (chronologisch gesehen, die Autorin hat in einer anderen Reihenfolge geschrieben.). Den vorliegenden Band als den 7. Zu bezeichnen mag zunächst etwas willkürlich erscheinen. Jedoch gehören -Die zerbrochene Kette-, -Gildenhaus Thendara- und -Die schwarze Schwesternschaft- zusammen und bilden eine in sich abgeschlossene Trilogie um Magda Lorne, Jaelle n'ha Melora und Peter Haldane. Ab Gildenhaus Thendara überschneidet sich die Geschichte leider zeitlich mit -Der verbotene Turm-; -An den Feuern von Hastur- spielt eigentlich vor Beginn der Trilogie, gehört aber logischerweise eigentlich danach erzählt, auch wenn Magdas Geschichte so gesehen vor der ihrer Mutter erzählt wird. - alles klar?!... ^^Worum es geht: Magda Lorne, terranische Undercoveragentin, wurde durch Zufall gezwungen, den Eid der Entsagenden zu leisten. Da sie seit ihrer Kindheit zerrissen ist zwischen Darkover und Terra, entscheidet sie sich gegen den Willen ihrer Vorgesetzten, den Eid zu halten. Parallel hierzu zieht Jaelle, Magdas Eidesmutter, in das terranische HQ ein, da sie sich entschieden hat, mit Peter Haldane als Freipartner zusammenzuleben. Sowohl Magda als auch Jaelle stoßen an ihre Grenzen. Magda merkt das erste Mal in ihrem Leben, wie stark die Terranerin in ihr wirklich ist. Sie fühlt sich von den offen lesbisch lebenden Amazonen abgestoßen und wird von einigen wegen der offenkundigen Unkenntnis der Sitten angefeindet. Jaelle hingegen versteht die Bräuche der Terraner nicht. Sie muss Uniformen tragen, die sie in ihrem Schicklichkeitsempfinden schwer treffen und sie hat Probleme mit der Nutzung der Maschinen und dem synthetischen Essen. Auch scheint Peter doch mehr Darkovaner zu sein, als es allen Beteiligten recht sein kann. Werden die beiden Frauen über sich selbst hinauswachsen und endlich ein Zuhause finden...? Der Roman spielt ca. 30-40 Jahre nach der Ankunft der Terraner in den Bergen von Darkover. Seit Jahren ist der Planet unter der Herrschaft der Hasturs geeint und befriedet. Nach dem kurzen Zwischenspiel der Terraner in den Bergen unter der Herrschaft von Lord Aldaran - noch immer Aussenseiter auf dem eigenen Planeten, Bergkönige, die mit eiserner Hand regieren und die Tieflandfürsten nicht als Herrscher anerkennen -, kehren die Terraner dem freien Leben in den Bergen den Rücken und bauen einen neuen Raumhafen in Thendara. Der Hastur Lord ist jedoch von den Weltenreisenden nicht so angetan, wie einst Lord Aldaran. Die Terraner müssen im Raumhafen bleiben und dürfen diesen nicht verlassen. Es entstehen einige Konflikte und Missverständnisse, da die Terraner die Darkovaner nur aus den Raumhafenbars kennen. Für die Einheimischen hingegen sind die Menschen von den Sternen noch immer unheimliche und ferne Kreaturen, die es zu meiden gilt. Die Trilogie um Magda und Jaelle ist in meinen Augen eine der faszinierendsten des ganzen Darkoverzyklus. Beide sind starke, jedoch auch zerrissene Frauen, die nur eine Heimat und Anerkennung suchen, jedoch auch beide erst einmal aus einigem herauswachsen müssen. MZB beschreibt die Wandlung der beiden so einfühlsam und nachvollziehbar, wie es selten einem Autor gelingt. Bradley widmet sich hier ganz Frauenthemen: Freiheit, Arbeit, Selbständigkeit, Liebe und Freundschaft, Kinderwünschen oder das Gegenteil, Hass oder Freude an der eigenen Weiblichkeit. Natürlich sind auch einige der Fragen, die dort aufgeworfen werden, völlig überholt. MZB hat in den 70ern und 80ern geschrieben, als die Freiheit der Frau und ihre Rolle als Führungsperson noch nicht selbstverständlich waren. Heute schmunzelt man über das ein oder andere, besonders Bethany, die Sekretärin, ist heutzutage eine Karikatur, damals aber durchaus real. Die Schreibweise ist MZB typisch nicht unbedingt einfach, aber immer noch verständlich und lesbar. Dieses Buch regt zum nachdenken an. Das Ende ist in sich geschlossen, jedoch wurde Jahre später noch der Nachfolgeband Die Schwarze Schwesternschaft hinzugefügt. Die Sammleredition des Weltbildverlags ist eine hübsche Bereicherung für jedes Bücherregal! Außerdem sind die Bände in einer chronologischen Reihenfolge erschienen, so macht es auch mehr Spaß die Bücher zu lesen, als zeitlich durcheinander. Leider sind die Deckblätter selten hässlich und vor allem haben sie auch rein gar nichts mit dem Inhalt der Bücher zu tun; da sind die älteren Auflagen schöner gestaltet. Aber man kann ja nicht alles haben. Fazit: Bei mir persönliche ist der Langzeitspaß bei den Darkover Romanen hoch. Die ersten las ich mit 13-14 und noch heute nehme ich sie mir gerne zur Hand. Ich kann den Kauf also nur empfehlen. Gut ist auch, dass man die Bücher nicht in chronologischer Reihenfolge lesen muss, sondern sich durchaus das heraussuchen kann, auf das man gerade Lust hat. PS: Es sei am Rande noch erwähnt, dass, wie schon oben gesagt, die Romane in einer anderen Reihenfolge geschrieben wurden. Die vier ersten Teile kamen sehr viel später hinzu. Daher kann es passieren, dass der Leser, begeistert durch die ersten Teile, später etwas enttäuscht sein wird. Die früheren Romane von MZB sind lange nicht so gut ausgearbeitet und erwachsen, wie die späteren Bücher. Wenn man sich der zeitlichen Abfolge widmet, geht es ab dem Ende der Gilde der Entsagenden ziemlich bergab. Hoffnung gibt es dann wieder mit Beginn der "Marguerida Alton" Trilogie, die ebenfalls später geschrieben wurde. Die vorliegende Trilogie ist eine der reiferen Werke der Autorin. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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