Die Authoren schildern nicht nur rein technisch-sachlich die letzten Tage der Dampfloks Ende der 80er Jahre in der DDR, sondern es kommen viele persönliche Anekdoten dazu, die in augenzwinkerndem Stil erzählt, das Erlebte sehr anschaulich und lebendig schildern, ohne (!) in (n)ostalgische Verklärung auszuarten.
Man spürt regelrecht den Enthusiasums, mit dem die Authoren ihrem Hobby nachgingen; eine sehr persönliche und nette, berührende Erzählweise, verbunden mit sehr vielen eisenbahntechnischen Fakten und sehr viel Wissen, welches hier akribisch zusammengetragen wurde. Da kommt richig etwas wie Wehmut auf, schaut man sich die Fotos längst vergangener Technik an.
Eigentlich bin ich kein Eisenbahn- oder gar Dampflokfan. Zu "meiner Zeit", in den 70ern, war die Dampflok Standard. Wenn ich so daran denke, wie ich dazumals oft am Bahnsteig stand und diese Riesendinger kamen angestampft, so dass alles unter den Füßen bebte... Wäre mir nie im Traum eingefallen, zu fotografieren - oder hätte ich etwa doch lieber sollen ?????
Kleines Schmankerl: Es wird in Wort und Bild die damalige DDR-Fototechnik von Beirette über Exa und Praktica bis zur Six einschliesslich Film- und Entwicklungsmaterial vorgestellt, mit der dazumal fotografiert und entwickelt wurde. Eine schöne Ergänzung!
Von ein paar "herrlichen" Rechtschreibfehlern abgesehen, ein durchweg empfehlenswertes Buch.