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Die Dämonen: Roman
 
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Die Dämonen: Roman [Taschenbuch]

Tobias O. Meißner
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 3 (Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492701450
  • ISBN-13: 978-3492701457
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.272 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Tobias O. Meißner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit Jahrtausenden sind die Dämonen in einem magischen Schlund gebannt. Doch durch einen Zufall gelingt Irathindur und Gäus die Flucht. Sie fallen in das Menschenreich Orison ein und ergreifen dort von Herrschern Besitz, um das Land unter sich aufzuteilen. Bald jedoch stellt sich heraus, dass die Lebenskraft, die den Dämonen als Nahrung dient, für zwei Geschöpfe der Finsternis nicht ausreichen wird. Ein Dämon muss den anderen vernichten, um zu überleben. Irathindur und Gäus versammeln gewaltige Heere hinter sich und beginnen eine erbarmungslose Schlacht, die alles in den Schatten stellt, was das menschliche Auge je gesehen hat … Tobias O. Meißner entfesselt ein Actionspektakel, das kein Fantasy-Leser vergessen wird.   

Über den Autor

Tobias O. Meißner, geboren 1967, studierte Kommunikations- und Theaterwissenschaften und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Seine Romane »Starfish Rules«, »Neverwake«, »Hiobs Spiel« und »Das Paradies der Schwerter« sind Kult. Der vonLesern und Kritikern hochgelobte Fantasy-Zyklus »Im Zeichen des Mammuts« erscheint bei Piper. Mit »Dämonen« führt Meißner die Leser in eine neue Welt

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es wurde schon zu Recht und zu Genüge kritisiert, dass das Buch viel zu aufgebläht wirkt. Viele freie Seiten, Seiten mit dem Coverbild, großer Zeilenabstand, viel Rand an jeder Seite usw.
Dass dieser Roman vom Piper-Verlag in dieses Format gebracht wurde ist mehr als unglücklich. Damit erste Negativkritik.

Zweite Negativkritik: Das "Drumherum" zu diesem Roman: der Klappentext und das Cover. Beiderlei sind äußerst irreführend! Darum also folgende...

WARNUNG:
Wer aufgrund des Titels und vielleicht auch wegen des Covers eine düstere Fantasygeschichte mit abgrundtief bösen Dämonen erwartet, der wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenso wie ich während meinem ersten Mal Lesen enttäuscht sein.
Ebenso enttäuscht wird jeder sein, der einen episch üblichen, klischeehaften Fantasyroman erwartet, in dem ein Kontinent mit eigenen Naturgesetzen und eigener Geographie als Grundlage dient und der von übliche Völker mit eigenen Göttern und Religionen besiedelt wird.

Die Interpretation der Dämonen von Tobias O Meißner ist wie die Geschichte an sich ebenso vielschichtiger als einfach nur bösartig. Die Dämonen bewegen sich zwischen gut und böse. Sie sind ungeschlechtlich und pflanzen sich nicht fort. Sie wachsen und gedeihen an den Bannsprüchen, Flüchen und den Schwächen des Menschen."
Um bestehen zu können benötigen sie einen Wirtskörper, damit sie mit Lebenskraft versorgt werden können.

Ich habe dieses Buch nun das zweite Mal durchgelesen. Nach dem ersten Mal vor zwei Jahren war ich eher enttäuscht, da ich wie viele, viele andere Leser dieses Buches mit einer bestimmten Erwartung an das Buch herangegangen bin, welche ich eben schilderte.
Beim zweiten Mal habe ich dieses Buch aus ganz anderen Blickwinkeln gelesen und war letztendlich sogar erfreut und erstaunt darüber, was dieser Roman alles enthält, mit welchen Stilwechsel Tobias O Meißner gearbeitet hat , wie vielschichtig und abwechslungsreich die Geschichte damit ist und wie bildgewaltig die Metapher sind, die er hier teilweise Seitenlang entwickelte, als er z.B. einen Kampf auf ABSTRAKTER Ebene schilderte! Diese Metapher laden dazu ein, das Buch öfters als nur einmal zu lesen, um auch wirklich alles als Leser verarbeiten zu können.
Dieser Roman ist also kein herkömmlicher Fantasyroman, wie er schon zuhauf auf dem Markt vorhanden ist. Die Geschichte ist überwiegend als Tragödie zu lesen und wechselt immer wieder zur Komödie und zu kriegerischen und aus meiner Sicht comic- oder cartoonartigen Elementen.
Die Protagonisten erleben Wandlungen in jegliche Richtung. Die Dämonen, die zunächst naiv und unerfahren wie zwei Cartoonhelden a la Schweinchen Dick wirken, entwickeln sich in den Menschen, in denen sie sich festgesetzt haben, zu reife, ernstzunehmende und reflektierende Wesen. Im Kampf ums Überleben, bei dem der eine eher aus egoistischen Gründen handelt und sich der zweite für die Menschheit einsetzt kommt es zum fulminanten Duell, das wiederum an die gewaltigsten Auseinandersetzungen im Comicformat a la Spawn erinnert.
Weitere menschliche Charaktere werden vorgestellt, die vom Schicksal getrieben ebenso Metamorphosen unterliegen. Wobei der eine einer Kette von Schicksalsschlägen zu erdulden hat und immer tiefer ins Unglück stürzt, der andere an seiner großen, unerfüllten Liebe verzweifelt und schließlich dem Wahnsinn verfällt und wiederum ein anderer derart vom Krieg zerfressen und geistig ausgezehrt wird dass sein letztendlicher Zustand nicht mehr als menschenähnlich bezeichnet werden kann - willen- und kraftlos, dem Leben entsagt.
Tobias O Meißner erzählt ihre tragischen Geschichten, und schildert dabei das, was der Wahnsinn impliziert, auf eine für mich faszinierende Art und Weise. (Was passiert sozusagen, wenn ein Dämon auf den Wahnsinn stößt?)
Weiter steht natürlich auch der Krieg im Mittelpunkt der Geschichte. Hier ist ganz hervorragend aufgezeigt, was eigentlich für ein Chaos herrscht, wenn eine Schlacht geschlagen oder weitere taktisch-strategische Maßnahmen zur Kriegsführung geplant werden, weil in all dem Treiben und Gewühl die Übersicht oder eindeutige Zuordnungen schlicht schnell verwischt werden beziehungsweise gar nicht mehr vorhanden sind.
Anbei bekommt man ein Originalzitat von Lew N. Tolstoi aus seinem Klassiker "Krieg und Frieden" geliefert. Diese Textstelle ist derart harmonisch eingebaut, dass ein textlicher Stilbruch auf den ersten Blick gar nicht auffällt und spricht meines Erachtens für das schreibstellerisch hohe Niveau Tobias O Meißners. Er wagt es Assoziationen zu diesem Werk und darüber hinaus auch noch zu Fjodor M. Dostojewskis "Die Dämonen" zu schaffen, welche beide als literarisch anspruchsvolle Klassiker zu bezeichnen sind.
Eben wegen diesem Mut dazu, und weil die Umsetzung auf stilvoll abgestimmte Art und Weise gelungen ist, sollte man die literarische Leistung Tobias O Meißners positiv wertschätzen und anerkennen.
Der einzige negative Kritikpunkt der mir nach dem zweiten Lesen blieb sind die Schilderungen, wie nun einzelne Teilstaaten (Baronate 1 bis 9) des Königreiches zueinanderstehen, oder welche Teilstaaten als nächstes wie eingenommen werden sollten. Vor lauter Baronaten verging mir das Interesse daran, das weitere Kriegsgeschehen zu verfolgen, da ich ja zumal schon wusste, welche Rolle diese Teilstaaten für den weiteren Verlauf des Romans haben. Beim ersten Lesen jedoch folgte ich diesem Geschehen mit einem Schmunzeln, da auch hiermit der Wirrwarr eines Krieges sehr gut widergespiegelt wurde.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Eine herrische Baroness und ein mitfühlender König wenden das Schicksal des neungeteilten Landes Orison. Sie, weil sie geliebt wird, er, weil zur Liebe fähig ist. Als König Tenmac III. den magischen, sagenumwobenen Schlund besucht, denkt er noch nicht im mindesten daran, dass sein Besuch als Folge einen verheerenden Krieg nach sich ziehen wird. Die Dämonen Irathindur und Gäus können gemeinsam aus dem ewig strudelnden, kreisenden Schlund entkommen und trotz friedlicher Vorsätze eskaliert die Situation schon bald, denn offensichtlich reicht die vorhandene Lebenskraft nicht für zwei Dämonen.

Tobias O. Meißner und ein "Geschöpfebuch"? Das passt wie die Faust aufs Auge, mag so mancher Fan des Autors denken - und natürlich trotzdem selbstsicher nach dem Buch greifen. Tatsächlich ist "Die Dämonen" kein gewöhnliches Buch der Reihe, denn dem Autor dienten nicht weniger als die Herren Lew N. Tolstoi und Fjodor M. Dostojewskij als Inspiration. Wer also schon immer wissen wollte, wie die Geschichte der unbekannten Leiche eines Selbstmörders aus Dostojewskijs "Die Dämonen" verlaufen sein könnte, sollte zu Tobias Meißners gleichnamigen Buch greifen. Wie immer erwartet die Leser seiner Bücher eine etwas andere Geschichte: Die Dämonen benehmen sich manchmal gar nicht so dämonisch und Helden verhalten sich nicht gerade heldenhaft.

Der Beginn erzeugt eine düstere, wirklich grausige Atmosphäre mit der Aussicht auf einen unglücklichen Ausgang - und doch spielt der Autor mit der Handlung und den Lesern, ohne dabei "die Botschaft" zu vergessen. Krieg hat niemals Sinn. Krieg ist grausam, entbehrt jeder Logik. Menschen werden zu Spielbällen der Mächtigen. Unvergleichlich ist Tobias Meißners Gabe, in mir intensive philosophische, ökologische, religiöse, politische oder doch wieder ganz anders geartete Gedanken hervorzurufen. Eine Szene über das Quälen von Insekten und Ratten ließ mich darüber nachdenken, ob wir alle erst in Aktion treten, wenn wir selbst in unseren Befindlichkeiten gestört werden.

"Die Dämonen" ist jedoch nicht immer düster und bedrohlich. Das Buch bietet sehr viel versteckten Witz, spritzige Dialoge, skurrile Charaktere und ein paar an Comics erinnernde Einlagen. Ein Buch über mystische Dämonen und über innere Dämonen. Ein Buch über Krieg, Gewalt, Kampf, eine hoffnungslose Liebe und das Schicksal. Ein Buch über eine sich drehende Welt, in der alles Anfang und Ende zugleich ist.

Sprachlich bewegt sich Tobias O. Meißner in gewohnten Gefilden. Manchmal experimentiert er etwas, benutzt ungewöhnliche Beschreibungen und Ausdrücke. Darauf muss man sich einlassen können, um das Buch in vollem Umfang genießen zu können. Für mich ist "Die Dämonen" nicht ganz so stark wie einige seiner anderen Werke, aber im Vergleich zu vielen anderen Büchern sticht dieses hier erneut heraus.
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45 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch wird mich nachhaltig zu zwei Dingen veranlassen: Zum einen werde ich nie wieder etwas von Tobias o. Meißner lesen und zum anderen vor dem Kauf eines Buchs aus dem Piper-Verlag sehr genau hinsehen. (Am liebsten würde ich auch diesen Verlag dauerhaft boykottieren, aber das würde mir sicherlich deutlich mehr weh tun als denen)

Dieses Buch ist die unverschämteste Mogelpackung die mir jemals untergekommen ist. Es wurde hier ja bereits in mehreren Rezessionen angemeckert, dass es eigentlich wohl nur 200-250 Seiten haben würde - ich behaupte, es wären sogar deutlich weniger! Es wurde hier wirklich mit sämtlichen Tricks gearbeitet um ein kümmerliches Manuskriptchen auf das in der "Tolkiengeschöpfe"-Reihe übliche Format aufzublasen: Schriftsatz in Größe und Abstand von Zeichen und Zeilen wie in einem Kinderbuch; absurd große Ränder (Seitengröße 13,4 x 21,4 cm, Schriftfläche 8,5 x 16 cm); die alle paar Seiten vorkommenden neuen Kapitel sind so aufgebaut, dass sich immer mindestens eine leere Seite addiert; bei den neun "Umdrehungen" kommt dabei noch eine Seite mit dem immer gleichen Bild und eine komplett leere Seite dazu; das Papier ist kein "Taschenbuchpapier", sondern dickes wie in gebundenen Büchern (Taschenbücher dieser Dicke haben normalerweise mindestens 700 Seiten und nicht 460). Rechnet man das alles hoch, kommt man netto eher auf 150 Seiten. Das den Käufern für 14,90 ¤ unterzujubeln ist wirklich dreist.

Okay, bis hierher wäre es reine Sache des Verlages, für die Meißner nichts kann. Doch leider hätte der Inhalt nicht nur vom Format her in eines der billigen dünnen Büchlein aus der Bahnhofsbuchhandlung gepasst sondern auch von der Qualität. Ich habe zuhause ca. 450 Romane aus dem SF- und Fantasybereich und bevor ich mir das Kaufen leisten konnte, hatte ich Hunderte aus Büchereien gelesen - doch "die Dämonen" gehört zu den schlechtesten Büchern, die ich je gelesen habe. Das ist wirklich keine Übertreibung. Nur wegen des lächerlichen Umfangs konnte ich mich dazu zwingen, es zuende zu lesen - und das auch nur, weil man nie eine Rezension zu einem Buch schreiben sollte, das man gar nicht ganz gelesen hat.

Ich müsste hier jetzt seitenlang weiterschreiben, um alles aufzulisten, was an diesem Buch alles schlecht ist. Hier hat ein Autor ganz offensichtlich auf die Schnelle etwas hingeschmiert, ohne sich vorher wenigstens ein klein wenig eine passende "Welt" um die Handlung auszudenken. Die Handlung ist eine wirre, langweilige Konstruktion, die wahrscheinlich erst während des Tippens entstand. Also die gleiche Groschenheftschreibweise, wegen der ich auch das ganze Geschreibsel von Hohlbein so brechreizerregend finde. Doch hier kommen am laufenden Band weitere grobe Patzer hinzu, die noch nicht mal Hohlbein macht.

Es gleitet des öfteren schon in eine unfreiwillige Komik ab, so z.B wenn Minten und seine Gefährtin sich abwechselnd durch den Schnee tragen. Wenn Janosch den kleinen Bär und das Tigerchen derartiges tun lässt, bringt das jeden Erwachsenen zum Schmunzeln. Hatte Meißner etwa ursprünglich ein Kinderbuch geschrieben und auf Drängen des Verlages (völlig unzureichend) auf Erwachsenen-Fantasy getrimmt? Man könnte es nicht nur an dieser Stelle annehmen. Die seitenlangen (nebenbei taktisch gesehen naiven bis dümmlichen) Aufzählungen von Kriegsplänen der Baronate 1-9 wären todlangweilig, hätten sie mich nicht an Dialoge von Loriot erinnert und mich so zum Lachen gebracht. Eigentlich prima, wenn Autoren das hinbekommen, nur ist es in diesem Fall garantiert nicht beabsichtigt. Es passt immerhin dazu, dass einige der Personen von vornherein eher klischeehafte Witzfiguren sind und auch die eher ernsthaft angelegten ständig völlig unlogisch handeln.

Überhaupt das Thema Logik: Dass Meißner nur schnell heruntersschrieb, ohne sich seinen eigenen Roman überhaupt mal bildlich vorzustellen, schlussfolgere ich auch daraus, dass so unglaublich viel keinen Sinn ergibt. Wenn ich einen Roman lese, läuft er bei mir im Kopf quasi als Film ab. Wenn da die Bilder permanent mit etwas kollidieren, was erst ein oder zwei Sätze vorher beschrieben wurde, macht das nicht nur die ganze Atmosphäre (und damit mein Lesevergnügen) völlig kaputt, sondern zeigt auch, dass beim Autor eben dieser "Film" niemals im Kopf abgelaufen sein kann, weil er es sonst hätte merken müssen.

Ich habe nur wenige Romane der "Tolkienwesen"-Reihe gelesen und keiner davon konnte dem genialen "Die Orks" auch nur annähernd das Wasser reichen, doch mit "die Dämonen" hat diese Reihe einen kaum noch zu unterbietenden Tiefstand erreicht. Hätte ich es vorher gewusst, ich hätte das Buch nicht mal gelesen, wenn man mir 14,90 ¤ gezahlt hätte. Es wird einen Ehrenplatz in meinem "Gruselkabinett der abschreckenden Beispiele" neben Hohlbein und Moorcock bekommen.
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