DAS NOBEL-INSTITUT UND NORWEGISCHE BUCHCLUBS RIEFEN NAMHAFTE SCHRIFTSTELLER DER WELT AUF, DIE NACH IHRER MEINUNG 10 WICHTIGSTEN WERKE DER WELTLITERATUR ZU BENENNEN. DIESES WERK WAR EINES DER (AUS DIESEN LISTEN ERSTELLTEN) 100 WICHTIGSTEN BÜCHER DER LITERATURGESCHICHTE.
Der meines Erachtens beste, anspruchsvollste unter Dostojewskijs Romanen. Die Geschichte ist unglaublich komplex, mehrere Erzählstränge werden entworfen, ineinander verdrillt und am Ende meisterlich zusammengeführt. Die Lektüre erfordert große Aufmerksamkeit – wichtig dabei zu wissen, dass alle in der Geschichte auftauchenden Charaktere entweder a.) mit Ihrem Vornamen, b.) Ihrem Nachnamen oder c.) Ihrem Spitz- bzw. Kosenamen auftauchen. Wer trotzdem durchhält und sich immer wieder vergewissert, welcher Protagonist gerade im Mittelpunkt steht, wer mit wem redet, verwandt ist und wer wen liebt, kennt, seinen Freund nennt, der wird ein Aha-Erlebnis haben, wie geschickt am Ende – die bereits erwähnten – Erzählstränge zusammengeführt werden. Dostojewskij zeigt sich hier als einer jener ganz wenigen großen Romanciers, die auch eine Geschichte über 500 und 800 Seiten „zusammenhalten“ können.