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Die Dämonen: Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff Roman [Taschenbuch]

Heimito von Doderer
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 1985
Einer der bedeutendsten Großstadtromane unseres Jahrhunderts. Im Wien der ausgehenden zwanziger Jahre werden Schicksale aus dem Großbürgertum und Adel, aus dem Arbeiter- und Intellektuellenmilieu zu einem schillernden gesellschaftlichen Gewebe verflochten.

Wird oft zusammen gekauft

Die Dämonen: Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff Roman + Die Strudlhofstiege: oder Melzer und die Tiefe der Jahre Roman + Die Merowinger oder Die totale Familie: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1360 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 1985)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423104767
  • ISBN-13: 978-3423104760
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,9 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 226.827 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Dämonen
OA 1956 Form Roman Epoche Moderne
Das monumentale Werk erhöhte den Rang von Heimito von Doderer als Analytiker auch der politisch-sozialen Verfassung des vorfaschistischen Österreich. Zugleich machte es die Problematik transparent, zur Zeit des Nationalsozialismus eine Haltung zu finden und zur Grundlage eines homogenen Werks zu machen.
Entstehung: Doderer arbeitete 1930–36 an dem Buch, bis er die Konzeption als ausweglos liegen ließ. Erst nach der Klärung seiner ideologischen Position und der Beendigung der Strudlhofstiege, die er als »Rampe» für dieses noch umfangreichere Opus betrachtete, widmete er sich wiederum sechs Jahre, bis 1956, den Dämonen. Von der gestaffelten Entstehung zeugt die komplexe Erzählerkonstruktion.
Inhalt: Die Grundkonstellation, auch der mit »G-ff« abgekürzte Chronist, ist aus dem gleichnamigen Roman (1871/72) von Fjodor R Dostojewski übernommen. Eine Gruppe von – individuellen und heterogenen – Wienern und Zugereisten gibt sich unter der Bezeichnung »Die Unsrigen» geselligen Vergnügen hin, einige von ihnen mit faschistischen und antisemitischen Tendenzen. Über 30 Kern- und Randfiguren aus dem Roman Die Strudlhofstiege (1951) begegnen hier wieder (Hauptfiguren R S. 290), doch sind Die Dämonen keine inhaltliche Fortsetzung.
Auch in diesem Roman ist die eigentliche Intrige ohne Belang: Der Kammerrat Levielle versucht vergeblich das Erbe Charlotte von Schlaggenbergs zu unterschlagen, deren Herkunft und Zukunft sich nebenher klären. Etwa 50 Romanfiguren repräsentieren in differenzierter Darstellung die Erfahrungswelt des Autors vom kultivierten Groß- bis zum Kleinbürgertum der Hausmeister, aber auch die unheimliche Unterwelt der Kaschemmen bis zum brutalen Mörder Meisgeier sowie das Milieu der Proletarier. Allmählich schält sich der Entwicklungsroman Leonhard Kakabsas heraus, eines idealisierten, zu Höherem berufenen Arbeiters, der programmatisch den Traktat Über die Würde des Menschen (1496) von Pico della Mirandola (1463–94) liest.
Doderer weist die Psychoanalyse von Sigmund Freud (1856–1939) zurück, spürt aber seinerseits dem – oft mit Raummetaphern erfassten – Innenleben seiner Figuren nach, die häufig – weil sie sich der Wahrnehmung des Eigentlichen verweigern – befangen sind in einer »zweiten Wirklichkeit«. Darunter versteht er eine Ideologie wie den Faschismus, blinde Wut, Extremismus, Gewalt, auch eine erotische Obsession wie Schlaggenbergs komische, systematische Jagd nach »dicken Damen« oder den Sadismus, den er an Jan Herzka sowie an einem fingierten frühneuhochdeutschen Manuskript, dem Protokoll eines Hexenprozesses, veranschaulicht.
Aufbau: Der Untertitel des Romans lautet »Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff«. Doderer schrieb auktorial, verflocht aber seine Berichterstatter mit den Ereignissen selbst, sodass Geyrenhoff als Chronist scheitert, und tendierte zum Ausschluss der Erzählerstimme. Damit nähert Doderer sich dem »totalen Roman» (Albert Paris Gütersloh), der weder reines Konstrukt noch beliebig offen sein sollte.
Das über 1300-seitige Buch besteht aus einer »Ouvertüre» und drei Hauptteilen, die sich wiederum in 13, neun bzw. zwölf Kapitel gliedern, welche meist lapidar-symbolische (Auf offener Strecke, Das Feuer) oder ironische Titel tragen (Der Eintopf).
Die Chronologie ist undeutlich, aber rekonstruierbar: Von 1955 aus erzählt, spielen die Ereignisse, im Herbst 1925 anknüpfend an Die Strudlhofstiege, hauptsächlich vom Herbst 1926 bis zum Sommer 1927. Die Stimmung dieser Jahreszeiten in der Großstadt wird mit Sensibilität für Düfte und Gerüche eingefangen. Der Einstieg Draußen am Rande ist exzentrisch; er führt über die Nebenfiguren Williams und Drobila behutsam zum Zentrum; der Schluss zerstreut auf dem Bahnhof die Reste der »Unsrigen«. Fluchtpunkt der Handlung aber ist der historische Brand des Justizpalasts am 15.7.1925, als opferreiche revolutionsähnliche Unruhen das Ende des inneren Frieden signalisieren; eine unbeteiligte Frau mit Milchflaschen wird erschossen und stirbt in einer symbolischen weiß-roten Lache.
Wirkung: Im Erscheinungsjahr der Dämonen erhielt Doderer den Großen Österreichischen Staatspreis; der Spiegel widmete ihm eine Titelgeschichte. Der Autor galt nun vollends als der Repräsentant der Nachkriegsliteratur in Wien. A. H.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Als Heimito von Doderer am 5. September 1896 in Weidlingau bei Wien als Sproß einer wohlhabenden Architekten- und Ingenieursfamilie geboren wird, ist noch alles in Ordnung. Der doppelköpfige Adler hat noch viel Platz, seine Schwingen auszubreiten und der alte Kaiser Franz ist Herr über 46 Millionen Untertanen. Als der Fähnrich Ritter von Doderer 1920 jedoch aus sibirischer Gefangenschaft zurückkommt, ist die k.u.k. Herrlichkeit dahin, die Familie hat einen großen Teil ihres Vermögens eingebüßt. Entgegen den Wünschen des Vaters beschließt der Vierundzwanzigjährige Schriftsteller zu werden, nimmt jedoch in Wien ein Geschichts- und Psychologiestudium auf, das er mit der Promotion abschließt. 1938 erscheint der erste Roman: ›Ein Mord den jeder begeht‹. Die Anerkennung als Schriftsteller bleibt ihm versagt – bis 1951, dem Erscheinungsjahr der ›Strudlhofstiege‹. Um sich dem Mammutwerk zu nähern, empfahl Helmut Qualtinger einst folgenden Weg: den »spannenden Krimi« ›Ein Mord den jeder begeht‹(1938) zu Anfang, dann die ›Kurz- und Kürzestgeschichten‹, des weiteren die ›Dämonen‹ und schließlich die ›Strudlhofstiege‹. In der Tat ist die Lebensgeschichte des Conrad Castiletz eine aufregende Erzählung, die in manchem auf das spätere Werk vorausweist: skurriles Personal, geschliffene Sprache, Zufälle und Unwahrscheinlichkeiten, die mit einer solchen Selbstverständlichkeit erzählt werden, daß selbst das Ungeheuerlichste plausibel erscheint. Auch wenn Doderer erst mit den nach 1951 erschienenen Büchern bekannt wurde, ist das Vorkriegswerk nicht weniger bedeutend. Unter anderem entstanden bis zum zweiten Weltkrieg die beiden Romane ›Ein Umweg‹ (veröffentlicht 1940) und ›Die erleuchteten Fenster oder Die Menschwerdung des Amtsrates Julius Zihal‹. Der Roman ›Die Strudlhofstiege‹, das bedeutendste Werk Doderers, ist für den mittlerweile 55-jährigen der schriftstellerische (und somit finanzielle) Durchbruch, dem offizielle Ehrungen folgen. Die Jugendstiltreppe im IX. Bezirk ist geographischer Mittelpunkt einer Beschreibung der Wiener Gesellschaft zwischen 1910 und 1925. Der souverän gearbeitete Erzählteppich faßt die unterschiedlichsten Lebensstränge in pralle Bilder und köstliche Geschichten zusammen. Mit zum Teil denselben Figuren schrieb Doderer diese österreichische „chronique scandaleuse“ in den fast 1400 Seiten umfassenden ‘Dämonen’ (1956) weiter. Dostojewskij frech herbeizitierend ist der in den späten zwanziger Jahren spielende Roman auch eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Ideologie. In beide Romane sind all die Turbulenzen eingegangen, die Doderer in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat: seine seelischen, sexuellen und politischen. Zu ihnen zählt die spannungsreiche Beziehung zu Gusti Hasterlik, der Kampf gegen den cholerischen Vater, der »barbarische Irrtum«, wie er später sagte, in der NSDAP einen gesellschaftlichen und politischen Ort finden zu können, den er 1940 mit der Konversion zum Katholizismus wettzumachen versucht. All dem wohnt der Wunsch inne, »ein Mensch zu werden«, sich von den inneren und äußeren Fesseln zu befreien, seinem literarischen Generalthema. »Mein Leben: eine Schachtel, in die ich verpackt war, aus der ich mich herausgenommen habe.« So schrieb auch: »Mein eigentliches Werk besteht, allen Ernstes, nicht aus Prosa oder Vers: sondern in der Erkenntnis meiner Dummheit.« Die Heirat 1952 mit Maria Thoma war Ausdruck des nächsten Schritts: sich selbst Form und Ordnung zu geben. Bei ihr im niederbayerischen Landshut lebte er jedoch nur in Abständen, um zu arbeiten, ansonsten blieb er in Wien, der Stadt, die ihm literarischer Rahmen geworden war. Grotesker Familienroman und Totalitarismuskritik in einem ist sein komischstes Werk: ‘Die Merowinger’ von 1962. Krönender Abschluß des Lebenswerks sollte der vierteilige ‘Roman No. 7’ sein. Zu Lebzeiten erschienen ist nur der erste Teil: die Vater-Sohn-Geschichte ‘Die Wasserfälle von Slunj’ (1963), die dem Literarischen Quartett im Doderer-Gedächtnisjahr 1996 eine Empfehlung wert war. Am 23. Dezember 1966 starb er in einem Wiener Krankenhaus an Darmkrebs, Folge seiner Alkoholexzesse – »Der Tod steht am Rande unseres Lebens und blickt in dieses hinein. Er umrandet unsere Existenz.« (Aus dem Tagebuch vom 6. April 1964). Thomas Zirnbauer

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein stadtroman, der viel natur in sich birgt 3. September 2009
Format:Taschenbuch
das epizentrum des umfangreichen romans ist der brand des justizpalastes in wien im jahre 1927, auf dieses ereignis zusteuernd, aus den unterschiedlichsten perspektiven, die mittels sehr stark kontrastierender sozialer ebenen geschildert werden. die struktur des buches orientiert sich an einer imaginären chronik, die ein ehemaliger sektionsrat (geyrenhoff) nach seiner pensionierung anlegt, um ereignisse in seiner umgebung festzuhalten. unterstützt wird er dabei von einigen der anderen protagonisten des romans. es gelingt doderer auf erstaunliche art und weise, die unterschiedlichen autoren mit wenigen worten und anmerkungen kenntlich zu machen. im großen und ganzen ist aber der roman kein politischer roman, und auch die bezeichnung "stadt-roman" trifft den kern des buches nicht - da sich in diesem epischen werke vielleicht die ergreifendsten naturschilderungen deutscher sprache finden, die jemals zu papier gebracht worden sind. wesentlich an dem buch ist jedenfalls die tiefe menschliche kraft, die die protagonisten in einem unweigerlichen sog aufeinander zu - oder auch voneinander weg - bewegt. die kraft des lebens selbst ist zu spüren.
ein lebensroman, eine wahre krone im werke doderers.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wien in den Zwanzigern, unvergleichlich erzählt 2. Februar 2013
Von Kiepura
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Dieses riesige Werk hat mehrere Handlungsstränge. Zum einen geht es um eine locker zusammengewürfelte Gruppe, „die Unsrigen“ oder „die Düsseldorfer“, der vornehmlich jüngere Männer aller möglichen Professionen angehören, darunter auch eine junge Dame, Charlotte von Schlaggenburg, genannt „Quapp“, die eine der Hauptpersonen dieses Romans ist. Nach und nach stellt sich heraus, daß sie von der Familie Schlaggenburg adoptiert wurde und einem Seitensprung eines reichen Gutsbesitzers mit einer Adeligen entstammt. Der angenehme Nebeneffekt besteht in einer Millionenerbschaft, die ihr aufgrund ihrer Herkunft zusteht. Ein zweiter Handlungsstrang rankt sich um den Historiker Rene von Stangeler, der in einer Kärntner Burg eine originale Handschrift aus dem 16. Jahrhundert entdeckt, aus der sich eine andere Sichtweise der damals herrschenden Hexenprozesse ergibt. Die Fachwelt in Gestalt eines aus Budapest stammenden amerikanischen Harvard-Professors wird auf ihn aufmerksam und eine große Zukunft scheint im offenzustehen.
Zum dritten geht es um Leonhart Kakabsa, einem aus Böhmen stammenden Arbeiter, der – von unermeßlichem Bildungshunger erfüllt – beginnt, Latein zu lernen, dadurch bald in „höhere“ Kreise gelangt und letztendlich von einem Prinzen eine Stellung als Bibliothekar angeboten bekommt.
Doderer entwickelt ein unglaublich breitgefächertes Szenario: Dutzende von Figuren, die alle in irgendeinem – gar nicht an den Haaren herbeigezogenen – Zusammenhang stehen, tummeln sich in diesem Roman, dessen Umfang in der Taschenbuchausgabe (dtv) 1345 Seiten umfaßt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großstadtroman ? 6. August 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
als Großstadtroman wie im Klappentext würde ich dieses Buch nicht bezeichnen. Spielt zwar ein Großteil in Wien, findet sich die Handlung doch auch oft in den grünen Randbezirken der Stadt,
im Burgenland, in der Burg Neudegg usw..
Erzählt wird in zahlreichen verschiedenen Handlungssträngen, welche alle miteinander verbunden sind
und auf den Brand des Wiener Justizpalastes im Juli 1927 hinauslaufen, die Wiener Gesellschaft hauptsächlich im Intellektuellenmilieu, aber auch in den Arbeiterschichten und dem Kleinganoventum.
Auch ein Bezug zur k. und k. Monarchie, dem ersten Weltkrieg und dessen Folgen wird hergestellt.
Ein zentrales Thema ist ein Familiengeheimnis in Bezug auf Charlotte von Schlaggenberg, genannt Quapp, und eine damit verbundene riesige Erbschaft.
Ein anderer Höhepunkt ist ein ganzes Kapitel in mittelalterlicher Sprache, in dem auf die Hexenverfolgung eingegangen wird.
Der Roman ist aufgrund seiner Länge und der vielen unterschiedlichen Personen nicht einfach zu lesen. Man sollte auch nicht allzu lange dafür brauchen um den Faden nicht zu verlieren.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Bild der Wiener Gesellschaft 13. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn auch die Titelgleichheit Absicht ist, so darf dieser Roman nicht mit dem gleichnamigen Werk Dostojewskijs verwechselt werden. Doderer schuf einen einmaligen Großstadtroman. Er entwirft ein breit angelegtes, bis in kleinste Einzelheiten faszinierendes Bild der Wiener Gesellschaft, des alten Adels, der Großbürger, der Intellektuellen und Künstler, der Arbeiterscharen, bis hin zur Halb- und Unterwelt vor dem Hintergrund der für österreichische Hauptstadt so turbulenten Monate zwischen Herbst 1926 und Sommer 1927. Die Schicksale der Hauptakteure, die kritisch-distanziert von einem Chronisten und Augenzeugen geschildert werden, sind auf kunstvolle Art miteinander verwoben. Sie drängen zu auf das bedeutendste zeitgeschichtliche Ereignis der damaligen Monate, den Brand des Wiener Justizpalastes als Folge der großen Arbeiterunruhen nach einem die Massen bewegenden und kontrovers diskutierten Urteil in einem politischen Mordprozeß. Doderer begreift diese Ereignisse als das "Cannae der österreichischen Freiheit". Es gelingt ihm, am konkreten Fall die ideologischen Gegensätze zwischen dem linksstehenden republikanischen Schutzbund und den rechtsgerichteten Frontkämpfern bis hin zu dem sich abzeichnenden faschistischen Gedankengut deutlich werden zu lassen. Leider ist das Buch stellenweise etwas langatmig, deshalb nur 4 Sterne. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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