Pressestimmen
Ein Wegweiser für jeden der sich mit CMD beschäftigt
Buchrückseite
"Das Kiefergelenk ist das erste Glied einer kinematischen Kette, die sich nach kaudal über die Kopfgelenke buchstäblich bis zur kleinen Zehe fortsetzt"Ein kompakter Wegweiser für Patienten und Therapeuten"*. Die Worte des Anatomen beschreiben genau das, was manchem Patienten unliebsamer Alltag ist. Welchen Spezialisten soll man aber aufsuchen, wenn ein Problem den ganzen Körper betreffen kann? Dieses Büchlein möchte einen kompakten aber logischen Einblick in die Materie erschließen und für therapeutische Teams wie für Patienten sinnvolle diagnostische und therapeutische Strategien aufzeigen. * siehe Quellen (Seite 23) 3)
Über den Autor
Rainer Schöttl war fast zeitlebens mit der Funktion, bzw. Dysfunktion, des Kausystems befasst: Als Schüler, während Aushilfsarbeiten bei Fortbildungskursen des Vaters, beim Studium der Zahnheilkunde in den USA, seit 1985 in seiner privatzahnärzt-lichen Praxis in Erlangen, als Leiter des vom Vater 1970 gegründeten Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation, als Referent, Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen und als Präsident der deutschen Sektion und internationaler Sekretär des International College of Cranio-Mandibular Orthopedics1. Selbst als junger Mann über 15 Jahre lang von Schmerzproblemen geplagt, führte er seine Erkenntnisse aus der Myozentrik, der neuromuskulären Haltungstherapie, der Rhinologie, der Neurologie, der Anatomie, der Physiologie und anderen Fachbereichen zusammen, zum umfassenden Konzept der Cranio-Mandibulären Orthopädie, welches er in Fortbildungskursen an Kollegen aus dem eigenen und anderen Heilberufen weitergibt. Die aus der eigenen Genesung gewonnene Zuversicht anderen von Leiden geplagten Menschen weiterzugeben, ist das Ziel seiner beruflichen Tätigkeit.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Neben den „modernen“ Zivilisationskrankheiten, wie A.I.D.S., Herz-Kreislauferkrankungen und den Allergien wird eine der wichtigsten Geiseln der zivilisierten Menschheit nur allzu häufig übersehen: chronische Schmerzen. Während das Phänomen chronischer Schmerzen unter den Naturvölkern nur relativ selten anzutreffen ist, ist es in der modernen westlichen Welt zu einem lebensbestimmenden Faktor geworden. Zum einen hat sich hier ein kolossaler Markt für pharmazeutische Analgetika entwickelt, zum anderen ist der Einfluß auf die allgemeine Leistungsfähigkeit nicht zu unterschätzen. Eine von einem amerikanischen Versicherungskonzern vor einigen Jahren durchgeführte Untersuchung kam zu dem erstaunlichen Ergebnis, daß bereits zu dieser Zeit in den USA 156,9 Millionen Arbeitstage pro Jahr alleine den Kopfschmerzen zum Opfer fallen! Die Forschung wird hier in etlichen Spitzen vorangetrieben, von denen sich die meisten mit biochemischen Schmerzmechanismen und der Entwicklung entsprechender pharmakologischer Präparate befassen. Wo immer möglich, sollten jedoch chronische Schmerzen nicht palliativ, sondern ursächlich behandelt werden, eine in dieser Größenordnung einmalige Herausforderung an die moderne Medizin zur interdisziplinären Zusammenarbeit, da chronische Schmerzen von praktisch allen Körpersystemen ausgelöst werden können. Die Cranio-Mandibuläre Orthopädie beschäftigt sich mit der Erforschung der Ätiologie, der Diagnose und der Therapie von chronischen Schmerzen und Leiden, welche aus Körperfehlhaltung, Fehlbißstellung und chronischer muskulärer Hyperaktivität hervorgehen.