"We skip the light fandango...Turn cartwheels across the floor.... I was feeling kind of sea sick... But the crowd called out for more..."
(Jimmy Rabbitte's Schlussworte & Zitat aus dem Song "A Whiter Shade Of Pale" von Procol Harum")
Der junge Dubliner Jimmy Rabbitte (Robert Arkins) hat die Vision von der "härtesten Arbeiterband der Welt", die den "Dublin Soul" spielen wird. Als deren künftiger Manager rekrutiert er die ersten Mitglieder aus einer müden Rockformation, die auf einer irischen Hochzeitsfeier aufspielt und der erst 17-jährigen Bluesröhre Deco (Andrew Strong), der dort betrunken seine Sangeseinlage gibt. Zur Komplettierung der Band gibt er eine Zeitungsannounce auf. Bei den darauf folgenden Vorstellungsgesprächen und Darbietungen der Bewerber, die im Haus von Rabbittes Familie stattfinden, erhält der Zuschauer einen amüsanten Überblick über sämtliche Richtungen der Rock/-Popmusik und deren bekanntesten Protagonisten. Die Präsentation von "Elvis was a Cajun", wird von Jimmys Vater (Colm Meaney), einem glühenden Presley-Verehrer, als "Blasphemie" kommentiert. Mit dem Joey "The Lips" Fagan (Johnny Murphy) kommt als Senior ein Trompeterveteran hinzu, der mit priesterlichen Worten (und bisweilen an Baron von Münchhausen erinnernd) darüber berichtet, mit wem er bereits "gejamt" habe. Nachdem er der Band ihren Namen gegeben hat, und sein besonderes Interesse nicht nur deren Professionalität, sondern auch (nacheinander) den attraktiven (Chor)-Sängerinnen Nathalie, Imelda und Bernie widmet, folgen die ersten Auftritte von "The Commitments"........
...... doch schon bald sollen zentrifugale Kräfte aus Jazzvorliebe, Soloambitionen, Egoismus, Rivalitäten und Antipathien die Band im Film auseinanderreißen, sodass auch der von Joey "The Lips" Fagan angekündigte Wilson Pickett zu spät kommt......
.......im realen Leben jedoch wurde von Mitwirkenden des Films die Formation "The Stars From The Commitments" gegründet, deren Auftritt in "Ackroyd's House of Blues" in Los Angeles (1996) vom "Bluesbrother" als bester Soul Review den er je gehört oder gesehen hatte, bezeichnet wurde. Bei späteren Konzerten und Touren sollten gemeinsame Auftritte mit Wilson Pickett (!) B. B. King, Sam Moore (Sam & Dave), Steve Cropper (Blues Brothers), Clarence Clemons (E- Street Band), Denis Edwards (The Temptations) Buddy Miles, James Brown u. a. folgen.
Der auf Roddy Doyles Roman "Dublin Beat" basierende und von Regisseur Alan Parker vorwiegend mit Laiendarstellern (die ihre Musik selbst live spielen) inszenierte Film trägt die Züge einer Sozialstudie und ist gleichzeitig ein Dokument für die Geschichte der modernen Rock- und Popmusik, deren zweite Wurzel neben dem Afroamerikanischen vor allem in Irland, dem Land der Barden und ihres Wortwitzes, zu finden ist. Daher ist auch die Filmpassage, in der ein Bandmitglied vom seinem Beichtvater dahingehend korrigiert wird, dass nicht Marvin Gaye, sondern Percy Sledge das Lied "When A Man Loves a Woman" gesungen hat, nicht nur bloßer Filmgag, sondern auch in der Realität durchaus denkbar. Das den Film und seinen hervorragenden Soundtrack abschließende "Midnight Hour" passt dramaturgisch besonders gut, da man bis Mitternacht (vergeblich) auf das Erscheinen Wilson Picketts wartete.
Die "Special Edition" bietet zusätzlich das "Making Of" des Films und das Musikvideo zu "Treat Her Right".
Dafür gibt es 5 Amazonsterne und die Hoffnung auf eine Fortsetzung!