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Die Clerkenwell-Erzählungen
 
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Die Clerkenwell-Erzählungen [Gebundene Ausgabe]

Peter Ackroyd , Eva L. Wahser
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 251 Seiten
  • Verlag: Knaus (19. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813502414
  • ISBN-13: 978-3813502411
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.129.103 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung



König, Tod und Teufel. Und eine verrückte Nonne.


Peter Ackroyd ist ein wahres Chamäleon der Literatur. Seine Bücher sorgen für Furore. Zuletzt seine opulente Biografie über London: »Ein reiches Buch, voller Witz und Wissen, voller Elan und Leben, brillant geschrieben.« Die Zeit
Jetzt entführt er uns in die Zeit des Mittelalters, als die Menschen ihren Glauben verloren. Als Könige und Päpste stürzten und die Welt aus den Fugen geriet. In eine Zeit, die uns näher steht, als wir ahnen.

London, 1399: Ein Jahrhundert geht zu Ende. Und mehr. Gespenster ziehen durch die Straßen. Echte und eingebildete. Vom Weltuntergang ist die Rede, von Umsturz, Intrigen, Mord. Im Mittelpunkt der Verstörung steht eine junge Frau, Schwester Clarissa, die Nonne von Kloster Clerkenwell. Visionen hat sie. Feuer und Tod drohten der Stadt, und die Tage König Richards II. seien gezählt. Alles nur das Geplapper einer verrückten? Oder doch ein Blick in die Zukunft? Während Bischöfe, Edelleute, Gelehrte und das einfache Volk noch streiten, ob Gott oder der Teufel die Nonne lenken, geht in London die erste Kirche in Flammen auf. Dann die zweite. Zuletzt treibt die Leiche eines bekannten Medikus im Fleet. Panik erfasst die Menschen. Und hinter uralten Mauern planen feine Herren ein blutiges Spiel, von dem nur einer weiß...
»Die Erzählungen von Clerkenwell« sind ein Kaleidoskop, ein Bilderbogen, ein Diamant mit vielen Facetten. Wie einst sein berühmter Landsmann Geoffrey Chaucer schaut Ackroyd den Menschen aufs Maul, kriecht ihnen unter die Haut. Ob Priester, Medikus oder Koch, Ritter, Kaufmann oder Kupplerin - das pralle Leben rückt uns hier auf den Leib. Ungeschönt und mit allen Sinnen inszeniert. Ackroyds apokalyptischer Thriller verbindet die Wucht shakespearescher Königsdramen mit der Raffinesse eines Umberto Eco.

Klappentext

"Ackroyd nimmt uns mit in eine Welt, die gleichzeitig prächtig und schmutzig, sowohl edel als auch unglaublich pervers ist."
The Scotsman

"Ein Meisterwerk an historischer Vorstellungskraft."
Sunday Telegraph

"Niemand kann so faszinierend über London schreiben wie Ackroyd."
Church Times


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Menschheit neigt zum Wahnsinn und zur Leichtgläubigkeit, 30. September 2004
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Clerkenwell-Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Wir schreiben das Jahr 1399, in England steigert sich zur Jahrhundertwende wieder einmal die Hysterie. Weltuntergangspropheten haben Hochkonjunktur und geheime Verbünde versuchen aus dem Umstand der Zwistigkeiten zwischen Richard II und Heinrich Bollingbroke politisches Kapital zu schlagen - der Aberglaube regiert das Land und treibt zuweilen kuriose Stilblüten. Peter Ackroyd beschreibt hier in „Die Clerkenwell Erzählungen" ein echtes und reales Drama des Mittelalters, mit allen schändlichen Inhalten.

Die Menschheit neigt zum Wahnsinn und zur Leichtgläubigkeit, so scheint es, wenn man den historischen Roman von Peter Ackroyd „Die Clerkenwell - Erzählungen", in einer Übersetzung aus dem Englischen von Eva L. Wahser, liest. Ablaßhandel, Reliquien, Intrigen, politische Ränkespiele und Sexeskapaden sind an der Tagesordnung.

Zwischen allen diesen Verdammten spielt sich zudem noch der Kleinkrieg unter den Vorherbestimmten und der Gruppe Dominus ab und dann wäre da ja noch die Nonne Clarissa, die allgemein hin als ein wenig verrückt gilt und beständig den Weltuntergang vorhersagt. Doch was steckt hinter der angeblich prophetischen Gabe der Nonne Clarissa - politisches Kalkül oder nur Wahnsinn oder etwa doch echte Frömmigkeit und Verbundenheit zu Gott?

Der historische Roman von Peter Ackroyd „Die Clerkenwell - Erzählungen" ist zwar ein wenig schwierig zu lesen, dies kommt durch die umständliche Sprache und Ausdrucksweise des Mittelalters zustande, dennoch fasziniert gerade diese umständliche Ausdrucksweise und zeigt auf, wie kompliziert die Denkstruktur bereist im Mittalter war.

Morde kamen häufig vor und man mußte sich allenthalben immer wieder untereinander versichern, wie gottgläubig man doch war und wie Bibelfest und dennoch Intrigen - am laufenden Bande und überall.

Der geschichtliche Kontext des Romans hat eine eigenartige Wirkung, vielfach glaubt man, die heutige Zeit wiederzuerkennen in Ihren Beteuerungen, Ränkespielen und politischen wie auch ideologischen Themen. Nur den Weltuntergang, den haben wir mit der Jahrtausendwende nicht erlebt.

Ein Buch für echte Fans des Mittelalters, die auch sprachlich an dem Geschehen teilhaben wollen. Ein buntes und teils verrücktes Kaleidoskop an bekanntem und weniger bekannten Auswüchsen der gottesfürchtigen Gemeinschaft des Jahres 1399 in England.

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