...haben wir nichts mehr." Die Maus Riepischiep muss dem widerborstigen Eustachius(Will Poulter) noch so einiges beibringen. Aber das wird schon werden. Denn ohne Eustachius Hilfe wird die Reise auf der Morgenröte kein gutes Ende nehmen. Die neue Narnia-Verfilmung -Die Reise auf der Morgenröte- hat bei den Kritikern kein gutes Ende gefunden, es hagelte Verrisse. Warum das so ist? Es geht um Kürzungen und Unverständnis in vielerlei HInsicht. Ich muss für mich persönlich feststellen, dass der Film besser als sein Ruf ist. C.S. Lewis Geschichten, die vor allem für Kinder ausgelegt waren, mögen manchmal fast schon vor Kitsch triefen, aber es ist ein schöner Kitsch, der da über die Leinwand flimmert. So auch in -Die Reise auf der Morgenröte-. Einem unterhaltsamen Abenteuer mit hervorragender Animationstechnik und guter Besetzung.
Cambridge im 2.Weltkrieg. Die Geschwister Edmund(Skandar Keynes) und Lucy(Georgie Henley) sind bei ihrer Tante Alberta untergebracht worden. Dort müssen sie sich mit dem penetranten Cousin Eustachius herumplagen. Lucy und Edmond wünschen sich nach Narnia zurück und tatsächlich gelangen sie durch ein Bild in die andere Welt. Aber auch der nervende Eustachius kommt mit und das sorgt für reichlich Stress, denn: König Kaspian(Ben Barnes) ist auf der Suche nach den Sieben Lords. Diese sind verschwunden, seit sie ein Bedrohung Narnias durch die Mächte der Dunklen Insel verhindern wollten. Auf ihrem Schiff, der Morgenröte, machen sich Kaspian und seine Begleiter auf den Weg. Bei den einsamen Inseln treffen sie den Zauberer Coriakin(Bille Brown). Sie müssen sich mit Zwergen und Sklavenhändlern herumschlagen, entdecken einen gefährlichen Nebel und erreichen schließlich ihr Ziel. Dort wartet aber nicht nur das Böse, sondern vor allem die Versuchung auf unsere Freunde...
-Die Reise auf der Morgenröte- überzeugt durch herrliche Landschaftsaufnahmen, gut besetzte Charkatere und gelungene Trickaufnahmen. Mehr als in den anderen Narnia-Verfilmungen wird hier deutlich, dass die Story eher für Kinder als für Erwachsene geschrieben wurde. Hier und da wird es naiv, kitschig und banal. Aber ganz ehrlich, das hat mich nicht großartig gestört, schließlich handelt es sich um ein Märchen. Über Kürzungen kann ich kein Urteil abgeben, da ich die ungekürzte Version nicht kenne. Der Film wird von Eustachius, in Form seiner Tagebucheintragungen, erzählt. Das funktioniert gut.
Meines Erachtens passt -Die Reise auf der Morgenröte- gut in die bisherigen Narnia-Verfilmungen hinein. Viele andere Zuschauer sehen das allerdings anders. Ich habe mich gut unterhalten lassen und konnte mich vor allem über die perfekten Animationen von Riepischiep und Aslan erfreuen. Die deutsche Synchronisation der Figuren(fast ausschließlich von den deutschen Synchronsprechern der Originalsprecher) ist überaus gut gelungen. Sie können und dürfen das natürlich wieder einmal völlig anders sehen. Vielleicht schauen sie sich aber auch einfach den Film an und entscheiden dann selbst. Viel Spaß dabei.