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Schauplatz Wien, 16. Jahrhundert: Im fünften Teil der Chronik der Unsterblichen Die Wiederkehr führt die Suche nach dem Grund und dem Ursprung der Vampyre den unsterblichen Andrej Delany und seinen treuen Begleiter Abu Dun nach Wien. Dort hoffen sie den Medicus Franz Breiteneck zu finden, der Gerüchten zufolge einige von Delanys dringendsten Fragen beantworten kann. Doch Breiteneck hält sich versteckt und während die unsterblichen Freunde ihn suchen, geraten sie zwischen die Fronten der angreifenden Türken und die Verteidiger Wiens. Mit jedem Tag spitzt sich die Lage in der eingeschlossenen Stadt weiter zu und als die beiden Breiteneck endlich finden, taucht ein unbekannter Vampyr auf und zwingt Delany sein Leben für die Rettung Wiens aufs Spiel zu setzen. Doch der Vampyr ist kein Fremder und Delany sieht sich mit seiner tot geglaubten Vergangenheit und einer beinah unlösbaren Aufgabe konfrontiert.
Mit Die Wiederkehr führt Hohlbein fort, was er in den erst vier Bänden der Chronik der Unsterblichen begonnen hat, aber auch für Einsteiger in die Geschichte lesbar ist: Dunkle Spannung vor dem Hintergrund historischer Ereignisse und Orte, eine immer wieder mitreißende und überraschende Handlung und trotz Delanys und Abus Abstinenz: viel Blut. --Wolfgang Treß
Kurzbeschreibung
Noch immer ist Andrej Delãny dem Rätsel seiner Unsterblichkeit nicht auf die Spur gekommen. Doch er muss feststellen, dass er nicht der Einzige ist, der dieses Geheimnis zu ergründen sucht. Eine mysteriöse Gestalt scheint seine und Abu Duns Fährte aufgenommen zu haben, gibt sich aber nicht zu erkennen. Schon bald ist Andrej klar: Hier muss es sich um ein Wesen seiner Art handeln. Aber wer ist die Frau an der Seite des Unbekannten? Ein furchtbarer Verdacht keimt in ihm auf
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Der Verlag über das Buch
Die Wiederkehr, der 5. Band der Chronik der Unsterblichen von Wolfgang Hohlbein verspricht Spannung und Nervenkitzel auf höchstem Niveau.
Umschlagtext
Osteuropa im 15 Jahrhundert Noch immer ist Andrej Delany dem Rätsel seiner Unsterblichkeit nicht auf die Spur gekommen. Doch er muss feststellen, dass er nicht der Einzige ist, der das Geheimnis zu ergründen sucht. Eine mysteriöse Gestalt scheint seine und Adu Duns Fährte aufgenommen zu haben, gibt sich aber nicht zu erkennen. Schon bald ist Andrej klar: Hier muss es sich um ein Wesen seiner Art handeln. Aber wer ist die Frau an seiner Seite? Ein furchtbarer Verdacht keimt in ihm auf.
Über den Autor
Wolfgang Hohlbein, geb. 1953 in Weimar geboren, ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Seine Bücher decken die ganze Palette der Unterhaltungsliteratur ab von Kinder- und Jugendbüchern über Romane und Drehbücher zu Filmen, von Fantasy über Sciencefiction bis hin zum Horror. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Jugendbuch 'Märchenmond', für das er mit dem Fantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. 1993 schaffte er mit seinem phantastischen Thriller 'Das Druidentor' im Hardcover für Erwachsene den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Die Auflagen seiner Bücher gehen in die Millionen und immer noch wird seine Fangemeinde Tag für Tag größer. Der passionierte Motorradfahrer und Zinnfigurensammler lebt zusammen mit seiner Frau und Co-Autorin Heike, seinen Kindern und zahlreichen Hunden und Katzen am Niederrhein.
Auszug aus Die Chronik der Unsterblichen Bd. 5 - Die Wiederkehr von Wolfgang Hohlbein. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Der letzte Schwerthieb war ihm gefährlich nahe gekommen. Nahe genug, dass er den Luftzug der Klinge hatte spüren können, die an seiner Wange entlanggestrichen war. Er machte einen tänzelnden halben Schritt zurück, täuschte eine Ausfallbewegung nach links vor, bewegte sich dann blitzschnell in die entgegengesetzte Richtung, während er zugleich sein Schwert in einerschraubenden Bewegung nach oben brachte. Für jeden unerfahrenen Schwertkämpfer wäre diese doppelte Täuschung tödlich gewesen. Doch der Janitscharenhauptmann, dem Andrej gegenüberstand, war ein ausgezeichneter Schwertkämpfer, und genau dieser Umstand wurde ihm zum Verhängnis: Er unterschätzte seinen Gegner. Deutlich kräftiger als Andrej und mindestens einen Kopf größer, benutzte er seine Waffe sehr gewandt und durchschaute die Täuschung. Genau das hatte Andrej gehofft. Als sich die Waffe nach einer komplizierten Bewegung um seine eigene Klinge herumwand und auf die Seite seines Halses zielte - ein Hieb, der zweifellos wuchtig genug war, um ihn auf der Stelle enthaupten zu können - machte er einen halben Schritt nach vorn und riss den linken Arm in die Höhe. Die Augen des Türken weiteten sich ungläubig. Die Klinge prallte gegen Andrejs hochgerissenen Arm, zerschnitt den Stoff seines Hemdes und prallte Funken sprühend gegen den stählernen Armschutz, den er darunter trug. Dennoch hätte der Hieb den Kampf entschieden, denn die bloße Wucht des Schlages zerschmetterte Andrejs Handgelenk trotz des stählernen Schutzes. Aber der Krieger hatte noch nie einem Feind gegenübergestanden, der nicht nur in der Lage war, körperlichen Schmerz nicht wahrzunehmen, sondern sich auch durch Verletzungen nicht schwächen ließ. Andrej schlug die Waffe mit der bloßen Hand beiseite, schenkte seinem Gegenüber noch für einen kurzen Moment das Leben - gerade lange genug, so dass dieser begriff wie schrecklich falsch er den schlanken, dunkelhaarigen Giaur eingeschätzt hatte, mit dem er leichtes Spiel zu haben geglaubt hatte - und stieß ihm dann das Schwert in die Brust. Schwer atmend trat er einen Schritt zurück, um sich hastig umzusehen. Der Sieg, den er errungen hatte, war gering, wie er sich niedergeschlagen eingestehen musste. Der Kampf hatte mit dem ersten Licht des Tages begonnen und bis in den frühen Nachmittag hinein nichts von seiner Schärfe eingebüßt. Die Ebene vor der Stadt war schwarz von den Kriegern des türkischen Heeres, das den Wellen einer tödlichen Brandung gleich immer wieder gegen die Stadtmauer anstürmte. Angriff auf Angriff wallte gegen die Mauern und brach sich an der Entschlossenheit der Verteidiger. Andrej verstand längst nicht mehr, woher die muselmanischen Krieger den Mut für diesen selbstmörderischen Kampf nahmen. Dennoch: Auf einen gefallenen oder verwundeten Verteidiger kamen zehn Angreifer. Aber auch die Verluste auf Seiten des feindlichen Heeres waren fürchterlich. Trotzdem war die Lage aussichtslos. Wien würde fallen. Die Zahl der Angreifer überstieg die der Verteidiger um ein Vielfaches. Allenfalls ein Wunder konnte die Stadt noch retten, und Andrej hatte aufgehört, an Wunder zu glauben.
Er stieß einem weiteren Gegner sein Schwert in die Brust und enthauptete mit der gleichen Bewegung einen zweiten Türken, der gerade über die Mauer zu klettern versuchte. Dann zog er sichENDgültig ein paar Schritte zurück. Dass er seinen Platz an den Zinnen aufgab, kostete möglicherweise viele der Verteidiger das Leben. Die Männer, die sich der Flut der Krieger todesmutig entgegengeworfen hatten, kämpften mit der Kraft der Verzweiflung, aber sie standen auf verlorenem Posten, und sie wussten es. Andrej hatte an diesem Tag zahllose Heldentaten gesehen, aber was nutzten der größte Mut und die vollkommenste Opferbereitschaft in einem Kampf, der nicht gewonnen werden konnte? Ohne Abu Dun und ihn wäre dieser Mauerabschnitt schon vor Stunden eingenommen worden. Die Stadt wird fallen, dachte Andrej bitter. Er zählte nicht mehr, wie viele Gegner er getötet und wie viele Sturmleitern er samt der Männer, die sie hinaufzuklettern versuchten, in die Tiefe gestoßen hatte. Er war unendlich müde. Seine linke Hand schmerzte, und obwohl er spüren konnte, wie sich der zerschmetterte Knochen zusammenfügte und zerrissenes Fleisch und Sehnen wieder zusammenwuchsen, dauerte es doch länger, als es eigentlich hätte dauern sollen - ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch seinen übermenschlichen Kräften Grenzen gesetzt waren, die er nun bald erreicht hatte. Abu Dun und er mochten Wesen sein, die nur sehr schwer umzubringen waren - aber man konnte sie töten. Andrej selbst hatte genug Wesen seiner Art getötet, um das zu wissen. Aber sie waren nahezu unsterblich. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Er stieß einem weiteren Gegner sein Schwert in die Brust und enthauptete mit der gleichen Bewegung einen zweiten Türken, der gerade über die Mauer zu klettern versuchte. Dann zog er sichENDgültig ein paar Schritte zurück. Dass er seinen Platz an den Zinnen aufgab, kostete möglicherweise viele der Verteidiger das Leben. Die Männer, die sich der Flut der Krieger todesmutig entgegengeworfen hatten, kämpften mit der Kraft der Verzweiflung, aber sie standen auf verlorenem Posten, und sie wussten es. Andrej hatte an diesem Tag zahllose Heldentaten gesehen, aber was nutzten der größte Mut und die vollkommenste Opferbereitschaft in einem Kampf, der nicht gewonnen werden konnte? Ohne Abu Dun und ihn wäre dieser Mauerabschnitt schon vor Stunden eingenommen worden. Die Stadt wird fallen, dachte Andrej bitter. Er zählte nicht mehr, wie viele Gegner er getötet und wie viele Sturmleitern er samt der Männer, die sie hinaufzuklettern versuchten, in die Tiefe gestoßen hatte. Er war unendlich müde. Seine linke Hand schmerzte, und obwohl er spüren konnte, wie sich der zerschmetterte Knochen zusammenfügte und zerrissenes Fleisch und Sehnen wieder zusammenwuchsen, dauerte es doch länger, als es eigentlich hätte dauern sollen - ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch seinen übermenschlichen Kräften Grenzen gesetzt waren, die er nun bald erreicht hatte. Abu Dun und er mochten Wesen sein, die nur sehr schwer umzubringen waren - aber man konnte sie töten. Andrej selbst hatte genug Wesen seiner Art getötet, um das zu wissen. Aber sie waren nahezu unsterblich. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .