Ein hübsches Buch hat Suzanne White da geschrieben.
Leicht, locker und flüssig lesen sich die Geschichten rund um all die Tierchen im chinesischen Horoskop.
Das Buch ist für Einsteiger und Fortgeschrittene ein feiner Leseschmaus für vergnügliche Stunden auf dem Sofa.
Dass chinesische Astrologie überhaupt ein Ding für sich ist und dass nicht immer alles auf jeden passen kann oder will, wird hier recht deutlich, aber das muss auch so sein. Astrologie ist kein Ding-an-sich, sondern im Grunde eine Art Präpsychologie, die mit Assoziationen arbeitet und einem neue Handlungs- und Denkwege eröffnen kann.
Natürlich schaut die Autorin dabei durch ihre eigene Brille, hat Vorformen für ihre Zeichen und sucht sich ihre Protagonisten entsprechend aus - selbsterfüllende Prophezeiungen nennt man das wohl. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Wer mit Wahrscheinlichkeiten leben kann, kommt damit gut zurecht.
Ein wenig befremdlich fand ich allerdings die Verwandlung von Kaninchen(Hase) in Katze - hier geht doch die ganze Typik dieses Zeichens verloren.
Auch den Büffel einen Ochsen zu nennen, naja. Das mag ein übersetzerisches Problem sein, doch der Ochse ist ein domestiziertes Tier, wohingegen der Büffel frei lebt und in Afrika zu den gefährlichsten Tieren von allen zählt. Ruhig und starr, kaum aus seiner Ichtrance zu bringen, kann er doch ganz schön wild werden, wenn ihn dann mal was stört.