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Die Chefin verzichtet: Texte 2009 - 2012 [Gebundene Ausgabe]

Max Goldt
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

7. September 2012
In Jülich kam es am vergangenen Wochenende zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen älteren Frauen. Das Kernkraftwerk sei aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, teilten die Behörden mit. Entschuldigung, wie lautete noch mal Ihre Frage? Ja, ich bin gerade etwas geistesabwesend. Das liegt unter anderem daran, daß Sie so ein langweiliger Gesprächspartner sind. Ich neige in solchen Fällen dazu, Meldungen aus dem Lokalteil vorzulesen.

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Die Chefin verzichtet: Texte 2009 - 2012 + Ein Buch namens Zimbo: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Texte 2007-2008. Einer von 2006. Vier von 2009 + Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens: Prosa und Szenen 2002-2004
Preis für alle drei: EUR 34,93

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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [323kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 2 (7. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871347515
  • ISBN-13: 978-3871347511
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.853 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Was täten wir ohne Max Goldt, den seit langem unerreichten Meister der kleinen Form, den witzigen Beobachter des urbanen Lebens und wachen Sprachkritiker? (NZZ am Sonntag )

Über den Autor

Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er „Gattin aus Holzabfällen“ (2010) und „Ein Buch namens Zimbo“ (2009). 2008 erhielt er den Hugo-Ball-Preis und den renommierten Kleist-Preis.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Goldt "heutzutage" 21. Oktober 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Aufgabe für die Literaturwissenschaft: Auszählen, ob und in welchem Verhältnis die Verwendung von Temporaladverbialen in Max Goldts Buchpublikationen zugenommen hat, und darüber ein paar steile Schlussfolgerungen formulieren.

Mir zumindest kam es bei der Lektüre so vor, als bestünden manche der Texte aus endlosen Reihungen von "früher" und "heutzutage". Dieses Wort ist auch bei Goldt ein Alarmsignal. Ärgerlich viele Passagen erzählen ausschließlich, wie es "nicht mehr" oder "nur noch" ist – ohne darüber noch ein Stück hinauszukommen. Goldts Texte waren ja schon immer Kulturkritik, meistens hat er aber auf allzu nostalgischen Kulturpessimismus und billiges "Heutzutage"-Gejammer verzichtet, oder sie zumindest durch eine interessante Perspektive zur Nebensache gemacht. Das ist in der "Chefin" nicht unbedingt so. Insbesondere die ersten Texte sind so dicht gespickt mit lustlosem Gemecker über "heutzutage", dass es fast parodistisch wirkt – scheint aber nicht so gemeint zu sein. Ein Rezensent hier schreibt, manches wirke "etwas zu verbiestert und alt". Ich finde, das ist genau der Effekt dieser schwächeren Texte des Buchs: Die kulturkritischen Beobachtungen sind dort nicht mehr an sich interessant. Ihre Perspektive ist stets aufs Gleiche beschränkt: "Früher so – heute so (schlecht)". Sonst erklären oder erhellen sie nichts. Das ist dann das literarische Äquivalent von alten Männern, die Kinder vom Rasen scheuchen.

Aber es ist natürlich nicht so, dass man von Goldt jetzt den Manufactum-Katalog bekäme. So schlimm ist es nun auch wieder nicht. Erstens trifft die Kritik nicht auf alle Texte des Buchs zu (unglücklicherweise aber gleich die ersten paar), und zweitens beherrscht Goldt weiter seine berühmte Prosa, die niemand mehr loben muss (im Feuilletonsdeutsch könnte man sagen: sie "blitzt" auch in diesem schwächeren Buch "auf"). Wesentlich besser als die "Chefin" gefallen mir aber der Vorgänger "Zimbo" und die Comics, die Goldt mit Stephan Katz macht.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Goldt ohne Überraschungen 8. September 2012
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Wieder sehr edel ausgestattet, inklusive Lesebändchen ist auch dieses Büchlein mit Texten von 2009-2012. Cartoons und Bilder haben es nicht in dieses Werk geschafft. Früher waren Max Goldts Texte lustiger, raffinierter konstruiert und herzlicher, überraschender und beeindruckender. Manches wirkt mir etwas zu verbiestert und alt. Verschlungen habe ich aber auch dieses Buch und ich hatte meinen Spaß damit! Wer Goldt nicht mag könnte manches zu arrogant und kalt finden, was hier zu lesen ist. Als strenger, doch gutmütiger Lehrer richtet Goldt über schlechte Sprache, schlechte Kleidung und schlechtes Fernsehen. Die Beobachtungen, dass es unserer Zeit nicht vor allem an "Bildung, Bildung, Bildung" mangelt, sondern an "Interesse, Interesse, Interesse" ist gut und richtig! Die störenden schnarrenden Stimmen und die unpassende Kleidung mancher Menschen im Berufsleben ist ebenfalls einige Überlegungen wert. Tatsächlich: wirklich mächtige Frauen haben keine schrillen Kreischstimmen und laufen nicht in Jeans herum. Amüsant: die Sendungen von Will, Maischberger und der anderen Dame auseinanderhalten, Rockmusik als Stilmittel um die Sendungen aufzupeppen ist zwar lustig gemeint und auch einer der Momente, an denen ich zumindest schmunzeln musste, aber doch auch gar nicht so schlecht beobachtet. Ebenfalls schön: die Antworten auf lahme Interview-Fragen als Kontrast zu den immer gleichen leeren Phrasen.

Angela Merkel dafür zu loben die menschliche Lächerlichkeit überwunden zu haben mag zuerst gehässig wirken, bei näherer Betrachtung ist aber auch das wahr.

Einer der grandiosesten Sätze in diesem Buch ist der über Männer, deren bedeutendster Lebenseinschnitt die Umstellung von VHS auf DVD war. Solche Sätze sollten das Olympia-Stadion füllen!

Für Loriot Freunde gibt es noch den Versuch etwas kritisches über den Mann zu sagen, den nahezu alle lobten, nur um dann trotzdem weiterhin fade Comedy zu fördern. Die Kritik an Loriot läuft bei Max Goldt auf eine Filmkritik der beiden Kinofilm des Humoristen hinaus, dessen Finalszenen Anlass für Verbesserungen böten. Im folgenden spricht Goldt über die Schwierigkeiten einen überzeugendes Ende für einen Text zu finden und läuft damit zur Hochform auf. Laut lachen musste ich bei Max Goldts Sorge davor eines Tages in den Medien einen Straftäter vor Gericht zu sehen, der sein Gesicht nicht hinter einer Zeitung verbirgt, sondern hinter einem seiner Bücher - brillanter Gag!

Schludrig hingeworfene Gedanken und ein überarbeiteter Text aus "Vom Zauber" wirken mitunter wie Füllmaterial, aber besser so als ein Jahr ohne neues Max Goldt Buch! Der Geschmacks-Kompass ist jetzt wieder genordet, die Vitamin-C-Kur für die geistige Gesundheit hat gewirkt. Schön war's. Für Fans von Paolo Coelho und süsslichen Romantik-Kitsch Büchern ist das hier definitiv nichts! Mag sein, dass Männer weniger Bücher lesen als Frauen, aber rechnet man das raus was sich an Lektüre gar nicht erst lohnt, stehen Männer statistisch gar nicht so schlecht dar, auch das ist eine amüsante These aus diesem schönen Buch!

Ein typischer Rowohlt-Goldt. Immer wieder die gleichen Themen.

160 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag & Lesebändchen, Rowohlt 2012
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht mein liebstes Buch von Max Goldt... 24. Oktober 2012
Von Ralf K Berlin TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
...ganz im Gegenteil: ich lese Max Goldt mehr als begeistert seit über zwanzig Jahren, und zum ersten Mal bin ich über ein neues Buch von ih etwas enttäuscht. Der Grund: bisher erzählte Max Goldt pointenreich und teilweise in lustiger Weise Geschichten, die er mit seiner Lebensphilosophie und einer gewissen Ironie kombinierte (jedenfalls verstand ich das bisher so, auch weil er teilweise in andere Personen zu "schlüpfen" schien).

Vor allem mochte ich seine Reise-Berichte, wie zum Beispiel nach Katar, nach China oder zum größten Erdloch der Welt. Max Goldt hatte und hat nicht nur das Talent das Geschehene auf eine sehr spezielle und wortwitzige Art zu beschreiben, sondern schafft es auch stets schöne Worte in noch schönere Sätze zu packen.

Bei "Die Chefin verzichtet" habe ich den Eindruck, der Autor hat möglicherweise in den letzten Jahren nicht mehr so viel erlebt und macht sich häufig, wenn nicht allzu häufig, Gedanken über den Zustand der Welt. Dabei tritt eine Besserwisserei zu Tage die mir nicht sehr sympathisch ist. Ständig geht es darum das früher alles besser war, das die Nation verblödet (was natürlich stimmt und was schon immer ein Thema von Max Goldt war, bisher wurde es allerdings unterhaltender, treffsicherer und auch lustiger behandelt) und das Anstand, Erziehung und Klugheit nach und nach vor die Hunde gehen. Das sehe ich genau so, aber mir gefällt die aktuelle Art der Präsentation nicht.

Was mir auch nicht so behagt ist der Eindruck vom letzten Drittel des Buches welches aus zwei älteren Artikeln besteht die aufgemotzt wurden, sowie diversen Notizen, die sich über mehr als dreißig sehr lange Seiten ergießen. Die Gedanken sind zum Teil nicht besonders unterhaltend und kamen in leicht veränderter Form zuweilen in anderen Werken von Max Goldt vor.

Zu allem Überfluss ist es das erste gebundene Buch aus der Neuzeit von Max Goldt (damit sehe ich die Zeit an seitdem er beim Rowohlt-Verlag ist) wo mir die Gestaltung und der Umschlag nicht gefällt.

Damit ist "Die Chefin vezichtet" das erste Buch von Max Goldt wo ich keine 5 Sterne vergeben möchte, sondern nur 3, obwohl mir das schwer fällt, da ich seit langer, langer Zeit wohl so etwas wie ein "Fan" bin...
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Goldt vom Feinsten. Absolut lesenswert!!!
Schon der erste Text "Weltanschauung in der Seilbahn" ist fabelhaft. Goldt zeigt sich in "Die Chefin verzichtet" erneut als genialster und genauester Beobachter des Zeitgeistes. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von AK5.2013 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Es war einmal...
...ein Autor der unter dem Pseudonym Max Goldt veröffentlichte und den man gerne las, da er seine Ansichten auf sehr milde Art unter das Volk brachte und es dem geneigten... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kay W. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Weihnachtsgeschenk
War ein Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn. Hatte speziel dieses Buch sich gewunscht. Er war genau wie er es sich vorgestellt hat.
Vor 2 Monaten von Elke Wernicke veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Goldt as ever
Wer jetzt die Revolution erwartet, sollte nicht zu diesem Buch greifen. Der interessierte Max Goldt Leser, der vielleicht sogar einmal eine seiner kurzweiligen Lesungen besucht... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von housemeister71 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen überbewertet
Nachdem ich im Radio eine überschwängliche Kritik gehört hatte, die Herrn Goldts Texte sogar mit dem feinsinnigen Humor Loriots gleichstellte, hab ich mir das Buch... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von emubonn veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Onkel Max lässt nach
Schade. Irgendwie fehlt der Esprit. Man amüsiert sich nicht mehr so häufig beim "um die Ecke denken" während der Lektüre. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Udo Metterlein veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Lektüre aus dem Zettelkasten
Die ersten 100 Seiten sind vorwiegend heiter.

Was dann kommt, wirkt wie die Lektüre eines Zettelkastens von Herrn Goldt, wo er Notizen nie beendeter Kolumnen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Matthieu veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Der Leser verzichtet auch
Es darf einfach gesagt werden: Schweigen wäre Goldt.

Bin gerade irgendwo in der breiten Mitte dieses Werkes gelandet, dessen Machart übrigens auch nicht in den... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Frank der Bär veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Goldt, wie ein Goldt sein sollte....
Zunächst einmal nimmt man das Buch ja in die Hand zum lesen und es fällt wie fast immer bei Max Goldt Büchern die edle Verarbeitung des Buches inklusive stabilem... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Retro Kinski veröffentlicht
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