23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Anspruchslos, Oberflächlich, Vorhersehbar, 27. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Chaos-Chroniken 1: Neptun kann warten (Taschenbuch)
Traurig aber wahr, denn alle drei Attribute treffen auf Carvers "Neptun kann warten" zu. Dieser Roman kann in keiner Beziehung überzeugen.
Kurz zum Inhalt:
Auf dem Jupitermond Triton nimmt ein Ausserirdischer Kontakt zu John Bandicut auf. Dieser warnt ihn vor der drohenden Zerstörung der Erde durch einen Kometen. Der Alien setzt sich sozusagen in seinem Geist fest und gemeinsam versuchen Sie nun die Erde zu retten.
Handlung, Spannungsaufbau, innere Logik:
Die eigentliche Handlung findet auf den ersten 50 und den letzten 100 Seiten statt. Alles dazwischen ist leider völlig unwichtig und für den eigentlichen Plot belanglos. Denn sobald der Kontakt zu dem Alien hergestellt wurde und unser "Held" sich der Gefahr für die Erde bewusst wird, hat er nichts besseres zu tun, als weiter seiner Arbeit nachzugehen, in Bars "Billard" zu spielen oder mit irgendwelchen Frauen anzubändeln (und das auf den nächsten 300 Seiten!).
Ohne zuviel zu verraten, kann man sagen, dass der Ausseridische nach kurzer Zeit stirbt, danach aber in einer
weiteren Inkarnation wiedererweckt wird. Weshalb das so ist, oder welchen Sinn dies für die Handlung hat, wird nie erklärt oder auch nur ansatzweise deutlich.
Der lineare einfache Handlungsstrang überrascht den Leser nie, man weiss schon nach den ersten 50 Seiten, was eigentlich passieren wird, auch wenn man darauf ewig warten muss.Das dadurch keine grosse Spannung aufkommt ist wohl jedem klar.
Charaktere:
Völlig oberflächlich und farblos ist unser Held "John Bandicut". Er ist eher ein einfaches Gemüt, hat aber ein gutes Herz, weil er für seine Nichte "Dakota" Geld spart. Der "Alien" wirkt ungefähr so ausserirdisch, wie ein Österreicher auf einen Hamburger wirken muss. Aber der Autor erklärt das ja dadurch, dass unser Alien sich viele Fernsehsendungen der Menschen angesehen hat und somit alles gelernt hat... aha... wirklich durchdacht.
Weiter "Charaktere" sind in dem Roman leider nicht erkennbar.
Technik, Hard SF:
Der Aspekt "Hard SF" ist so gut wie nicht vorhanden. Technologische oder gar gesellschaftliche Aspekte der Zukunft werden nicht einmal angeschnitten. Vom Triton weiss der Autor so gut wie nichts zu berichten (ausser, dass es sehr kalt ist). Die Technik des Ausserirdischen bleibt völlig unerklärt und wirkt wie Magie (es gibt "rote Steine", die aufleuchten und Raumschiffantriebe schneller machen, oder "weisse Steine", die aufleuchten und andere Menschen vertreiben oder auch übersetzen können.... ich muss doch sehr bitten!)
Und mit der Chaostherie hat das ganze gleich gar nichts zu tun. Sie wird lediglich kurz erwähnt, als es um die Lokalisation des Kometen geht, der die Erde triffen soll. (Den können die Menschen wegen der ach so komplizierten Chaostherie nämlich nicht früh genug orten, ausserdem kommt der Komet auch von hinter der Sonne(!), was natürlich besonders heimtückisch ist......*nerv!*)
literarisches Können:
In seiner Einlassung dankt Carver dem Arbeitskreis "Kreatives Schreiben" für die Unterstützung (oder so ähnlich). In der Tat erinnert der ganze Roman an einen billigen Groschenroman im Heftformat. Man bekommt den Eindruck, als hätte Carver den ganzen Roman an einem Wochenende heruntergeschrieben, ohne sich grossartig Gedanken an eine intelligente Handlungsführung gemacht zu haben.
mein Abschlusskommtar:
Leider ist "Neptun kann warten" ziemlich trivial und nicht besonders spannend geraten. Auf die Fortsetzung kann ich gerne verzichten. Wer leichte, aber dennoch intelligente Abenteuer SF lesen möchte, der sei an Peter Hamilton verwiesen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wirklich frische Idee zum Thema Erstkontakt!, 4. April 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Chaos-Chroniken 1: Neptun kann warten (Taschenbuch)
Diese teilweise sehr spannende SF-Geschichte hat mich enorm gefesselt! J. Carver ist es m.E. gelungen einige schöne neue Ideen sehr anschaulich auszumalen. Es bleibt *kein* fader Nachgeschmack wie "Da hätte er aber mehr draus machen können..." oder "Eine nette Idee macht noch keinen guten Roman...". Nur der original Titel "Neptune Crossing" gefällt mir persönlich besser ;-)
Es ist der erste Roman von J. Carver, den ich gelesen habe und er bekommt auf jeden Fall einen Platz in meiner Sammlung. Der Author zeigt hier dass die SF eine gewaltige Bandbreite unentdeckter Ideen zu bieten hat.
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5.0 von 5 Sternen
Ich will auch einen Alien im Ohr !, 24. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Chaos-Chroniken 1: Neptun kann warten (Taschenbuch)
Spass !!!Genau das macht das lesen dieses Romans.
Dieser Roman macht sowas von Spass, das man ihn locker in 2 Tagen durch hat.
Er mag nicht der Anspruchvollste sein, aber an neuen Ideen, auch technischen mangelt es nicht.
Dieser Roman ist der erste von Dreien.
Band 2 Das Weltenschiff (4 Sterne)
Band 3 Die leuchtende Stadt ( 5 Sterne)
Ich hab mich nach dem lesen so richtig gut gefühlt + mir gleich die beiden anderen Teile gekauft !
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