Als man mir zu meinem 14 Geburtstag das geheime Tagebuch von Adrian Mole bekam, hatte ich endlich mein Lieblingsbuch gefunden. Ich habe Bücher gelesen, die so traurig waren, dass ich Tränen vergießen musste, aber hier musste ich heulen vor lauter Lachen, weil Townsends Sarkasmus einfach nicht mehr ertäglich war. Diesem Dreiteiler möchte ich am liebsten 10 Sternchen verpassen und der Fortsetzung auch.
Dementsprechend erfreut war ich, als ich endlich die Cappuccinojahre in den Händen hielt. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen, bin aber enttäuscht. Ich hege die Vermutung, dass Townsend an ihren früheren Erfolg anknüpfen wollte, ihr aber die richtige Idee fehlte. Schade, denn mit dem früheren Adrian Mole ist dies hier absolut nicht mehr vergleichbar. Die Witze sind oberflächlich, längst nicht mehr so zynisch wie eh und je.
Ich hoffe zwar, dass Moles Erlebnisse mit diesem Buch kein Ende finden werden, würde mir aber wünschen, dass das nächste Werk wieder so durchschlagend ist, wie die intimen Tagebücher!