Der Vorzug dieses Buchs gegenüber einiger Populärliteratur dieser Tage liegt meines Erachtens darin, dass es sich nicht in die endlose Anzahl an Publikationen zur einseitigen Busch-Verachtung einreiht. Obwohl ich kein Anhänger des 43. Präsidenten der USA bin und dies auch nicht durch dieses Buch wurde, trug Robert von Rimschas vielschichtige und vielseitige Beleuchtung der Busch-Familie sowie der Geschichte der US-Präsidenten dazu bei, dass ich nun insbesondere George und George W. Bush sowie ihre Werdegänge in einem etwas anderen Licht sehe. Ich genoss nicht nur den äußerst angenehmen Schreibstil, mit dem von Rimscha seine zahlreichen Einblicke an den Leser bringt, sondern gewann auch die Erkenntnis, dass europäische und amerikanische Sichtweisen durchaus differenzieren. Somit muss die Politik der USA vor dem kulturellen und historischen Hintergrund der USA betrachtet werden, statt (nur) aus europäischer Sicht. Von Rimscha hat mir recht erfolgreich all die existierenden Grautöne zwischen dem presseproduzierten Schwarz-Weiß-Schlamm nähergebracht.