ist dieser Roman von Peter Gustav Bartschat, einer von der seltenen Sorte der Romane, die man am liebsten ohne Unterbrechung durchlesen möchte und bei denen man sich wünscht, das Ende würde noch viel länger auf sich warten lassen. Es ist wirklich ein Vergnügen, sich vom Autor in die Zeit um 1500 n. Chr. zurückversetzen zu lassen und die Abenteuer des jungen Edgar Frischlin mitzuerleben, den sein Humor, seine Menschlichkeit und menschliche Unvollkommenheit so sympatisch machen. Immer wieder sieht sich der Hauptakteur neuen Rätseln gegenüber, immer wieder gerät er in Lebensgefahr. Wilde Landsknechtshorden machen die Gegenden unsicher, auch die romantische Schönburg, auf der eine Reihe rätselhafter Personen verkehrt. Hier begegnet Edgar, der im Geheimauftrag des Bischofs von Trier unterwegs ist, seiner alten Jugendliebe Susanne wieder, aus der inzwischen eine Alchimistin geworden ist. Als der Graf ermordet wird, will Edgar den Täter ermitteln. Einziger Wermutstropfen der großartigen, kurzweiligen Geschichte ist in meinen Augen, daß der Schluß nicht ganz so genial ist, wie der starke Beginn erwarten läßt. Etwas enttäuschend finde ich z. B. die Rolle Susannes, die doch eigentlich einmal losgezogen war, um ihre Eltern zu rächen. Aber obwohl mich der Schluß nicht gerade vom Hocker gehaut hat, kann ich diesen Roman jedem nur empfehlen. Er ist in jedem Fall lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)