Pressestimmen
»Obwohl hier von einer minoritären Sprecherposition aus der poplinken Ecke heraus und noch dazu sehr subjektiv geredet wird, fügen sich die hochpersönlichen Fetzen aus reflektierten Erinnerungen auf wunderbare Weise doch zu einem allgemeinen Bild der alten BRD.« (Barbara Eisenmann, SWR2)
»Thomas Meinecke, Klaus Walter und Frank Witzel haben sich für ihr Bändchen Die Bundesrepublik Deutschland ein angemessenes Arrangement einfallen lassen: die freie Trio-Improvisation. (...) Meist geht es um konkrete Details wie Fernsehserien oder Namen von Sängern und Gruppen. In guten Momenten spielen die drei traumhaft zusammen (...) man hat diese zweifellos sprechenden Namen eigentlich längst vergessen und ist jetzt berauscht, in welch entlegenen Ecken des Gedächtnisses man kramen kann. Das ist das Geheimnis von Pop!« (Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung)
»Das Buch ist ein wohltuendes Gegenmittel zur Verklärung der BRD. Wahrscheinlich ungeeignet für Nachgeborene. Für die Zielgruppe aber ein guter Anlass zur (Selbst-)Reflexion.« (FIN, Meier. Das Magazin für das Rhein-Neckar-Delta)
Kurzbeschreibung
Dass Pop als Weltaneignungsmodell taugt, haben die Autoren und Musiker Frank Witzel, Klaus Walter und Thomas Meinecke schon in ihrem Rede-und-Antwort-Buch Plattenspieler unter Beweis gestellt. In Die Bundesrepublik Deutschland dreht sich ihr Gespräch nicht mehr nur um generationstypische und stilbildende Musik, sondern um die Menschen, Bilder und Sprechweisen, die auf sehr verschiedene Art für die BRD prägend waren. Wann etwa sagte man überhaupt »Deutschland«, und was drückte es aus, wenn man die Abkürzung BRD verwendete? Bis wann waren Kioskbesitzer und Lehrer alte Nazis, und wann ist einem das aufgefallen? Worauf gründete sich der ideologische Konsens repressiver Toleranz, und woher rührte der Widerstand dagegen? Mit solcher Art Fragen unterwandern die drei von der Punkstelle, so die Wochenzeitung, die in diesem Jahr zu erwartenden Gedenkreden zu 60 Jahren BRD und 20 Jahren Mauerfall oral history live!