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Die Brunnen der Wüste: Mit den Beduinen durch das unbekannte Arabien
 
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Die Brunnen der Wüste: Mit den Beduinen durch das unbekannte Arabien [Gebundene Ausgabe]

Wilfred Thesiger , Peter Stadelmayer
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 382 Seiten
  • Verlag: Malik Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3890292259
  • ISBN-13: 978-3890292250
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,7 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 554.299 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sir Wilfred Thesiger war erst der dritte Europäer, dem es in den Jahren 1947–1950 gelang, das »Leere Viertel« auf der arabischen Halbinsel zu durchqueren – die Wüste Rub-al Khali, ein riesiges, einsames Gebiet, 780.000 Quadratkilometer nichts als Sand. In dieser Zeit lebte Thesiger mit dem Nomadenvolk der Bedu zusammen, legte über 16.000 Kilometer auf Kamelen zurück, war der erste Europäer, der die legendenumwobene Oase Liwa erreichte und der die Treibsande von Umm-al-Samin erblickte. Ein packender Expeditionsbericht, der zugleich Zeugnis einer verlorengegangenen Welt des alten Arabiens ist. Ein großes Stück Expeditionsliteratur, ebenbürtig den »Sieben Säulen der Weisheit« von T.E. Lawrence.

Über den Autor

Sir Wilfred Thesiger, geboren am 3. Juni 1910 als Sohn eines englischen Diplomaten in Addis Abeba, verbrachte seine Kindheit in Afrika und studierte in Oxford und Eton. Nach dem Dienst in der britischen Kolonialverwaltung im Sudan in den dreißiger und vierziger Jahren reiste er auf abenteuerlichsten Wegen durch die Welt. Wilfred Thesiger starb am 24. August 2003.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
naja 9. November 2010
Von steinbiss
Format:Taschenbuch
Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern fand ich das Buch nicht sehr spannend.
Es ist anfangs noch durchaus faszinierend, man erfährt einiges über die Bedu und die Karawanen und natürlich das Leben in der Wüste. Die Entbehrungen und den harten Alltag, aber auch dessen schöne Seiten.
Allerdings ist der Autor sehr voreingenommen, glorifiziert die Bedu über alle Maße und ganz besonders die Stämme, deren Angehörige ihn begleiten. Wie sich deren Leben jenseits seiner Reisen gestaltet, erfährt man nur andeutungsweise. Aber gerade das hätte mich daran interessiert. Seine Reiserouten sind anhand der unübersichtlichen Karte im Buch kaum nachvollziehbar weswegen man an manchen Stellen, wenn er über dieses Wadi oder jene Gegend berichtet, ziemlich planlos vor dem Buch sitzt.
Insgesamt kann man über Thesigers Leistung staunen und ihn bewundern, aber für mich wurde das Buch nach der Beschreiung der ersten Durchquerung uninteressant.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Was für eine Herausforderung! Jahre bei den Beduinen alter Zeit zu verbringen! Thesiger war einer der wenigen aus dem Westen, die diese Erfahrung machten. Und er scheint der letzte zu sein, der für sich in Anspruch nehmen könnte unter arabischen Nomaden gelebt zu haben. In unseren Tagen dürfte es schwierig sein, eine Gelegenheit zu finden, so ein Kunststück auch nur annäherungsweise zu wiederholen, denn es gibt kaum noch solche Nomaden.
Welcher Art die Schwierigkeiten waren, mit denen der Autor konfrontiert wurde, als er über die immer heißen, endlosen Sanddünen des "Empty Quarter" dahinstapfte, kann jeder erahnen, der schon einmal auf Kamelesrücken, wenn auch nur für ein paar Tage, durch eine Sandwüste gezogen ist und dabei schon nach kurzer Zeit vermeintlich "erschöpfend" Erfahrung gesammelt hat.
Diese Erzählung ist mehr als nur ein Reisebericht. Sie enthält viele Anekdoten eines wirklichen Nomadenlebens in der Wüste. Aber viel mehr noch ist es eine Ode über und auf die Araber. Es geht in der Tat nur um sie, der Sand, die Wüste sind nur Staffage. Sie sind geblieben. Die Araber nicht.
Kein Zweifel, der Autor ist ein Abenteurer par excellence. Aber ich habe ein Problem mit ihm. Er erzählt einfach, was er erlebt. Er ist ein Beobachter, das ist interessant genug. Aber wo sind die etwas sophistischeren Entdeckungen?
Es ist nicht fair von allen großen Reisenden zu verlangen, dass sie wie ein Alexander von Humboldt eine Reise tun und dann eine Beschreibung des Kosmos herausbringen. Aber wenn man durch das Leere Quartier der südlichen arabischen Sandwüste zieht, ohne dabei zu einem bemerkenswerten Ausmaß nicht auch die niemals zu füllenden Quartiere des menschlichen Geistes zu füllen, das ist - zuweilen - dann doch langweilig.
Nein, Thesiger ist kein Philosoph. Er hat keine "Weisheit" zu offerieren, außer die Leute ihr traditionelles Leben leben zu lassen. Ob das nun das Töten aus Rache mit einschließt oder der Umgang mit den Frauen nach der von Allahs Engel vorgegebenen Methode oder wie auch immer, das erfährt man von Thesiger nicht. Er lebt in seiner eigenen Reisewelt. Da wo ich bin, ist es besser als anderswo!
Thesiger ist nicht sehr kritisch mit den Arabern, was auch anzuraten ist, wenn man vorhat, sie wieder Mal zu besuchen. Er bewundert sie.
"Ich kannte die grundsätzliche Anständigkeit, die der Felsgrund ihres Charakters war, ihr Humor, ihre Verbortheit und ihr Selbstvertrauen. Ich wusste, wäre es erforderlich, dann wären sie auch in der Lage sich in jede Art zu leben zurechtzufinden, in der Wüste, im Dschungel, in den Bergen, oder auf See, und dass in so vieler Hinsicht keine Rasse der Welt ihnen ebenbürtig war."
Was für jede Rasse stimmt, nicht wahr! Also war Thesiger ein Rassist? Nein, er überstrapaziert nicht dauernd seinen Romantizismus. Er ist von der Art, nehme ich an, dass er die Vorzüge jedes Menschenschlags hervorgehoben hätte. Da wo ich bin, ist es bestens! meine Gesellschaft ist der Club der Besten! Araber mögen es, wenn man sie lobt. Sie müssen nur den Eindruck haben, dass man es ehrlich meint. Und wenn man sich auf ihr positiven Eigenschaften konzentriert, gelingt einem das auch.
Aber Thesiger scheint selber die gleichen Qualitäten gehabt zu haben. Da gab es eine Seelenverwandtschaft. Kein Wunder, dass er es lange an der Seite der Nomaden aushielt!
Und dennoch, er war bloß glücklich genug, dass er nicht Opfer wurde von jenen Repräsentanten dieser vorzüglichen Rasse, die zuerst überfallen und umbringen und dann auch noch vergessen zu fragen, ob es dagegen Einwände gibt.
Natürlich ist Thesiger nicht blind auf beiden Augen, denn gegen Wüstensand schützt die Kufiya (Kopftuch). Seine Beduinen sind
"Immer reserviert vor Fremden und daran gewöhnt bei förmlichen Anlässen stundenlang regungslos und still dazusitzen, sind sie doch geschwätzig. Eine leichtherzige Rasse. Aber durch Veranlassung religiöser Zeloten können sie kompromisslos puritanisch sein, schnell runzeln sie die Stirn über jede Form des Vergnügens, betrachten Gesang und Musik als Sünde und Gelächter als ungeziemend. Wahrscheinlich vereint kein anderes Volk, sei es als Rasse oder als Individuum so viele widerstreitende Qualitäten in solch einem extremen Ausmaß."
Jeder, der sich mit den authentischen Arabern bekannt machen will, so wie wir sie uns gerne vorstellen, sollte dieses Buch lesen. Und den Sand mit einem eisgekühlten Drink wegspülen!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Abenteuerbuch 3. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein Abenteuerbuch über die Wüsten Arabiens, dass in vergangene Zeiten versetzt.Spannend geschrieben, von einem Kenner der ersten Stunden.

Vieles erfhährt man über Sitten der Beduinen und über den Islam.

Für reine Emirate oder Oman Urlauber jedoch nicht geeignet.

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