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Die Bruderschaft ist in vielerlei Hinsicht sein bisher kühnstes Werk. Die Geschichte entwickelt sich aus zwei unterschiedlichen Nebenhandlungen heraus. In der Ersten hecken drei inhaftierte ehemalige Richter (die im Titel erwähnte "Bruderschaft"), frustriert von ihrem Verlust von Macht und Einfluss, einen ausgeklügelten Erpressungsplan aus, der wohlhabende, verdeckt homosexuelle Männer zum Opfer haben soll. Die zweite Geschichte zeichnet den Aufstieg des Präsidentschaftskandidaten Aaron Lake nach, einer Marionette, die im Wesentlichen von CIA-Chef Teddy Maynard geschaffen wurde, um dessen Pläne zur Wiederherstellung der Macht seiner schikanierten Behörde zu erfüllen.
Grishams strenge Kontrolle über diese zwei sich ineinander windenden Handlungsfäden bringt den Leser schon in den Anfangskapiteln dazu, sich zu fragen, wie und wann denn diese zwei Welten aufeinanderstoßen werden. Grishams sorgfältige Personenbeschreibungen sind ebenfalls beeindruckend. Ex-Richter Hatlee Beech ist ein besonders faszinierender, tragischer Antiheld: ein Millionär mit einer lebenslangen Berufung auf sein Richteramt, der sich nach seiner Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer mit Todesfolge geschieden, pleite und ohne Freunde wiederfand.
Die zynische Betrachtung der präsidialen Politik und des Strafrechts Amerikas wirft einen etwas düsteren Schatten auf die Geschichte. CIA-Direktor Maynard ist ein allmächtiger Dämon, der sich bestens mit dem öffentlichen Willen und den öffentlichen Geldern auskennt und auch Macht über sie ausübt. Sogar sein Präsidentschaftskandidat, der Kongressabgeordnete Lake, ist eine Schachfigur in Maynards egomanischem Spiel um Anzeigenkampagnen, illegale Spenden und internationale Intrigen. Letztendlich stellt Die Bruderschaft einen Wandel in Grishams Karriere dar, hin zu einem nachdenklicheren Erzählstil mit weniger Interesse an der großen Abrechnung eines Bestseller-Finales -- was aber nicht heißen soll, dass die letzten 50 Seiten Sie nicht bis spät in die Nacht neben der Nachttischlampe wachhalten werden. --Patrick O'Kelley
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
schwacher Schluß, aber lesenswert,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Bruderschaft: Roman (Gebundene Ausgabe)
Jedes gute Buch, insbesondere ein Roman aus der Kategorie (Polit-)Thriller zeichnet sich dadurch aus, dass man es so wenig wie möglich aus der Hand legt, da man von der Handlung gefesselt ist. Diesem Anspruch ist- soweit es mich betrifft- auch Grishams Bruderschaft gerecht geworden. Dennoch muß ich als Grisham-Fan eingestehen, dass die zunächst vielversprechende und spannungsaufbauende Handlung im letzten Viertel zu rasch abflacht,viele Fragen offen bleiben und der Ausgang keine echten Überraschungen mehr bietet. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Grisham gegen Ende des Romans die Sache schnellstmöglichst zum Abschluß bringen wollte, zumal dieser Roman ja auch vom Umfang her im Vergleich zu seinen anderen Werken eher kurz geraten ist. Dennoch: für 4 Sterne reicht es allemal ! Trotz des etwas verunglückten Schlusses ist das Buch spannend und lesenswert ! Auch einem Grisham, der nach wie vor Meister seines Faches ist, müssen kleine Schwächen zugestanden werden.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leicht geschrieben, leicht lesbar,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Bruderschaft: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir den neuen, bereits elften (!) Roman von John Grisham vergangenen Herbst im englischen Original gekauft. Und siehe da: "Die Bruderschaft" ist nach zwei schwächeren Werken wieder eine gelungene Sache.Zum Inhalt: Drei verurteilte Richter (auch genannt: "Die Bruderschaft") verbringen ihren Gefängnisalltag mit dem Verfassen von Erpresserbriefen. Über Kontaktanzeigen ködern sie angesehene Geschäftsleute, Anwälte, Politiker, die so versuchen, ihre homosexuellen Neigungen auszuleben, um sie dann zu erpressen. Ihr System funktioniert - bis sie den Falschen auswählen: den Politker Aaron Lake. Das CIA - nach Ende des Kalten Krieges in Angst, seine Bedeutung verloren zu haben - hat Lake auserkoren, ihn zum nächsten Präsidenten der USA zu machen. Ein paar terroristische Anschläge gegen die Vereinigten Staaten (ausgeübt vom CIA) sollen Lake, der die nationale Sicherheit zu seinem Wahlkampfthema erklärt, zum Erfolg an den Wahlurnen verhelfen. Lake ist der ideale Kandidat: er hat eine weiße Weste - bis das CIA seine homosexuellen Interessen und seinen Briefwechsel mit der "Bruderschaft" entdeckt. Die sich dann entwickelnde Jagd - wie die drei inhaftierten Richter versuchen, das mächtige CIA auszutricksen - zeichnet die Spannung dieses Romans aus. Am Ende ist nicht ganz klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dass die kriminellen Richter dem auch nicht weniger kriminellen CIA zumindest eine Niederlage zufügen, erinnert an den Kampf David gegen Goliath. Des Lesers Sympathie gehört selbstverständlich den Schwächeren. Natürlich hat John Grishams neues Werk wieder mit Gesetz & Recht zu tun (Und Freunde davon sollten diesen Roman geniesen, schließlich ist sein nächstes, gerade in den USA veröffentlichtes Buch erstmals kein Justiz-Thriller). Natürlich zeichnet sich "Die Bruderschaft" wieder durch eine recht nüchterne Schreibe und nicht allzu viel Tiefgang aus. Und natürlich ist die Geschichte um einen "gekauften" Präsidenten nicht sonderlich originell - schließlich diente sie in den vergangenen Jahren zahlreichen Romanen als Vorlage (z. B. "Unheilige Allianz" von David Yallop oder "Im Getriebe der Macht" von Sabin Willett). Hey, sie haben inzwischen ein Wahlergebnis in den USA! Aber alles in allem ist John Grishams "Die Bruderschaft" wieder ein leicht geschriebenes, leicht lesbares Stück Belletristik, das man erst weglegt, wenn man die letzte Seite erreicht hat. Aber genau das war ja immer schon Grishams Stärke. 3 Sterne deshalb, weil - sind wir ehrlich - John Grisham noch nie ein großer Literat war; das sagt er ja selbst. Aber so gesehen sind 3 Sterne auch nicht schlecht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein typischer John Grisham - ein voller Erfolg,
Von ankeberwing@web.de (Dortmund, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Bruderschaft: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie jedes Buch bisher von John Grisham habe ich auch dieses mit Spannung erwartet und das Warten hat sich in vollem Umfang gelohnt. Die schnell wechselnden, verschiedenen Schauplätze und Szenarien haben zur Folge, daß man gar nicht anders kann, als sich mit diesem Buch in einige ruhige Ecke zu begeben, um es nach Möglichkeit komplett durchzulesen. Es gibt Einblicke in die Wahlkampfmethoden der USA und die Möglichkeiten der Manipulation sowie über die Machenschaften des CIA. Die Charaktere sind so gut beschrieben, daß man sie sich bildlich vorstellen und verstehen kann. Kurzum - ohne hier zuviel von der gesamten Story zu verraten - ein wirklich gut gelunger Roman in der schon langen Liste von Bestsellern. Ich persönlich kann den nächsten schon gar nicht mehr erwarten.
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