Crabbe hat m.E. mit seinem in 2002 im Original erschienenen Erstlingswerk ein gelungenes Debut abgeliefert, das erschreckende Parallelen zur Gegenwart aufweist:
Terroristen (ehemalige Soldaten der Südstaaten-Armee) wollen die sich noch im Bau befindliche Brooklyn-Bridge bei ihrer Eröffnung sprengen. Detective Sergeant Tom Braddock kommt im Zuge von Mordermittlungen langsam hinter den perfiden Plan und versucht, das Unglück zu verhindern...
Der Autor hat die Charaktere wunderbar & überzeugend ausgearbeitet. Die Schilderungen New Yorks im ausgehenden 19. Jahrhundert sind sagenhaft gut gelungen, die verschiedenen Handlungsstränge (Mordermittlungen, Braddocks Beziehung zu einer Puffmutter", letzte Bauarbeiten an der Brooklyn-Bridge, Vereitelung des Anschlags) elegant und gekonnt zusammengeführt.
Die Detailfülle über die Brücke hat mich allerdings etwas abgeschreckt (daher auch "nur" 4*). Das liegt aber daran, dass ich nicht ausreichend technik-interessiert bin ;-) und nicht an Crabbes Erzählkunst;-)!
Fazit: Lohnt sich auf jeden Fall!