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Produktinformation
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Mit der Fiktion einer wiederentdeckten Chronik spielt der große italienische Romancier Allessandro Manzoni in seinem berühmten Werk I promessi sposi von 1827, das in dieser Neuübersetzung nicht mehr unter dem vertrauten Titel Die Verlobten, sondern unter dem orginalgetreuen Die Brautleute vorgelegt wird.
Es geht um die Geschichte des jungen Brautpaars Renzo und Lucia, deren Hochzeit sich durch Intrigen, Gewalt und Schicksalsschläge schier unüberwindliche Hindernisse in den Weg stellen. Doch diese Liebesgeschichte ist eingebettet in ein großartiges Tableau: Unter Berufung auf historische Quellen aus dem 17. Jahrhundert läßt Manzoni, dieser unbestechliche Beobachter und glänzende Stilist, ein ganzes Zeitalter, seine Gesellschaft und seine politischen Ereignisse lebendig werden.
Manzonis Mailänder Geschichte zählt zu den wichtigsten Romanen der Weltliteratur, seine Bewunderer reichen von Goethe bis Umberto Eco und diese Neuübersetzung wurde mit Kritikerlob geradezu überhäuft.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So alt und doch so neu,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Brautleute: I Promessi Sposi Roman: Mailändische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert (Taschenbuch)
Das junge Paar Renzo und Lucia wollen heiraten. Doch leider hat der durchtriebene, wie auch mächtige Don Rodrigo ebenfalls ein Auge auf die baldige Braut geworfen und weiß die Hochzeit zu verhindern. Das Brautpaar sieht keine andere Möglichkeit als eine getrennte Flucht. Renzo trudelt in Mailand mitten in den "Brotaufstand" und kommt in diesem Zug mit dem Gesetz in Konflikt. Lucia kommt in einem Kloster unter, welches sie aber unfreiwillig wieder verlassen muss. Da hat natürlich Don Rodrigo seine Hände im Spiel. Und nicht zu vergessen, die große Pestepidemie, die hereinbricht und natürlich nicht gerade dazu beiträgt, dass die beiden sich schnell wiedersehen. Man merkt schon, hier passiert so einiges. Soviel zum Inhalt.Verwunderlich an diesem Roman, zumindest für mich, ist, dass er mit gut 850 Seiten eher zu den dickeren Werken gehört, aber wirklich nie langweilig wird. Die meisten dicken Bücher, auch die Klassiker, schaffen es nicht unbedingt heute noch über alle Seiten zu überzeugen, zumindest sehe ich das so. Da ist man am Ende dann doch der Meinung, dass der Autor/ die Autorin die eine oder andere Seite hätte weglassen können. Bei Manzoni ist das definitiv nicht der Fall! Hier passiert ständig etwas und durch Manzonis großartiger Erzählkunst (und wohl auch durch die gute Übersetzung) ist es ein Spaß "Die Brautleute" zu lesen, da man sich von Seite 1 an direkt im Italien des 17. Jahrhunderts befindet. Die Idee diese Geschichte als eine Art Nacherzählung einer wiederentdeckten Chronik zu tarnen gibt ihm die Gelegenheit sich selbst als Erzähler oftmals in die Geschichte einzubringen, aktiv einzugreifen und somit dem Leser seine Sicht der Dinge, der Leute nahezulegen. Das ist super und meist auch recht amüsant. Desweiteren nutzt Manzoni diesen Umstand, um immer wieder ausführlich auf die historischen Begebenheiten der damaligen Zeit, der Roman spielt 1628 - 1630, einzugehen. Seine Beschreibungen der Pestepidemie sind mit das Beste, was ich über das Thema bisher gelesen habe. Sehr detailverliebt, sehr eindringlich, wie überhaupt das ganze Buch. Man lernt also sogar auch noch was beim Lesen ;-). Menschen und Landschaften werden unglaublich lebhaft beschrieben, Seite um Seite läuft ein Film vor des Lesers Auge vorbei. Was mich aber bei allem am meisten beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass dieses Buch trotz seiner nun schon knapp 170 Jahre (zumindest was diese endgültige Fassung anbelangt) überhaupt nicht altbacken daherkommt, sondern vielmehr durch seine Spritzigkeit und auch Schnelligkeit zu überzeugen weiß. Es könnte somit auch als brandneuer historischer Roman durchgehen. In Italien hat "Die Brautleute", laut diversen Quellen, einen Bekanntheitsgrad wie bei uns Goethes Faust. Derartig nach den Sternen greifen will ich natürlich nicht, aber es wäre schon zu wünschen, wenn dieses Werk auch bei uns etwas bekannter werden würde. Verdient wäre es! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Romeo und Julia treffen Shrek,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Brautleute: I Promessi Sposi Roman: Mailändische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert (Taschenbuch)
Manzonis berühmter Historien-Roman ist eine anrührende und spannende Liebesgeschichte, in Szene gesetzt in der Lombardei des 17. Jahrhunderts. Das junge Brautpaar Lucia und Renzo wird kurz vor der Hochzeit gestoppt, weil der böse Don Rodrigo Lucia für sich haben will. Die anschliessende Flucht und Verfolgung der beiden zieht sich über 900 Seiten. Langeweile kommt dabei aber nicht auf. Manzonis Stil und Humor -- dank der neuen Übersetzung Burkhart Kroebers in vollem Glanz erstrahlt -- erinnern an Cervantes' Don Quijote. Bei der Schilderung des in all seiner Bosheit lächerlichen Rodrigo fragt man sich, ob die Macher des Films "Shrek" ihren Lord Farquaad nicht von Manzoni geklaut haben. Insgesamt: Ein grosses Lesevergnügen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Farbenfrohe Darstellung des 17. Jahrhunderts,
Rezension bezieht sich auf: Die Brautleute: I Promessi Sposi Roman: Mailändische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert (Taschenbuch)
Ein tolles Sittengemälde mit vielen Facetten. Was den Brautleuten Lucia und Renzo zwischen Comersee und Mailand alles passiert, ist unglaublich. Deutlich werden die für die heutige Zeit fast unerträglichen Standesunterschiede zwischen Ober- und Unterschicht dargestellt. Viele Szenen - teilweise mit etwas überlangen Schilderungen, die man getrost überhüpfen kann - werden in vortrefflicher Sprache detailliert und farbenfroh beschrieben. Eines der vielen Highlights ist die Schilderung der fürchterlichen Pest in Mailand. Die Spannung löst sich erst auf den letzten Seiten.
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