Bei der Hochzeit seiner Schwester lernt Philip Wardman Senta
Pelham kennen, eine ihrer Brautjungfern. Für beide ist es Liebe
auf den ersten Blick - von der bleichen Senta geht eine schwer zu
beschreibende Faszination aus, die Philip mehr und mehr in den
Bann zieht. Dabei erscheint ihr ganzes Leben als eine Lüge, eine
Traumwelt. Immer wieder ertappt Philip sie beim Lügen - doch
jedes Mal, wenn er ihr eine nachweisen will, scheint doch wieder
genügend Realität dahinterzustecken. Zunächst verlieren die
beiden sich in einem Strudel aus Sexualität - doch dann will
Senta, daß Philip aus Beweis seiner Liebe einen Mord begeht
und bietet ihrerseits das Gleiche an.
Philip, dem jede Art von Gewalt zuwider ist, trennt sich daraufhin von Senta - und muß feststellen, daß er ohne sie nicht
leben kann. Also nimmt er sich eine Todesanzeige vor und
konstruiert sich eine Mordgeschichte dazu, die er Senta als
Liebesbeweis präsentiert. Kurze Zeit später behauptet sie,
ebenfalls jemden für ihn getötet zu haben - und wie zuvor
scheint jede Lüge zu einer Wahrheit und jede Wahrheit zu einer
Lüge zu führen!
Obgleich der Roman streckenweise wenig spannend ist, verstrickt
er den Leser in eine Faszination, die ihn in seinen Bann zieht,
kombiniert mit einer unterschwelligen Erotik. Das eigene Bild,
das man sich von der Handlung macht, wird alle paar Seiten über
den Haufen geworfen, und erst am Ende präsentiert die Autorin die
Überraschung, welche Realität wirklich die Sentas ist.