Elisabeth Jensen hat eigentlich alles, von dem frau so träumt. Einen tollen, gutaussehenden Architekten, der sie bittet, seine Frau zu werden, eine echte Freundin und ein großes Baugrundstück, auf dem sie mit ihrem Zukünftigen ein Traumhaus bauen will.
Als ihr Freund den Auftrag bekommt, ein paar hundert Kilometer entfernt ein Großobjekt zu betreuen, lässt sie ihn zwar schweren Herzens, aber in unerschütterlichem Vertrauen ziehen.
Während er sich kaum noch blicken lässt, managt sie die Hochzeitsvorbereitungen und überwacht den Fortschritt des Hausbaus. Bis sie eines Tages erfährt, dass sie schwanger ist. Überglücklich will sie ihren Alex im Hotel überraschen und wird grausam auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Im Bad versteckt muss sie nämlich mitanhören, wie er mit seiner Praktikantin schläft, sie schlecht und dafür der anderen Komplimente macht.
Als sie sich von ihrem ersten Schock erholt hat, sinnen sie und ihre beste Freundin auf bittere Rache...
Auf unnachahmlich witzige Weise beschreibt Kerstin Gier wieder einmal, wie Frauen Alltagssituationen meistern, wie subtil enttäuschte Frauen vorgehen können, und wie wenig die Männer eigentlich von uns Frauen wissen.
Alte Bekannte aus "Fisherman's Friend in meiner Koje" und "Männer und andere Katastrophen" tauche auf. Judith, die Protagonistin aus den beiden anderen Romanen hat hier nur eine Statistenrolle. Nicht einmal namentlich erwähnt taucht sie als Verkäuferin in der Boutique ihrer Schwester Rebecca auf. Dafür hat ihre ehemalige Freundin Susanna, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem übergewichtigen Pfälzer Bruno verheiratet ist, eine etwas bedeutendere Rolle. Chronologisch gesehen müsste "Die Braut sagt leider nein" der Vorgänger von o.g. Büchern sein.
Fazit: Es lohnt sich wirklich das Buch zu lesen, da es zwar nicht sehr anspruchsvoll, dafür enorm witzig und am Schluss sogar ziemlich spannend ist.