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Die Braut aus Odessa: Erzählungen
 
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Die Braut aus Odessa: Erzählungen [Gebundene Ausgabe]

Edgardo Cozarinsky , Sabine Giersberg
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 151 Seiten
  • Verlag: Wagenbach; Auflage: 1., Aufl. (23. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803131979
  • ISBN-13: 978-3803131973
  • Originaltitel: La novia de Odessa
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 654.871 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Edgardo Cozarinsky
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es ist, als hörte man auf alten Schallplatten Marlene Dietrich singen - fern und doch berührend nah." (Brigitte)

Kurzbeschreibung

Sieben wunderschöne Erzählungen über Emigranten im 20. Jahrhundert. Ihre Spuren führen von Odessa nach Buenos Aires, von Wien und Budapest nach Lissabon und Paris.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Melancholie und Heimweh 19. Oktober 2006
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sieben melancholische Erzählungen enthält Edgar Cozarinskys "Die Braut aus Odessa", sieben Erzählungen von Menschen, die ihre Heimat verloren haben, im Exil leben, aber ohne den heroischen Ton, den wir sonst oft aus Filmen und Büchern kennen. Heimatlosen Alltag beschreiben die Geschichten, wenig aufregend, von Trauer durchweht.

"Emigrantenhotel" ist die längste; ein Drittel des Buches füllt sie und sie ist auch die eindrücklichste. Zwei Männer, Flüchtlinge aus Deutschland und eine Frau aus reicher amerikanischer Familie treffen sich im spanischen Bürgerkrieg, weniger durch antifaschistisches Bewusstsein als durch Gefühle zusammengeschweißt. Aber nur einen der beiden kann die Frau heiraten und damit in die USA retten. Den anderen, verschollenen, sucht nun der Enkel in Lissabon, der Stadt der Emigranten, der letzten Hoffnung vieler Flüchtlinge aus Nazi-Europa. Und im Laufe seiner Suche entblättert sich ein Schicksal, Personen wechseln das Gesicht, den Namen und die Herkunft. Aber da sie von dem Enkel viele Jahrzehnte später erzählt wird, wirkt sie auch sehr distanziert, von unterkühltem wissenschaftlichen Interesse umspült.

Trotzdem ist diese Erzählung die stärkste des Bändchens. Sie hat keine Helden á la Bogart, lässt dafür aber alltägliche Menschen und ihr Schicksal lebendig werden. Dicht erzählt ist sie ein kleines Meisterwerk, das durchaus den Kauf des Buches lohnt.

Nur für die Pointe muss man wissen, dass "Felder", der Plural von 'Feld' im Spanischen und Portugiesischem "campos" heißt. Ansonsten versteht man die allerletzte; unausgesprochene Andeutung nicht.

Die anderen Geschichten sind kurz. Auch hier wird aus der Distanz erzählt und einige wirken deshalb auch etwas zu unterkühlt.

Ein trauriger Pianist 1937 in Buenos Aires; eine Braut die nicht auswandern will und eine andere Frau, die will, aber keine Braut ist; ein Emigrant und ein junger Stricher. Und ein Brief von 1946, der an das Schicksal all der Russen, Ukrainer und anderer Hilfsvölker erinnert, oft Flüchtlinge der russischen Revolution, Opfer des Stalinismus, die deshalb für Hitler kämpften. Später wurden sie von den Westmächten an Stalin ausgeliefert. Eine Tragödie, die vergessen ist, auch, weil diese Soldaten für ihre Gräueltaten berüchtigt waren. Leider scheitert gerade bei dieser Geschichte der Autor, die Erzählung bleibt blass, der historische Hintergrund wenig glaubwürdig.

So erinnert "Die Braut aus Odessa" an alltägliche Emigrantenschicksal, aber mit Texten sehr unterschiedlicher Qualität.

(C) Hans Peter Roentgen
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Seltsame Coinzidenz 14. Juni 2011
Format:Taschenbuch
Seltsames Odessa. Bodykult an engen Stränden, Schlaglöcher über schrecklicher Vergangenheit. An Wänden des Jugendstil Komsomolz und Berühmtheiten aus der Sand der Ewigkeit gewordenen Zeit. In der Philipp Roth (Exit Ghost) ebenfalls mit Abkömmlingen aus Odessa spricht und alt wird. Der Argentinier spricht von Einwanderung, während ich im Buch des Quentin Reynolds von der Landung der Frau Eichmann in Argentinien lese, die am Tag nach Eva Perons Tod statt findet. Ein anderer Ukrainer, Simon Wiesenthal, wird den Mörder finden. An der Brücke des Potemkin treffen sich Sehnsucht und Angst. Hinter der Moldava handelt nun Aserbeidschan statt dem Schtetl. In der Birkenallee erinnern Gedenksteine an die Ermordung. Der Familie Fuhrmann half der deutsche Name nicht. Der Taxifahrer sagt: Niemetzki? "Hitler kaputt". Wir begegnen zwei Damen aus Frankreich und Afrika, die ins Land der Väter reisen. Und wagen nicht, nach ihrer Geschichte zu fragen. Hier ist eine Mischung aus russischem und jüdischem Viertel Odessas.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
7 Erzählungen in diesem wunderbaren Buch bringen uns wieder in die Zeit, als in Europa (und nicht nur dort) Krieg herrschte und die einzelnen Geschichten handeln davon, indirekt.

Den Anfang aber macht eine Geschichte, die es wert ist, besonders herausgehoben zu werden. Und so ist es denn auch.
Diese Erzählung, eine wundersame Verwechslung mit einem noch wunderlichen Ausgang- eigentlich aber ist es gar keine Verwechslung, sondern eine ganz bewußt unbewußt getane Tat mit Folgen -. Eine Braut kommt jemandem in die Nähe, eine Fremde. Und die eigentliche Braut bleibt zuhause.
Dadurch werden später einmal Rabbiner drohend den Finger erheben, weil..... Und mehr wird nicht verraten.

Es geht um Deutschland, es geht um Portugal und um Amerika. Es geht um die damals grassierende Sucht des Faschismus in Europa und allein dahingehend bekommen wir einige Aufschlüsse, was es damit auf sich hatte damals. In Europa, in Deutschland, in Italien, in Spanien, in Portugal, aber auch später in Argentinien.

Was es aber wirklich war, das bleibt etwas verschlossen. Bisher wartet man vergeblich auf eine ziemlich genaue Erklärung darüber, was damals eigentlich los war mit den Menschen.

Es geht also um Europa in der Mitte des 20. Jahrhunderts, genauer um die 40-er Jahre und früher und es geht um Emigranten.
Literaten werden genannt, Gemahlinnen, Verbindungen, Abenteuer und hinter allem, wie gesagt, der Versuch von Edgardo Cozarinsky,
uns mit dieser Zeit bekannt zu machen, sie verstehen zu lernen anhand nicht nur erstklassiger Beispiele, auch die zweite Reihe der Zeitgenossen von damals kann berichten. Und wie. Dabei wechselt der Autor abenteuerlich die Länder und Kontinente und
Südamerika spielt dabei keine geringe Rolle, was die Politik und was die Literatur insbesondere betrifft (Borges). Einwenig mehr erfährt man auch aus dem Klappenumschlag.

Dieses Buch legt man nicht aus der Hand, bevor man es verschlungen hat. Und trotzdem. Es bleiben so viele Fragen noch offen.

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