Nach dem Kriminalroman "Ein allzu schönes Mädchen" hat Jan Seghers nun einen weiteren, ausgesprochen spannenden Fall mit Robert Marthaler vorgelegt.
Und mit "Die Braut im Schnee" hat er sich wirklich gesteigert.
Diesmal hat Marthaler ein ausgesprochen grausames Verbrechen aufzuklären, die Zahnärztin Gabriele Hasler wurde bestialisch ermordet und der Tatort lässt auf einen intelligenten und sehr penibel vorgehenden Täter schließen. Die Ermittlungen gestalten sich jedoch als ausgesprochen schwierig und so tappen Marthaler und sein Team lange im Dunkeln, bis der Täter erneut zuschlägt und sich die Ereignisse überschlagen...
Alle Handlungsstränge sind schlüssig und konsequent zu Ende gebracht, mit durchaus verblüffendem Schluss.
Das eigentlich besondere an diesem Kriminalroman ist jedoch der Kommissar, der oft mit Wallander verglichen wurde. Mir ist Robert Marthaler eigentlich noch sympathischer, er ist ein Mann mit Ecken und Kanten und vielen menschlichen Schwächen und er verliert beinahe seine große Liebe, da der neue Fall ihm kaum Raum für das Privatleben lässt. Das Marthaler in diesem Roman so deutlich Gestalt annimmt ist es wohl, was diesen Krimi zu einem ganz besonderen Leseerlebnis macht. Er sei all jenen Lesern empfohlen, die die übliche Krimikost satt haben und auf intelligente Weise unterhalten werden möchten!