Mara Volkers "Die Braut des Magiers" bringt eine Gut-gegen-Böse-Geschichte im Deckmäntelchen scheinbar historischer Zeit. Gut gegen Böse wird hier zu Himmel gegen Hölle. Die Mutter Gottes greift ebenso direkt ein, wie angedeutet wird, sie wäre eine jener guten Hexen, die mit List und Tücke von Satan getötet werden, um die Magie von der Erde zu fegen, die diesem schaden könnte. Das Buch ist gespickt mit einer Vielzahl an grausamen Vergewaltigungsszenen, logischen Brüchen und einem immer wieder hinausgezögerten Ende, das den Strang wirklich jeder einzelnen, noch so unbedeutenden Nebenfigur aufzulösen versucht und sei es, daß am Ende alle verheiratet werden. Geister und Dämonen, Magier und Hexen, Zauber und Rituale, dieser Fantasyroman hat es alles. Was ihm fehlt, ist eine überzeugende Geschichte mit psychologisch motivierten Figuren, die sich im Zuge der großen Aufgaben, die zu bewältigen sind, irgendeine Entwicklung nehmen. Davon aber keine Spur. Die Geschichte wird aufgelegt und abgewickelt, gespickt mit einigen wenigen Begriffen aus der Zeit. Das Buch lohnt m. E. die Anschaffung nicht.
In keinem Fall empfehlenswert.