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Die Brandungswelle: Roman [Gebundene Ausgabe]

Claudie Gallay , Claudia Steinitz
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 21,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

15. Februar 2010
La Hague im Nordwesten der Normandie: Es heißt, der Wind bläst hier zuweilen so stark, dass er den Schmetterlingen die Flügel fortreißt. Nur wenige leben hier, am Ende der Welt, am Meer, dort, wo die Menschen ebenso schroff sind wie die Natur. Sie hat ihren Mann verloren und sich in diese raue Gegend geflüchtet. Sie beobachtet Vögel, eine monotone Arbeit, die ihr gut tut und sich mit ihrem Seelenleben deckt. Sie lebt in einem Haus, der Griffue, das fast im Meer steht; niemand versteht, wie man es dort aushalten kann. Das Leben ist ruhig, von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten, es wird vom Wetter, vom Wind, den Gezeiten bestimmt – bis eines Tages Lambert auftaucht. Fremde, die länger bleiben, gibt es selten; sie werden von den Einheimischen argwöhnisch beäugt, aber Lambert ist nicht wirklich fremd: irgendwie gehört er dazu. Vor vierzig Jahren starben hier seine Eltern und sein jüngerer Bruder bei einem Bootsunglück. Nun ist er zurückgekommen, um das dramatische Unglück von damals aufzuklären. Und allmählich bröckelt die Wand des Schweigens, hinter der jeder Dorfbewohner ein Geheimnis zu verbergen scheint. Was das Meer genommen hat, das spuckt es irgendwann wieder aus ...

Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis der französischen »Elle«.


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Die Brandungswelle: Roman + Mit Blick aufs Meer: Roman
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (15. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442752426
  • ISBN-13: 978-3442752423
  • Originaltitel: Les déferlantes
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 145.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»557 Seiten, aber keine zuviel!« (Christine Westermann, WDR)

»Eine Perle! 500 Seiten, die man wegliest wie nichts und die einen k.o. zurücklassen. K.o. und glücklich.« (François Busnel, L'Express)

»›Die Brandungswelle‹ ist ein durch und durch sinnliches Buch.« (Katharina Sieckmann, Bücherwelt im NDR1 Radio Niedersachsen)

Über den Autor

CLAUDIE GALLAY, 1961 im Département Isère geboren, gilt als eine der populärsten Schriftstellerinnen Frankreichs. »Die Brandungswelle« stand monatelang auf der französischen Bestsellerliste, wurde mehrfach ausgezeichnet, verkaufte sich allein in Frankreich über 260.000 Mal und erscheint in weiteren elf Ländern.

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54 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur Klasse! 2. März 2010
Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Bei all der durchschnittlichen und anstrengenden t.T. langweiligen, trockenen Lektüre der letzten Wochen, ist der neue Roman, dieser für mich unbekannten französischen Schriftstellerin mein erstes Highlight in diesem Lesejahr 2010, ich staune über dieses Talent, und möchte diese Buchneuheit uneingeschränkt weiterempfehlen, für mich ein echter Geheimtipp, der noch auf sich aufmerksam machen wird! In Frankreich stand dieses Buch wohl monatelang auf der Bestseller-Liste, 260'000 Exemplare sollen verkauft worden sein, erscheint in 11 weiteren Ländern, als ich das las, war ich ein wenig skeptisch, ob das wieder eine neue Verkaufsmasche ist, aber nein, Literatur zum Geniessen!! Diesem Buch wünsche ich möglichst viele viele Leser!

Die Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin erzählt nur limitiert darüber, wer sie eigentlich ist. Sie arbeitet für ein ornitologisches Zentrum, beobachtet und zählt Vögel. In stillen Gedanken spricht sie mit jemandem, den sie verloren zu haben scheint. "Du hattest gesagt, vergiss mich. Du hast mich schwören lassen, dass ich wieder lieben würde. Mein Mund im Innern von deinem. Man muss vergessen, das hast du gesagt, vergessen oder mich vergessen, ich weiss es nicht mehr. Du hast es gesagt, ohne deine Lippen von den meinen zu lösen, du hast es in mir versenkt, du musst ohne mich leben schwöre es mir...".

Sie geht in ein kleines Fischerdorf, im Nordwesten Frankreichs, am Ende der Welt, La Hague, befreundet sich mit den Menschen dort an, die ein ganz eigenes und einfaches Leben ganz nah am Meer führen und Fremde eher argwöhnisch beäugen. "Es gab nicht viele Lebende im Dorf, deshalb gab es auch nicht viele Tote." Ein Dorf, wo noch Legenden und Aberglaube eine Bedeutung haben. "In Vollmondnächten kann man angeblich einen Mann sehen, der auf einem grossen Pferd über die Heide reitet. Die Frauen träumen davon, ihn zu treffen. Sie gehen nachts hinaus, entfernen sich von den Häusern. Sie folgen der schmalen Pfade, die sich in der Heide verlieren. Am Morgen kehren sie zurück, niemand kann sagen, was sie getan haben."

Jeder kennt jeden, sie geht dort zwischen den Häusern ein und aus, als ob es ganz normal wäre. Ein Dorf, wo die Menschen Geheimnisse voreinander haben. Die fremde Ich-Erzählerin, wird auf die seltsame Nan und den Leuchtturmwächter Théo aufmerksam, Nan die hofft, dass "das Meer ihr die Toten wieder zurückgibt." Gallay beschreibt sie ein wenig:"Sie war eine seltsame Priesterin, eine Fischfrau, die aus dem Wasser oder einen anderen unterirdischen Welt gestiegen zu sein schien."

1967 sind drei Menschen des Dorfes mit einem Segelboot umgekommen. Die namenlose Protagonistin, wird darauf aufmerksam, und beginnt gemeinsam mit Lambert, einem ehemaligen Polizisten, den Geheimnissen auf die Spur zu gehen. Nan, die eigentlich Florelle heisst, ist eine alte seltsame Frau, die in den sechziger Jahren, ein Kinderheim mit dem Namen "Zuflucht" für Waise geführt hat. Die Spuren, führen in diese Zeit zurück, in dessen Zentrum die Rettung eines zweijährigen Kindes führt, das auf einem Floss angebunden, "vom Meer zurückgegeben" wird. Dieses Kind, mit Namen Michel Lepage, wirft viele Fragen auf, und führt den Leser auf eine gemeinsame Suche mit der Protagonistin, eine Spurensuche in eine verschüttete Vergangenheit, die vierzig Jahre zurück liegt, um schliesslich die Wahrheit, der damaligen Zeit jenem Dorf ans Licht zu bringen.

Gallay schafft es, die Fäden gegen Ende immer mehr zusammen zu führen. Es wird spannend, und wir können nicht mehr davon lassen. Manchmal hatte ich das Gefühl mich richtig treiben lassen zu können. Für mich ein wunderbarer Lesegenuss, wo wir neugierig werden, fast in wie in eine Art Verlangsamung treten, Poetisches erfahren, eine Stille wahrnehmen können, die Beziehungen der Menschen dort kennenlernen, und das subtile Zusammenführen, einer begabten neuen Schriftstellerin kennenlernen, die ganz einfach berührend und ergreifend ist. Auch wenn manches ein wenig seltsam anmutet,manches Grobe und Realistische erzählt, die Geschichte nicht gleich alles verrät, so werden wir doch als Leser im Laufe des Buches immer mehr belohnt.

Wir lernen, die Idylle dort kennen, die Tiere die dort leben, z.B. das Dorfschwein, die Dorf-Esel, eine Ratte die bei Morgane lebt, einer Frau, die nach Paris will, oder eine Möwe die bei dem Fischer Max auf dem Boot lebt. Es ist als ob, sämtliche Figuren, für den Leser wie zu einer Familie werden, wir bekommen zu jeden Tier und Menschen eine Beziehung, und wissen ein wenig um sein Wesen. Eine Geschichte, rundum Wahrheit, Tod, Legenden und Aberglaube, unser Verhältnis zum Tod, über innere Werte, was Menschen uns bedeuten können, Verlust, Sehnsucht, Vergangenheitsbearbeitung, Poesie, Stille, Liebe, Liebe zur Natur und zum Meer, aber auch zu den Tieren mit denen wir leben, und der Liebe zu den Menschen die wir lieben. Es erzählt davon, wie wir über den Verlust einer Liebe hinwegkommen können und der Möglichkeit, eine Neue zu finden, oder dafür offen zu sein. Wir lesen gespannt, werden berührt und fühlen uns nach solcher Lektüre angefüllt und bereichert, was will man da noch mehr! Ich finde diese Autorin und ihr Erstlingswerk einfach nur Klasse!

Eine Sprache die still ist, ruhig, verlangsamt, nachdenklich, beizeiten auch grob, unglaublich, melancholisch, poetisch, nachsinnend, spannend schon fast wie ein Krimi nein doch keiner, seltsam, feinfühlig, berührend, unglaublich...ein Roman der den Eindruck macht, als ob er "ausserhalb der Zeit" geschrieben wurde..und den Glauben an die Liebe gerade nach dem Verlust eines Menschen, den wir "verloren" haben, zurück gibt...

Empfehlung!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tosend, gurgelnd, rauschend und still 24. April 2010
Von Esther TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Was das Leben für einen bereithält - ob man es annimmt oder nicht - das gute und das tragische ...

Die in sich gekehrte Ich-Erzählerin ist in dem Fischerdorf La Hague am nordwestlichen Rand der Normandie gut aufgehoben. Dort werden Fremde scheel beäugt in der Hoffnung, sie würden bald wieder dorthin gehen, woher sie gekommen waren. Doch sie ist geblieben. Als Ornithologin hat sie ein Zimmer in einem Haus bezogen, das mehr im Ärmelkanal steht als an dessen Küste. Gibt sie auch nichts über sich preis, scheint sie sich mit ihrer Gleichgültigkeit und Toleranz überraschend geschmeidig einen Zugang zum Dorfgeschehen gelegt zu haben.

Das Meer ist rau, es hat schon viele nicht mehr zurückgegeben. So auch die Eltern und den kleinen Bruder von Lambert, der nach vierzig Jahren einen erneuten Versuch unternimmt, hinter die Geschehnisse des Bootsunglücks Ende der 60er Jahren zu kommen, was dieser düster-schönen Geschichte ein großes Geheimnis zu entdecken überlässt.

Claudie Gallay ist mit diesem Roman etwas ganz besonderes gelungen. Nicht zuletzt weil sie es scheinbar ohne Mühe zu Wege bringt, mir Leser das Gefühl zu schenken, als stiller Beobachter nebenher zu gehen. Eine Vielzahl gestrandeter und mit dem Dorf verankerter Charaktere treten abwechselnd in durchwegs dialogischen Szenen auf. Ihre getragenen Lebensgeschichten, die nicht verdaut werden konnte, oder immer noch damit beschäftigt sind, Verbitterung und Misstrauen zu schüren, schränken die Menschen im Dorf ein. Doch allen über steht mystisch, mächtig und unbesiegbar das Meer.

Wie das bedeckte Licht, das sich nach dem Sturm einen Weg durch eine dicke Wolkenmauer zu bahnen sucht, ist der Roman von Anfang bis Ende in eine hellgraue Wolke gehüllt. Er schwingt sich langsam aber stetig zu einem Tosen auf. Und doch hat er mir in aller Spannung eine eigenartige Harmonie geschenkt, sehr persönliche Momente (die Gespräche der Ich-Erzählerin mit ihrem geliebten, verstorbene Mann) und eine klare, doch versöhnliche Lösung am Ende.

Ein überaus authentischer, ausgeglichener Roman, der ein wundervolles Konzept von Anfang bis Ende verfolgt - einer Autorin, der diese Geschichte wie mir erscheint an einem Stück aus der Feder geschlüpft ist. Und genauso liest sich dieser fabelhafte Roman - in einem Zug!!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte so wild wie das Land 27. Juli 2010
Von SA.M.T TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Frau flieht vor ihrem Schicksal und landet am Ende der Welt - in der Normandie. Hier weht der Wind rauer als es im Leben überhaupt möglich ist und das Meer nimmt sich, was ihm passt. Genau der richtige Ort um zu trauern und zu sich zurückzufinden. Eines Tages steht ein Fremder im Ort und erkundigt sich nach einer Geschichte, die 40 Jahre zurückliegt. Damals starb eine Familie in den tückischen Strömungen, angeblich, weil das Feuer im Leuchtturm nicht brannte. So nach und nach entpuppt sich der Fremde als Hinterbliebener jener Familie - seine Eltern und sein Bruder starben damals in den Fluten. Akribisch und unnachgiebig versucht er das Geschehene zu rekonstruieren - dem Meer das Geheimnis zu entreißen. Hat der Leuchtturmwärter mit Absicht das Leuchtfeuer gelöscht? Die Frau und der Fremde steuern gemeinsam auf tragische Erkenntnisse zu.
Was mich an dem Buch so gefesselt hat war der Schreibstil, der sich ein bisschen anfühlte wie die Meeresbrandung. Man sieht sie kommen, aber erst wenn sie da ist, bekommt man die Gewalt zu spüren. Es ist eine wunderbare, tragische, fesselnde Geschichte, in der man auf jeder Seite eine Wildheit spürt, die darauf wartet entfesselt zu werden. Das Buch ist wie ein Sturm, der aufzieht, wütet, verebbt und der Sonne wieder Platz macht.
Großartig.
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5.0 von 5 Sternen Die Brandungswelle
Dieses Buch ist wie ein Sog, der mich nicht mehr los gelassen hat, ich stehe mit der Erzählerin am Meer, ich fühle die einzelnen Stimmungen intensiv mit. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von A.Libelle veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen die brandungswelle
es ist ein Buch der ganz anderen Art,
allein, die Gegend , die in diesem Buch beschrieben wird, findet man nicht in jedem Buch! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von jutta wellmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Vergeben ist nicht Vergessen"
So wie Brandungswellen allerlei Strandgut an die Küsten werfen, so warf das Leben auch SIE, die Erzählerin der Geschichte, nach La Hague, dem kleinen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von DieBuchpiraten veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Eine Zumutung
Wir gerne wuerde ich mich den guten Beurteilungen anschliessen. Schliesslich habe ich auch deswegen das Buch gekauft. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie ein Orkan über dem Meer!
Dieses Buch handelt von der Liebe. Es handelt von Lüge. Von Verlust und Wiederfinden. Das Buch beschreibt die unendliche Trauer(-arbeit) und Verzweifelung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. November 2010 von Ralf
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