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Die Brandmauer
 
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Die Brandmauer [Audiobook] [Audio CD]

Henning Mankell , Christoph Schobesberger , Heinz Kloss , Franziska Hayner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (166 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Deutliche Gesellschaftskritik verpackt in absolut hochkarätiger Spannung, das kann nur einer: Henning Mankell. Endlich ist er da, der neue Wallander-Krimi und auch in diesem Fall ermittelt der einsame 50-jährige Kommissar, der sich "uralt und kraftlos" fühlt, eigenwillig, manchmal dickköpfig, aber doch immer mit dem seinen Fans schon so vertrauten Team. Ein brillant erdachter Fall, der nach 570 fesselnden Seiten bedrückende und bedrohliche Visionen zurücklässt. In einem Interview sagt Mankell, gefragt, warum die Verbrechen, die er beschreibt oft so bestialisch seien: "Die Welt ist viel schlimmer als die Verbrechen in meinen Büchern." Wohl wahr!

Ein Taxifahrer wird brutal von zwei jungen Mädchen ermordet, ein Mann bricht vor einem Geldautomaten tot zusammen, seine Leiche wird aus der Pathologie gestohlen, in einer Transformatorstation finden die Beamten eine verkohlte Leiche. Ein turbulenter Fall, in dem lange so wenig zueinander passen will. Die Ermittlungen führen von dem kleinen schwedischen Städtchen Ystad bis nach Angola, reichen von Mord bis zu einem perfiden Computerverbrechen von internationalem Format.

Brandmauern oder Firewalls -- natürlich geht es um Datennetze, elektronische Kommunikation, die Welt des Internets. "Die Verwundbarkeit der Gesellschaft in der sie lebten, war größer, als jemand hatte ahnen können". Computerspezialisten als Terroristen, ein einzelner Rechner, der die ganze Welt lahm legt?

Als Krimi genial und atemberaubend, als reales Geschehen nicht mehr utopisch, eher eine Angst erregende Vorstellung. Nüchtern schreibt Mankell, oft kurz und bündig, das ist nervenaufreibend, macht süchtig. Aber: Er legt es nicht nur auf Spannung allein an. In seinen Romanen will er gesellschaftliche Entwicklungen beleuchten: "Wir müssen ein neues Sozialsystem schaffen, sonst geht die Welt zugrunde."

Wallander in Höchstform. 26 Länder hat dieser Kommissar mit begnadeter Intuition im Sturm erobert, er wurde verfilmt, bescherte seinem Erfinder Millionenauflagen und Preise. Kaum zu fassen, dass der ihn demnächst in den Ruhestand schicken will. Wer weiß, vielleicht überlegt er es sich ja doch noch. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Audiobook-Rezensionen

Unverkennbar ein echter Mankell: zwei junge Mädchen töten ohne jegliche Schuldgefühle einen Taxifahrer. Und Kommissar Wallander wird das enorme Gefahrenpotential der "weltweiten Vernetzung" anerkennen müssen. Der schwedische Kultautor Henning Mankell beweist hier erneut seinen kritischen Blick auf den Zustand unserer Gesellschaft.

Es beginnt scheinbar harmlos: Der unauffällige Computerspezialist Falk wird tot vor einem Geldautomaten gefunden. Eines der beiden Mädchen kann auf ominöse Weise aus dem Präsidium fliehen und wird anschließend in einer Transformatorenstation verkohlt aufgefunden. Doch damit nicht genug, es folgen weitere Tote; auf Wallander werden Anschläge verübt. Langsam kommt der Verdacht auf, dass Falk ein Hacker war. Wer mit Falk zu tun hatte, lebt in Gefahr. Die Drahtzieher im Hintergrund schrecken vor nichts zurück.

Die Verwirrung über die ungeheuerlichen Ereignisse steigert sich ins Unermessliche. Parallel zu den turbulenten Ermittlungen muss sich Wallander gegenüber seiner Vorgesetzten wegen einer Anzeige rechtfertigen, und sein Kollege intrigiert in höchstem Maße gegen ihn. Die letzte Enttäuschung: Elvira, seine neue Freundin ist in die Geschichte verstrickt. Amüsant ist der unverdorbene Ansatz, mit dem Wallander an die Internettechnologie geht: "Brandmauer"! Eine Glanzleistung ist die Musik, die exakt die atemberaubende, eiskalte Atmosphäre dieses Hörspiels trifft. Garant für eine neue mitreißende Wallander-Krimi-Session sind die Stimmen von Christoph Schobesberger (Erzähler) und Heinz Kloss als Wallander. Kriminalhörspiel mit Musik, Spieldauer: ca. 172 Minuten, 2 MC. Auch erhältlich als CD (3895845795).

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Zwei junge Mädchen überfallen einen Taxifahrer und töten ihn. Als sie von der Polizei verhört werden, zeigen sie keinerlei Schuldgefühle. Kommissar Wallander kann es kaum fassen. Finden junge Menschen heutzutage wirklich nichts dabei, einen Menschen umzubringen? Er ist sich sicher, dass etwas anderes dahinter steckt. 3 CD, Laufzeit ca. 172 Minuten, Hörspiel, Sprecher: Christoph Schobesberger, Heinz Kloss, Franziska Hayner u. v. a.

Der Verlag über das Buch

»Auch der letzte Fall des Kommissars Kurt Wallander, ›Die Brandmauer‹, ist verzwickt und hochspannend. Wir werden ihn vermissen, den mürrischen, eigenbrötlerischen Ermittler und seine Gedanken über Gott und die Welt.« Brigitte

»Wie immer ist Mankell virtuos im Schildern von Details, seine Figuren sind perfekt ausgearbeitet.« Ingeborg Sperl im ›Standard‹

»Viel Spannung und Atmosphäre bietet Mankell – ganz zu schweigen von der düsteren Aktualität des Plots.« Der Spiegel

»Wir wünschen ihm das Beste. Wir werden ihn vermissen.« Elmar Krekeler in der ›Welt‹

»Ganz aktuell fesseln mich die Romane des schwedischen Autors Henning Mankell [...] Seine Bücher sind spannend und sozialkritisch, sie packen und machen gleichzeitig nachdenklich. Mankell ist ein sehr scharfer Beobachter der Realität.« Hans Eichel in der ›Financial Times‹ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Klappentext

In Wallanders achtem Fall geht es nicht nur darum, ein Computerverbrechen aufzudecken, sondern auch die Brandmauern, die Menschen um ihr Innerstes aufrichten, zu durchbrechen. Zwei junge Mädchen überfallen einen Taxifahrer, betäuben ihn mit einem Hammer und töten ihn mit einem Küchenmesser. Als die Polizei sie verhört, zeigen sie keinerlei Schuldgefühl. Wallander kann es kaum fassen. Finden junge Menschen heutzutage wirklich nichts dabei, einen Menschen meuchlings umzubringen? Er ist sich sicher, dass etwas anderes dahintersteckt. Aber bis er das herausfindet, geschehen noch viele merkwürdige Dinge. Ein Mann fällt vor einem Bankautomaten tot um. Seine Leiche wird aus der Pathologie gestohlen und wieder an den ursprünglichen Fundort transportiert. In ganz Schonen geht das Licht aus. In der Transformatorstation liegt eine verkohlte Leiche. Wallander wird angezeigt, ein junges Mädchen geohrfeigt zu haben. Auf Rat seiner Tochter Linda gibt er endlich eine Kontaktanzeige auf, um wenigstens sein Privatleben in geordnete Bahnen zu lenken. Aber auch seine privaten Angelegenheiten geraten in die Turbulenzen des vorliegenden Falls.

Diesmal geht es um ein Computerverbrechen von internationalem Format. Wallander lernt nicht nur selbst, Schritt für Schritt, mit dem Computer umzugehen, sondern heuert auch einen vorbestraften Hacker an, der die Firewall durchbrechen soll, mit der die Computerterroristen ihren Anschlag abgesichert haben. Mit Schrecken stellt er fest, wie stark die moderne Gesellschaft von der Technologie abhängt und wie verletzlich sie dadurch geworden ist. Obwohl er vor einer neuartigen Dimension des Verbrechens steht und mehr als einmal an seine Grenzen stößt, bringt er auch diesen Fall zu einem erfolgreichen Abschluss. Doch immer verlockender wird der Gedanke, die Verantwortung vielleicht schon bald in die Hände der nächsten Generation zu legen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen Schriftsteller in Schweden. Seit Ende der sechziger Jahre ist er als Autor, Theaterregisseur und Intendant tätig. Allein in Deutschland erreicht die Gesamtauflage seiner Bücher mittlerweile 11 Millionen. Seine Bücher wurden bisher in über 20 Sprachen übersetzt. Für sein umfangreiches Werk erhielt Mankell zahlreiche Preise, u.a. von der Schwedischen Akademie für Kriminalliteratur, den Deutschen Jugendbuchpreis (1993), den Astrid-Lindgren-Preis (1996), die Corinne 2001 und 2002 sowie den Deutschen Bücherpreis (2003). Henning Mankell lebt in Maputo, Mosambique, wo er das Teatro Avenida leitet. Mehrere der Wallander-Romane wurden verfilmt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Auszug aus Die Brandmauer von Henning Mankell, Wolfgang Butt. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Am Abend flaute der Wind plötzlich ab und schlief dann völlig ein. Er war auf den Balkon getreten. Am Tage konnte er zwischen den gegenüberliegenden Häusern das Meer erkennen. Aber jetzt war es dunkel. Manchmal nahm er sein altes englisches Miniaturfernglas mit hinaus und schaute in die erleuchteten Fenster des Hauses auf der anderen Straßenseite. Aber esENDete immer damit, daß ihn das Gefühl beschlich, jemand habe ihn entdeckt. Der Himmel war sternenklar. Schon Herbst, dachte er. Vielleicht bekommen wir heute nacht Frost. Obwohl es für Schonen ziemlich früh ist. Irgendwo in der Nähe fuhr ein Auto. Ihn fröstelte, und er ging wieder hinein. Die Balkontür klemmte. Auf dem Block neben dem Telefon auf dem Küchentisch notierte er sich, daß er am nächsten Tag die Tür reparieren mußte. Dann ging er ins Wohnzimmer. Einen Augenblick blieb er in der Tür stehen und ließ seinen Blick durch das Zimmer wandern. Weil Sonntag war, hatte er geputzt. Es gab ihm stets ein Gefühl von Zufriedenheit, sich in einem vollkommen sauberen Zimmer zu befinden. An der einen Schmalseite stand ein Schreibtisch. Er zog den Stuhl vor, knipste die Arbeitslampe an und holte das dicke Logbuch heraus, das er in einer der Schubladen aufbewahrte. Wie üblich begann er damit, das am Abend zuvor Geschriebene durchzulesen.

Samstag, der 4. Oktober 1997. Der Wind war den ganzen Tag böig. Laut Wetterdienst 8-10 Meter pro Sekunde. Wolkenfetzen jagten über den Himmel. Temperatur um sechs Uhr früh sieben Grad. Um zwei Uhr war sie auf acht Grad gestiegen. Am Abend auf fünf gesunken. Danach hatte er nur noch vier Sätze geschrieben. Der Weltraum ist heute leer und öde. Keine Nachrichten. C antwortet nicht. Alles ist ruhig. Er schraubte den Deckel vom Tintenfaß und tauchte die Stahlfeder behutsam ein. Er hatte sie von seinem Vater geerbt, der sie seit seinem ersten Tag als Assistent des Geschäftsführers in einer kleinen Bankfiliale in Tomelilla aufbewahrt hatte. In sein Logbuch schrieb er nie mit einer anderen Feder.
Er schrieb, daß der Wind abgenommen hatte und dann völlig eingeschlafen war. Auf dem Thermometer am Küchenfenster hatte er gesehen, daß die Temperatur drei Grad betrug. Der Himmel war klar. Er notierte außerdem, daß er die Wohnung geputzt und dafür drei Stunden und fünfundzwanzig Minuten gebraucht hatte. Zehn Minuten weniger als am Sonntag davor. Außerdem hatte er einen Spaziergang zum Sportboothafen gemacht und eine halbe Stunde in der Kirche Sankta Maria gesessen und meditiert. Er überlegte, bevor er fortfuhr. Dann schrieb er eine weitere Zeile ins Logbuch. Am Abend kurzer Spaziergang. Er drückte das Löschpapier vorsichtig auf das Geschriebene, wischte die Feder ab und schraubte den Deckel des Tintenfasses wieder auf. Bevor er das Logbuch zuklappte, blickte er auf die alte Schiffsuhr, die neben ihm auf dem Schreibtisch stand. Sie zeigte zwanzig Minuten nach elf. Er ging in den Flur, zog seine alte Lederjacke an und stieg in ein Paar Gummistiefel. Bevor er die Wohnung verließ, fühlte er nach, ob er die Schlüssel und die Brieftasche eingesteckt hatte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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