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Die Brüder Karamasow [Gebundene Ausgabe]

Fjodor M. Dostojewskij , Hans Ruoff
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1064 Seiten
  • Verlag: Artemis & Winkler; Auflage: 13., Aufl. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3538050503
  • ISBN-13: 978-3538050501
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 289.542 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Dostojewskij, Fjodor Michailowitsch: Die Brüder Karamasoff, Nachwort: Horst-Jürgen Gerigk, Aus dem Russischen von Hans Ruoff & Richard Hoffmann, München, Winkler 1988, 1063 S., OLwd. m. OU., Dünndruckausgabe, gut erhalten

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5.0 von 5 Sternen Die Krönung eines großen Lebenswerkes 3. Oktober 2006
Von u-re
In seinem letzten und besten,vielschichtigsten und differenziertesten Roman gelingt es Dostojewskij noch einmal, alle Themen zusammenzufassen, die er bereits in seinen vorherigen Werken angesprochen und bearbeitet hat: der Mord an einem Vater, der ein Saufbold und Hurenbock war und - damit verbunden - die Verneinung des an Nihilismus gekoppelten Verbrechens ("Alles ist erlaubt!"), die im westlichen Intellektualismus wurzelt, verklörpert in der Figur des Wissenschaftlers Iwan, die Darstellung eines "russischen Christus", des Allmenschen - am Beispiel des Mönches Aljoscha - und die Abrechnung mit der als zersetzend betrachteten westeuropäischen Kultur, die Rußland als "Fremdkörper" aufgedrückt wurde und sein Wesen verfälscht. - Auslöser der spannenden und vielschichtigen Handlung ist die Rivalität zwischen dem alten Karamasoff und seinem ältesten Sohn, dem Soldaten Dmitrij, um die Gunst der schönen und leichtlebigen Gruschenka. Die anderen Problemstellungen - der Sinn des Lebens, der christliche Glaube - sind in die Handlung meisterhaft eingebettet und damit verflochten.
Empfehlenswert dazu: Die Hollywood-Verfilmung von 1957 mit Yul Brynner und Maria Schell in den Hauptrollen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwältigend! 28. Oktober 2002
Dostojewskij hat den besten am Schluss geschrieben. Und noch mehr: Der Stoff reichte sogar für eine Fortsetzung, die auch gefolgt wäre, hätte der Tod nicht seine Pläne durchkreuzt. Trotz der ca.1000 Seiten merkt man den Roman an, dass es hätte weitergehen sollen, vor allem die letzten Seiten zeigen dies deutlich, alleine dadurch, dass Dostojewskij Charaktere wie den kleinen Krasotkin anfügt, der so etwas wie eine Leitfigur der Kinder darstellen soll, natürlich hinter Aljoscha Karamasow. Jedoch gab es auch andere Stimmen, nämlich jene, denen der Roman zu lang war und die sich erhebliche Kürzungen vorgestellt haben. Konzentrierte sich doch der Autor nur auf den Mord und auf die Konflikte der Familie Karamsow, wäre das ganze weitaus spannender. Ja, möglicherweise kann man ihm das zum Vorwurf machen, nur: Dostojewskij interessiert sich für weitaus mehr. Nicht umsonst lässt er nämlich der Figur des Starez Sosima so viel Raum, nicht umsonst zeigt der Romancier in fast schon übertriebener Weise wie gut der jüngste Karamasow - Aljoscha - in seinem Herzen ist, um dann in geschickter Form das Schlechte in der ganzen Welt zu erfassen - unter anderem ausgebreitet auf die anderen Brüder, den intelektuell-schweigsamen Iwan und den Frauenhelden und Zecher Mitja. Vergessen wir dabei auch nicht den Vater, der als geiziger Hanswurst und alter Lüstling vom Autor gezeichnet wird. Bei aller Bosheit und Abtrünnigkeit der vermeintlich negativen Figuren, kommt es Dostojewskij aber auf eines ganz sicher an und jene Wichtigkeit betont er immer wieder vor allem eben durch die Charaktere Sosima und dessen Schüler Aljoscha: In all diesen schlechten Menschen steckt doch wohl auch etwas Gutes. Lesen Sie weiter... ›
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dostojewskis faszinierendes Spätwerk 27. Oktober 2005
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
In seinem letzten großen Roman schildert Dostojewski einen äußerst vertrackten Mordfall, gefolgt von einem spektakulären Kriminalprozess. Doch dies ist alles andere als ein ordinärer Krimi: Die Schilderung der Ereignisse, die zu dem Verbrechen und all seinen Folgen führen, ist durchzogen von langen Abschweifungen und Nebenhandlungen, in denen Fragen über "Gott und die Welt" (wörtlich zu verstehen!) erörtert werden, vor allem in zahlreichen Gesprächen zwischen den Protagonisten. Der Roman ist insofern sehr dialoglastig. Dies ist der Vordergrund. Im Hintergrund bietet das Buch zudem eine äußerst differenzierte Analyse der damaligen russischen Gesellschaft und ihrer Probleme aus der Sicht Dostojewskis. Die Familie Karamasow steht gewissermaßen stellvertretend für ganz Russland, ihre einzelnen Mitglieder und etliche Nebenfiguren für bestimmte Facetten der russischen Gesellschaft. Schließlich sind die vier Brüder Karamasow auch Manifestationen des Bösen, entsprechend dem philosophischen Konzept, das Dostojewskis Denken zu Grunde lag. Alles in allem ein geniales Werk, dessen mehr als 1000 Seiten man allerdings nicht spielend leicht bewältigt.
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