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Die Brückenbauerin
 
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Die Brückenbauerin [Taschenbuch]

Madeleine Harstall
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426631768
  • ISBN-13: 978-3426631768
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.041.096 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Thea Fiedler hat sich für ihre Abschlussarbeit ein anspruchsvolles Thema vorgenommen: Sie will über den Brückenbau im 19. Jahrhundert schreiben. Bei ihren Recherchen stößt sie auf den Namen ihrer Ururgroßmutter Fedora. Deren Mann hatte einst auf der Insel Usedom eine berühmte Brücke gebaut, eine Brücke, die später einstürzte und viele Menschen in den Tod riss. Allmählich wird Thea klar, welche Rolle Fedora damals spielte, und sie entdeckt das Geheimnis ihrer Vorfahrin, das wie ein Fluch noch auf ihren Töchtern und Enkelinnen zu lasten scheint …

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Weltalf
Durch einen Zufall entdeckte ich dieses Buch und hielt es aufgrund der Aufmachung und des Buchtitels wegen eher für einen typischen Frauenroman. Erst als ich etwas von Usedom und Anklam las, in deren Nähe ich als Kind viele Ferienmonate verbrachte, wurde ich neugierig. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart. Alle Zeitebenen sind durch die Blutsbande der Familie Fiedler miteinander verwoben und durchdringen sich.

Thea aus Schwaben besucht ihren Cousin Janek in Vorpommern, um für ihre Diplomarbeit etwas über ihre Urahnin Fedora Fiedler herauszufinden. Diese hatte die berühmte Karniner Hubbrücke, die einst Usedom mit dem Festland verband, konstruiert. Die Suche nach alten Plänen und Aufzeichnungen der Brückenbauerin gerät zur Suche nach den eigenen Wurzeln. Lastet wirklich ein Fluch auf der Familie? Natürlich verliebt sich Thea in Janek, wo bliebe denn sonst die Liebesgeschichte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dieses Buch ist zwar ein Frauenroman, denn er handelt von starken und schwachen Frauen, und auch der Schluss ist dementsprechend. Doch darüber hinaus ist es ebenso ein deutscher Familienroman, ein Krimi, ein esoterischer Wissenschaftsroman, ein Historiengemälde und eine Ost-West-Erzählung. Es wird experimentiert, vergiftet, auf Schwäbisch und auf Platt geredet, geliebt, gestritten, gesucht und gefunden, erforscht und erfunden.

Leider weiß ich bis heute nicht, wie viel von der Geschichte authentisch ist. Anklam, Peenemünde und die Hubbrücke existieren, das ist klar. Aber hat Nikola Tesla wirklich Anklam besucht und Gottfried Keller in Rage Ferdinand Lasalle eins über den Kopf gehauen? Im Reich der Fantasie ist es jedenfalls so gewesen.

Mein Kompliment an die Autorin Christine Lehmann (Pseudonym: Madeleine Harstall) für so eine komplexe Story! Es werden Brücken in die deutsche Geschichte sowie zwischen Ost und West gebaut. Ich empfehle jedem Anklamer die Lektüre dieses Romans. Und dem Verlag empfehle ich einen ansprechenderen Titelumschlag und eine offensivere Bewerbung des Buches. Ideal für den Usedom-Aufenthalt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zwei Genres - ohne Linie 30. Juli 2006
Von J. Seibold TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Die Brückenbauerin" ist klassisch auf zwei Erzählebenen angelegt. Da ist einmal die Geschichte von Thea und Janek, die in der Gegenwart angesiedelt ist, und auf der anderen Seite die Familienchronik ihrer gemeinsamen Vorfahrin, Fedora, die Ende des 19. Jahrhunderts beginnt. Doch was sonst oft spannungsfördernd ist, wirkt hier eher störend. Das mag daran liegen, dass mich persönlich die Geschichte von Thea und Janek nicht besonders zu fesseln vermochte, und ich zu den beiden Figuren keinerlei Beziehung aufbauen konnte und letztendlich auch nicht wollte. Es wird nicht so ganz klar, ob es sich nun eigentlich um einen Liebes- oder doch eher einen Spionageroman handeln soll, doch beide Genres sind nicht besonders überzeugend umgesetzt. Die Familienchronik von Fedora hingegen fand ich sehr spannend, denn da wird ziemlich anschaulich das Leben in einer äußerst aufregenden Zeit beschrieben - es gibt noch keine Glühbirnen, Kühlschränke oder Staubsauger, dafür liegt aber ein ungeheurer Wissens- und Forscherdrang in der Luft, der auch für den Leser von heute noch spürbar wird. All die Dinge, die für uns heute so selbstverständlich sind, wurden dank der Neugier und Experimentierfreudigkeit dieser Menschen erfunden, die sich auch von unvermeidlichen Rückschlägen nicht entmutigen ließen. Das gilt natürlich nicht nur für die Technik sondern auch für die Medizin. Obwohl diese Zeit eigentlich noch gar nicht so weit zurück liegt, glaubt man sich in eine andere, ferne Welt versetzt, wenn man miterlebt, mit welchen Schwierigkeiten Frauen zu kämpfen hatten, die ihr Leben ebenfalls der Wissenschaft verschreiben wollten - Fedora als Ingenieurin und ihre Tochter Elsie als Ärztin - und welchen hohen Preis diese intelligenten und mutigen Frauen für diese Entscheidung bezahlen mussten. Wenn dann die Erzählung wieder in die Gegenwart zu Thea und Janek wechselt, war ich manchmal fast ein bisschen ungehalten und habe mich von den beiden regelrecht gestört gefühlt.

Fazit: Die Brückenbauerin" ist auf jeden Fall ein spannendes Buch, das auch ein bisschen nachdenklich macht - über die Rolle der Frau in der Gesellschaft und darüber, wie sich Schicksale oder zumindestens bestimmte Muster innerhalb einer Familie über Generationen hinweg wiederholen können, was oft erst durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte - so wie Thea das für ihre Diplomarbeit macht - erkennbar wird.

Hysterika, 16. Juli 2006
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