Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Geschichte spielt in einem von der Außenwelt vollkommen isolierten japanischen Gefangenenlager in Südost-Asien, in dem der unbarmherzige Colonel Saito (Sessue Hayakawa) damit beauftragt wird, eine für die japanischen Truppen wichtige Eisenbahnbrücke zu bauen. Um dies realisieren zu können, braucht er die britischen Gefangenen. Er gerät somit an Colonel Nicholson (Alec Guinness), einen charismatischen Offizier, der für jede erbrachte Leistung Gegenleistungen von seinem japanischen Gegenspieler erwartet. Wider Erwarten gelangen die beiden Offiziere zu einer Reihe von Kompromissen und für Nicholson wird der Bau der Brücke zu einer wahren Obsession. Auf der anderen Seite gibt es unter den Gefangenen jedoch eine zweite Fraktion, die von einem britischen Offizier (Jack Hawkins) und einem der wenigen Amerikaner im Camp (William Holden) angeführt wird und die die Brücke unbedingt zerstören will.
Der in Sri Lanka gedrehte Film wirkt aus heutiger Sicht natürlich etwas altmodisch. In Leans Film kommt es nicht im Viertelstundenrhythmus zu gewaltigen Explosionen. Der Regisseur ist nicht einmal an der Action interessiert; ihm geht es vielmehr darum, die beiden Plots zusammenzuführen und die Beweggründe, die die Soldaten zu ihren unterschiedlichen Handlungen führen, verständlich zu machen. Auf diesem Weg führt er seine Schauspieler zu absoluten Höchstleistungen und erlaubt ihnen eine sehr differenzierte Darstellung ihrer Charaktere. So ist der japanische Lagerkommandant nicht nur ein Täter. Er ist auch ein Opfer des Systems, in dem er aufgewachsen und für das er in den Krieg gezogen ist. Der vermeintliche Held (Holden) ist hingegen ein Heuchler, der angeblich Heldenhaftes vollbringt, in Wahrheit aber längst allen Werten abgeschworen hat, während Guinness (der für seine Darstellung den Oscar gewonnen hat) einen Mann darstellt, der ohne Ordnung nicht leben kann, weshalb er bereit ist, mit dem Feind zusammenzuarbeiten -- weil dies Ordnung garantiert.
Für die Videoauswertung wurden die Farben des Filmes digital aufgefrischt und Widescreen ist hier natürlich ein Muss. --Sam Sutherland
Produktbeschreibungen
David Leans Die Brücke am Kwai wurde mit 7 Oscars® prämiert. Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Alec Guinness) und Beste Regie (David Lean) sind nur einige der begehrten Auszeichnungen für diesen Filmklassiker, den man gesehen haben muss. Britische Kriegsgefangene der Japaner und ihr Kommandant, Colonel Nicholson (Alec Guinness) werden gezwungen, eine Eisenbahnbrücke über den River Kwai zu bauen. Gegen die unmenschliche Behandlung durch den brutalen Colonel Saito (Sessue Hayakawa) setzt Nicholson außergewöhnlichen Mut und Einfallsreichtum. Die Brücke wird für ihn und seine Soldaten zum Symbol des Widerstandes und Überlebenswillens. Zwischenzeitlich hat das britische Oberkommando einen Kommandotrupp (William Holden, Jack Hawkins und Geoffrey Horne) beauftragt, diese Lebensader des Feindes zu zerstören.
Kurzbeschreibung
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: In High Definition sieht DIE BRÜCKE AM KWAI wirklich sehr schön aus. Die Technicolor-Farben sind herrlich kräftig und sehr stimmig. Das Grün des Dschungels ist lebendig und enorm beeindruckend. Hauttöne sind natürlich, wobei unter der Sonne Asiens die meisten Männer ohnehin gut gebräunt sind. Kleidungsstücke sind genau definiert. Der Kontrast arbeitet gut und sorgt auch für feine Konturierung, wenn Soldaten in Uniform vor ähnlich-farbener Kulisse stehen. Rauschen ist in Form normalen Filmkorns vorhanden, wenn auch vielleicht einen Tick zu stark. Die Kompression arbeitet gut, nur gelegentlich gibt es Schwächen (leichtes Aliasing an Jalousie in Hintergrund bei 00:36:44). Die Schärfe ist gut ausgeprägt. Nahaufnahmen sind beeindruckend schön geworden, aber auch Panorama-Shots können sich sehen lassen. Hintergründe weisen Details auf, so einzelne Blätter an Büschen. Bei Szenenwechsel gibt es teilweise Farbschwankungen (00:40:14). Der deutsche Ton wurde aufgemotzt, aber das Problem ist, dass das Ausgangsmaterial wohl nicht das Beste war. Die Dialoge erscheinen teils etwas dumpf und leichte Verzerrungen sind auch wahrzunehmen. Das englische Original hingegen klingt glasklar und so sauber wie am ersten Tag. Umgebungsgeräusche des Dschungels werden effektiv eingesetzt, um eine Geräuschkulisse und -atmosphäre aufzubauen. Effekte wie Schüsse oder die Explosion am Ende hallen mit gutem Basseinsatz nach. Die knapp einstündige Dokumentation ist von der DVD her bekannt. Sie gibt umfassenden Einblick in die Produktion und vor allem auch die Schwierigkeiten, die damit einhergingen; sowohl politischer als auch logistischer Natur. Eine kurze Einführung mit John Milius führt vor Augen, welch immense Arbeit in diesen Film geflossen ist. Neben Trailer und Bildergalerie gibt es außerdem ein paar Minuten einer Show, in der Alec Guinness und William Holden 1957 zu Gast waren. Das hat keinen Nährwert, ist aber natürlich interessant anzusehen. Eine weitere Featurette rundet das Bonusmaterial ab. --movieman.de