Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht der übliche Kriegsfilm!, 30. April 2005
Gute Amerikaner pusten jede Menge doofe Deutsche weg - so sieht es doch in den meisten amerikanischen Kriegsfilmen aus, sogar bei "Der Soldat James Ryan"!Dieser Film ist weit abseits von derartigem patriotischem Hurra-Gemetzel angesiedelt. Es geht um eine Brücke über den Rhein - wo sich der Blödsinn des Krieges gleich offenbart: Erst wollen die Amerikaner sie zerstören, die Deutschen sie halten. Dann wollen die Amerikaner sie erobern - und die Deutschen sie zerstören. Dabei sterben auf beiden Seiten viele Soldaten. Wofür, das dürfte sich deren Wissen entziehen. Der Film schafft es, eine bedrückende Atmosphäre herüberzubringen: Flüchtlingsströme, Volkssturmeinheiten, die einen länst verlorenen Kampf führen und SS-Einheiten, die vermeintliche Deserteure hinrichten. Beide Seiten sind kampfesmüde, auch bei den Amerikanern kommt kein Für-die-Freiheit-Gejubel auf. Diese melancholische Grundstimmung ebenso die Tatsache, daß dieser Film kein Happy-End haben kann, hebt diesen Film aus dem sonstigen Kriegfilmbrei hervor. Am Ende bleibt einem wirklich nur die Feststellung, daß Krieg einfach nur bekloppt ist!
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tragödie Krieg, 15. August 2003
Dieser Film lässt sich am ehesten mit einem Vergleich mit dem ebenfalls außergewöhnlichen Film "Die Brücke von Arnheim" bewerten. So ist dieser Film allerdings kein Kriegsspektakel mit rieigem Staraufgebot. Und gerade hierin besteht die eigene Stärke des Films. Die Zahl der Protagonisten beschränkt sich im Grunde genommen auf den amerikanischen sowie auf den deutschen Major (Robert Vaughn), so dass viele Szenen die innere Zerrissenheit beider darstellen, welche immer wieder durch die guten Nebencharaktere an neuer Brisanz gewinnt. Aber besonders auffällig ist der Unterschied in der Darstellung der verschiedenen Kriegsparteien. So haben die Szenen, welche den verzweifelten, hoffnungs- und sinnlosen Widerstand der Deutschen zeigen beinahe einen größeren Anteil als die Szenen, in welchen die ebenfalls erschöpften und keinesfalls vom sonst typischen "Hurra-Patriotsmus" beseelten Amerikaner gezeigt werden. Und auch wenn am Ende eine Schlacht als "gewonnen" gilt, ist dem Zuschauer unweigerlich klar, dass das spannend umgesetzte Thema des Films eigentlich der "Verlust" durch die Tragödie Krieg ist.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Anti-Kriegsbotschaft in Reinform, 20. April 2007
Normalerweise bin ich kein Freund von Filmen über den Zweiten Weltkrieg, schon gar nicht, wenn diese aus Amerika stammen. Denn die Amerikaner, als glorreiche Sieger des Krieges, neigen auch Jahrzehnte später gerne mal dazu, dem europäischen oder gar deutschen Zuschauer ihren übertriebenen Patriotismus fast propagandaartig unter die Nase zu reiben. Nicht jedoch in der Brücke von Remagen.
Kurz vor Kriegsende kämpfen Deutsche und Amerikaner um die letzte intakte Brücke über den Rhein. Deutsche Generäle, die offenbar in ihrem Hauptquartier fernab der Front jeglichen Sinn für die Realität verloren haben, befehlen ihren hilflosen Soldaten, die Brücke gegen die amerikanische Übermacht zu verteidigen, um die versprengten Teile ihrer Armeen am Ostufer des Rheins sammeln zu können. Der desillusionierte Major Paul Krüger wird nach Remagen beordert, um die Verteidigung der Brücke zu befehligen, muss jedoch bald erkennen, dass die versprochene Verstärkung nicht kommen wird. Zu allem Überfluss ist der für die Zerstörung der Brücke gelieferte Sprengstoff auch noch minderwertig, was Krüger in eine schwierige Lage bringt, da den Amerikanern die strategische Wichtigkeit der Brücke bewusst und deren Erstürmung befohlen wird. Ein erbitterter Kampf um die Ludendorff-Brücke beginnt....
Das Bemerkenswerte an diesem Film ist, wie bereits erwähnt, die fehlende Glorifizierung der Amerikaner. Hier werden beide Seiten, Amerikaner wie Deutsche, als kriegsmüde dargestellt, die allerdings dem Willen ihrer übereifrigen Kommandeure unterworfen sind und daher weiterkämpfen müssen. In dieser Beziehung sind sich die beiden Hauptfiguren, Paul Krüger und Phil Hartman, nicht unbedingt authentisch, dafür äußerst unterhaltsam gespielt von Robert Vaughn und George Segal, folglich sehr ähnlich. Beide sehnen sich nur ein Ende des Krieges herbei, auf die eine oder die andere Weise. Obwohl der Film keinesfalls realitätsnah ist, sind einige Szenen hervorragend gelungen, unter anderem der fanatische Widerstand der Wehrmacht gegen einen Gegner, der ihnen ressourcentechnisch unendlich überlegen ist, die allgemeine Verzweiflung und die sich in Schwächte und Keller flüchtenden Zivilisten.
Die Brücken von Remagen ist ein Anti-Kriegsfilm für all jene, die etwas anderes sehen wollen als den kühnen amerikanischen Befreier in der sprichwörtlichen weißen Rüstung. Nicht authentisch, dafür aber stimmungsträchtig und nachdenklich. Und, ganz nebenbei, ein toller, unterhaltsamer Spielfilm. Vier Sterne dafür.
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